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Köln

Köln: Nullnummer macht allen Beteiligten Mut

Es braucht nicht immer Tore, um nach einem Fußballspiel guter Dinge nach Hause zu gehen. In Köln erfreuten sich die Zuschauer nach dem 0:0 gegen den Hamburger SV einfach daran, dass ihr FC wieder in der Bundesliga mitspielen darf und dort nach dem ersten Augenschein auch konkurrenzfähig ist.

Stürmer einmal anders: FC-Angreifer Anthony Ujah (am Ball) hatte seine besten Szenen in der Defensive. Foto: dpa
Stürmer einmal anders: FC-Angreifer Anthony Ujah (am Ball) hatte seine besten Szenen in der Defensive.
Foto: dpa

Aus Köln berichtet unser Redakteur Sven Sabock

Die Gäste wiederum verbuchten die Nullnummer beim Aufsteiger gar als Erfolg, nachdem die Auswärtsfahrten in der Vorsaison regelmäßig in einem Desaster geendet waren. HSV-Trainer Mirko Slomka war denn auch erleichtert, dass seine Elf den ersten Schritt gemacht hat, um das Trauma von 75 Gegentreffern aufzuarbeiten: "Für uns war erst einmal wichtig, geordnet zu agieren."

Nun machten es die Kölner den Hamburgern auch nicht wirklich schwer. Ein Spektakel gab's allenfalls vor dem Anpfiff in der Fankurve in Form einer grandiosen Choreografie, auf dem Platz ist die Kreativität (noch) nicht soweit ausgeprägt. Die Elf von Trainer Peter Stöger knüpfte im Prinzip dort an, wo sie in der Zweiten Liga aufgehört hat. Der FC tritt bemerkenswert geschlossen auf (zehn Akteure aus der Aufstiegself standen in der Startformation), auch das Passspiel klappt eine Etage weiter oben ordentlich – aber das Toreschießen bleibt die größte Herausforderung. Neuzugang Yuya Osako mühte sich als hängender Stürmer eine Stunde lang, blieb aber glück- und wirkungslos. Torschüsse: keine. In vorderster Linie hatte Anthony Ujah zwar die einzige zwingende Torchance, fiel aber vor allem durch zahlreiche gelungene Defensivkopfbälle nach Hamburger Freistößen positiv auf. Der Nigerianer betrieb somit auf ungewöhnliche Art Werbung in eigener Sache, sein Konkurrent und mutmaßlicher Hoffnungsträger Simon Zoller musste dagegen 90 Minuten draußen bleiben.

Dass der Ex-Lauterer nicht in die Partie kam, ist auch als Zeichen der Kölner Bescheidenheit zu werten. Stöger ging es am Ende darum, den einen Punkt zu sichern, der ihm als Argumentationshilfe dafür diente, "dass wir in der Bundesliga angekommen sind". Diese Erkenntnis stand denn auch über allem. "Im Aufbau gibt es Luft nach oben", weiß der Coach, der lange mit sich rang, ob er mit dem Ergebnis nun zufrieden sein soll oder nicht. Stöger formulierte es so: "Wir können damit leben."

Immerhin: Ein Fehlstart ist vermieden, in Köln sieht man sich gerüstet für die kommenden Aufgaben. "Wir werden uns die Zähler hart erarbeiten müssen", prophezeit Stöger, der für die anstehenden Partien möglicherweise Gefallen an einer neuen Variante gefunden hat: Gegen den Hamburger SV kam in Kevin Vogt in der 62. Minute ein dritter defensiver Mittelfeldspieler, was kurioserweise das Spiel nach vorn merklich beeinflusste. Jetzt muss sich nur noch jemand finden, der auch mal den Ball über die Linie bugsiert.

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