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    NeuwiedTrainerduo Kocian leitet beim VC Neuwied eine besondere Übungseinheit

    Schier nicht enden wollende vier Monate waren die Volleyballerinnen des VC Neuwied "verschwunden". Nun sind sie wieder da. Seit einer Woche wird geschwitzt um in der zweiten Saison der 2. Bundesliga Süd ebenso erfolgreich zu sein, wie in ihrer ersten. Die Lorbeeren, die sich das Team von Trainer Milan Kocian als Überraschungsdritter in der Spielzeit 2015/2016 verdient hat, zählen nun nicht mehr, der Status als Neuling ist weg.

    Der erfahrene Bundesligaspieler Tomas Kocian (hinten rechts) unterstützt seinen Vater beim Training der Zweitligamannschaft des VC Neuwied. Livia Krucovska (von links) und Laura Hammes erwarten einen Angriffsball in der Annahme.  Foto: Andre Jahnke
    Der erfahrene Bundesligaspieler Tomas Kocian (hinten rechts) unterstützt seinen Vater beim Training der Zweitligamannschaft des VC Neuwied. Livia Krucovska (von links) und Laura Hammes erwarten einen Angriffsball in der Annahme.
    Foto: Andre Jahnke

    Grund genug, die auf wenigen Positionen veränderte Mannschaft, auf diese Situation einzuschwören. Den Weggang der Zuspielerin Simona Lukacova, die in ihre slowakische Heimat zurückgekehrt ist, hat der VCN-Coach mit deren Landsfrau Jaroslava Smatanikova geschlossen. Und für die in der vergangenen Saison stark auftrumpfende Angreiferin Lena Maasewerd, die ein Masterstudium nach Stuttgart verschlägt, wurde Kocian in Polen fündig. Von dort kommt die langjährige Erstligaspielerin Justyna Sachmacinska.

    Nachdem die beiden ersten Trainingseinheiten absolviert waren, lud Milan Kocian bereits zu einer "Sonderschicht", für die er eine Überraschung aus dem Hut zauberte. Sein für den 13-fachen Deutschen Meister VfB Friedrichshafen spielender Sohn Tomas, gerade zu Besuch beim Vater in Koblenz, spielte gerne für knapp drei Stunden den Co-Trainer.

    Der 28-jährige Zuspieler Tomas Kocian bekam den Auftrag, die auf der gleichen Position bei den Deichstadtvolleys agierenden Jana Schäbitz und Smatanikova von seiner Erfahrung profitieren zu lassen. "Mein Vater ist nun mal ein Angriffsspezialist, da kann er nicht immer ein spezielles Auge auf das Zuspiel haben", kommentierte der ältere der Kocian-Söhne locker. Sein jüngerer Bruder Adam (21) ist ebenfalls Zuspieler, er steht beim Erstligisten SVG Lüneburg unter Vertrag.

    Was macht ein Volleyball-Bundesligaspieler, der auf allerhöchstem Niveau bei einem europäischen Spitzenteam spielt, während der Saisonpause? Bereitwillig gibt Tomas Kocian vor dem Beginn des Trainings in Neuwied Auskunft. Zuerst mal hat er an seine berufliche Zukunft gedacht und an der Uni in Koblenz seinen Masterabschluss für Business Management mit Bravour gemeistert. "Aber nicht nur deshalb bin ich mindestens zweimal in der Woche bei meinem Vater", unterstreicht er den starken Zusammenhalt der Volleyballfamilie Kocian, zu der auch sein Bruder Adam gehört.

    Dass seine Friedrichshafener Mannschaft in der abgelaufenen Spielzeit im Finale "Best of five" mit 0:3 am Konkurrenz Berlin Volleys gescheitert ist, wurmt alle Beteiligten am Bodensee immer noch. "Nach dem Ende der Zeitrechnung um unseren Trainer Stelian Moculescu wird es nun einen ziemlich großen Umbruch geben. Der Verein hat viele junge, hungrige deutsche Spieler geholt, die der neue Verantwortliche Coach Vital Heynen zu einer Einheit formen wird", blickt der sympathische Tomas Kocian aber jetzt schon wieder nach vorne. Nicht ohne noch mal Moculescu zu erwähnen: "Ich habe so viel von ihm gelernt, das ist unbezahlbar." Berlin sei auch in der kommenden Spielzeit der Favorit auf den Titel, aber sein Team wird versuchen, es dem Favoriten so schwer wie möglich machen. "Die deutschen Fans werden sicher eine spannende Saison erleben" meint der unter anderem mit dem 200-fachen Nationalspieler Simon Tischer am Netz stehende Kocian.

    Das Sommerloch hat er natürlich nicht ohne Ball verbracht. Von seiner "zweiten" Heimat Düren aus, wo er mit seiner Freundin Christiane wohnt, hielt er sich mit Beachvolleyball fit. Gemeinsam mit seinem Freund Johannes Delinsky, den er aus seiner Zeit in Mendig und Mainz kennt, gelang ihm immerhin der Sprung in die Top 25.

    Christiane hält ihm auch dabei den Rücken frei: "Wir haben zusammen so viele tolle Momente beim Volleyball. So oft es mir möglich ist, bin ich dabei. Mal ehrlich, die Atmosphäre beim Finale gegen Berlin hat bei mir schon Gänsehaut pur erzeugt."

    Bevor am 18. August auch in Friedrichshafen die Vorbereitungsphase wieder eingeläutet wird, ist Tomas Kocian gern der Bitte seines Vaters nachgekommen: "Mein Vater ist ein vom Erfolg besessener Mensch. Das habe ich mit ihm gemeinsam. Er sucht ständig nach der Perfektion und dafür tun wir Kocians alles", sagt der Filius und blickt dabei auf seinen Papa, der schon leicht nervös auf die Uhr schaut. Jetzt muss das Training bei den Deichstadtvolleys beginnen.

    Sohn Tomas übernimmt auch gleich die Aufwärmphase bei den Neuwieder Frauen, um sich danach, wie geplant, den speziellen Anforderungen beim Zuspiel zu widmen. Wenn die Deichstadtvolleys in der Aufstiegssaison eines gelernt haben, dann sicherlich das: Überraschende Aktionen, geübte Bewegungsabläufe und sichere Koordination der Zuspiele durch die Verteilerinnen am Netz haben manchen wichtigen Punkt gebracht.

    Und Punkte will Milan Kocian mit seinen Mädels auch in der neuen Saison so viele wie möglich holen. Die ersten am besten gleich beim Auftaktspiel am Samstag, 17. September, wenn der Vierte der Vorsaison, SV Lohhof, ab 19 Uhr im Neuwieder Rhein-Wied-Gymnasium antritt.

    Von unserem Mitarbeiter Jörg Linnig

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