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    NeuwiedDas Zweitliga-Abenteuer des VC Neuwied geht in Runde zwei

    Das Neuwieder Volleyball-Wunder gründet auf drei Säulen: sportlich, organisatorisch und finanziell. Weil die Sponsoren dem Frauenteam des Zweitbundesligisten VC Neuwied die Treue gehalten haben, geht das Team um Trainer Milan Kocian am übernächsten Wochenende in seine zweite Saison in der zweithöchsten Spielklasse.

    Zuversichtlich in die neue Zweitligasaison gehen Spielerinnen und Verantwortliche des VC Neuwied, von links: Moderator Uwe Lederer, Jaroslava Smatanikova, Lea Schäbitz, Jana Schäbitz, Diana Mitrengova, Trainer Milan Kocian, Vorsitzender Wolfgang Becker und Livia Krucovska. Foto: Jörg Niebergall
    Zuversichtlich in die neue Zweitligasaison gehen Spielerinnen und Verantwortliche des VC Neuwied, von links: Moderator Uwe Lederer, Jaroslava Smatanikova, Lea Schäbitz, Jana Schäbitz, Diana Mitrengova, Trainer Milan Kocian, Vorsitzender Wolfgang Becker und Livia Krucovska.
    Foto: Jörg Niebergall

    120 000 Euro beträgt der Saisonetat, der zu Beginn der Spielzeit noch nicht komplett gedeckt ist, wie der VCN-Vorsitzende Wolfgang Becker bei der Saisonpressekonferenz verriet. Mit dem Geld werden die weiten Auswärtsfahrten bezahlt, Verbandsabgaben, Mannschaftsausstattung und Trainergehalt, nicht aber so etwas wie Gehälter für die Spielerinnen: "Unsere Mädchen sind und bleiben Amateure", versicherte Becker.

    Amateure mit professionellem Anspruch, wie Trainer Kocian präzisiert: "Urlaub kann man nicht verbieten", kommentiert er die Tatsache, dass ihm einige Spielerinnen während der Vorbereitung fehlen, "ich würde mich aber freuen, wenn sie die privaten Sachen nach und nach abstellen," Der ehrgeizige Slowake, der in den 1990er-Jahren beim VC Mendig erstklassig gespielt hat, will sich auf dem Erreichten nicht ausruhen: "Ich wäre mit dem dritten Platz zufrieden, zufriedener aber mit dem zweiten oder dem ersten. Ich möchte behaupten, die Mannschaft ist stärker als vergangene Saison. Mein Traum ist die Erste Liga."

    Bescheidener geben sich seine Spielerinnen. "Ich bin froh, wenn wir das wiederholen, was wir in der vergangenen Saison geschafft haben", sagt Jana Schäbitz, und ihre Schwester Lea stimmt zu: "Der dritte Platz wäre gut. Wir wissen ja noch nicht, wie sich die anderen Mannschaften verstärkt haben."

    Drei neue Gesichter gibt es beim VCN, der zwei Abgänge zu verzeichnen hat. Die Slowakin Jaroslava Smatanikova ersetzt ihre Landsfrau Simona Lukacova auf der Zuspielerposition, die Polin Justyna Sachmacinska wird für Lena Maaseward angreifen, und Kerstin Schenke aus Trier soll im Mittelblock aushelfen, wo Inga Hammes und Lea Neumann wegen Verletzungen vorerst nicht zur Verfügung stehen.

    "Auch wenn die Mannschaft mit einigen ausländischen Spielerinnen bestückt ist, kommen die meisten doch aus der Region", stellt Kocian klar, "das soll auch der Schwerpunkt bleiben." Der Coach denkt schon in die Zukunft: "Meine Vision ist es, durch gute Jugendarbeit einen Unterbau zu schaffen." Etwa 30 Mädchen zwischen acht und 15 Jahre haben sich in den letzten Monaten dem VCN angeschlossen und sollen dafür sorgen, dass dem Projekt nicht die Luft ausgeht, wenn aktuelle Leistungsträgerinnen ans Karriereende denken. "Ein paar Talente sind dabei", freut sich Becker, der den Nachwuchs gemeinsam mit seiner Tochter trainiert.

    Hocklassiger Volleyballsport in Neuwied wäre jedoch nicht möglich ohne die "Mannschaft hinter der Mannschaft". Der Vorsitzende Becker kann sich auf eine gut funktionierende Crew ehrenamtlicher Helfer verlassen, ohne die der organisatorische Aufwand rund um das Unternehmen 2. Bundesliga nicht zu stemmen ist. "Wir mussten rund 50 Punkte erfüllen, damit wir mitspielen dürfen", erklärt Becker, "dazu gehören eine Sponsorenwand und die Einfärbung des Spielfelds, die wir jetzt mit Hilfe von Stadt und Kreis hinbekommen haben." Stunden vor und nach den Spielen ist das Organisationsteam im Einsatz, und auch unter der Woche hält das Abenteuer Bundesliga die Ehrenamtler in Atem: "Ich bekomme und beantworte auch schon mal nachts um drei Uhr wichtige E-Mails", verrät Becker.

    Ein wichtiger Faktor in der Saisonkalkulation des VCN sind natürlich die Zuschauer. Vorsichtig rechnen die Verantwortlichen mit einem Besucherschnitt von rund 280, so viele waren es in der ersten Zweitligasaison. "Das begann schleppend, mit 75 bis 100 zahlenden Zuschauern, und fand seinen Höhepunkt im letzten Saisonspiel vor 600 Leuten. Damit war die Halle dann auch voll", berichtet Becker. Trotz der maßvollen Kalkulation hoffen die Neuwieder natürlich auf mehr Neugierige: "In Mendig war die Halle meistens knackend voll und die Atmosphäre entsprechend aufgeladen", erinnert sich Kocian, "das möchte ich hier gern auch erleben. Schließlich spielen wir ja für die Zuschauer und nicht für uns." Stefan Kieffer

    Die Heimspieltermine

    Sa., 17.09.16: SV Lohhof. Sa., 8.10.16: NawaRo Straubing. Sa., 29.10.16: Rote Raben Vilsbiburg II. Sa., 12.11.16: TG Bad Soden. Sa., 3.12.16: MTV Stuttgart II. Sa., 7. 01.17: DJK Sportbund München-Ost. Sa., 21. 01.17: VC Offenburg. Sa., 11. 03.17: VC Olympia Dresden. So., 12. 03.17: Volleys Sonthofen. Sa., 22. 04.17: VV Grimma.

    Die Heimspiele finden samstags um 19 Uhr in der Sporthalle des Rhein-Wied-Gymnasiums in Neuwied statt, sonntags um 16 Uhr.

    VC Neuwied
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