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    Bad NeuenahrNur DTB-Entgelt stört die Balance bei Senioren-DM in Bad Neuenahr

    Auf Veränderungen folgt gern eine Zeit der Konsolidierung. Wenn also im vergangenen Jahr die deutschen Tennismeisterschaften der Seniorinnen und Senioren in Bad Neuenahr unter dem Motto „Konstanz und Wandel“ standen, erscheint es nur logisch, wenn die 64. Auflage der „Tennis Classics“ im Lennépark vom 25. Juli bis 6. August nun die Überschrift „Balance halten“ bekommen.

    Die Sponsoren und Verantwortlichen beim HTC um Turnierdirektorin Annette Bartsch (vorn Dritte von links) und den HTC-Vorsitzenden Karl-Horst Gödtel (vorn Zweiter von links) freuen sich auf die 64. Auflage der Senioren-DM in Bad Neuenahr, die am Dienstag, 25. Juli, beginnen. Foto: Vollrath
    Die Sponsoren und Verantwortlichen beim HTC um Turnierdirektorin Annette Bartsch (vorn Dritte von links) und den HTC-Vorsitzenden Karl-Horst Gödtel (vorn Zweiter von links) freuen sich auf die 64. Auflage der Senioren-DM in Bad Neuenahr, die am Dienstag, 25. Juli, beginnen.
    Foto: Vollrath

    Ein Motto, das nicht nur mit Blick allein auf dieses Tennisturnier, das gern damit wirbt, bei erwarteten rund 700 Teilnehmern das größte der Welt zu sein, gewählt ist, sondern es auch in Beziehung zur Welt stellen soll. „Wir leben in bewegten Zeiten“, sagt Turnierdirektorin Annette Bartsch: „Ich habe das Gefühl, dass sich um uns herum in letzter Zeit mehr zu bewegen scheint und vermeintlich leichter aus dem Gleichgewicht zu rutschen droht. Durch die Welt fliegen und aufschlagen, wo man Spaß hat, ist eine unermessliche Freiheit für Tennisspieler. Die gilt es zu bewahren, damit wir nicht ins Wanken geraten.“

    Nicht so entspannt wie erhofft

    Ins Wanken geraten waren die Verantwortlichen beim gastgebenden HTC Bad Neuenahr im vergangenen Jahr, als es erst einen neuen Hauptsponsor zu finden galt und dann kurzfristig noch einen neuen Wassersponsor. Beides gelang mit längerfristigen Verträgen, und so schienen die Vorbereitungen in diesem Jahr ausbalanciert und entspannter verlaufen zu können, zumal sich das Organisationsteam um das Mixed in der Turnierdirektion mit Bartsch und dem HTC-Vorsitzenden Karl-Horst Gödtel eingespielt hat.

    „Aber irgendwas kommt dann doch immer dazwischen“, erzählt Gödtel. In diesem Fall ein Umstand, auf den der HTC keinen Einfluss hatte, der aber Einfluss auf die Vorbereitungen nahm und damit vernehmlich an der angestrebten Balance rüttelte: Der Deutsche Tennis Bund (DTB) hat ein Teilnehmerentgelt eingeführt, das im Fall der Senioren-DM acht Euro pro Person beträgt und vom Veranstalter direkt an den DTB abgeführt wird. Verwendet werden soll das Geld nach Angaben des DTB für die „zukunftsorientierte Weiterentwicklung des Verbandes“ wie etwa die verstärkte Förderung im Jugend- und Nachwuchsbereich. Was im Fall der DM in Bad Neuenahr zur Folge hatte, dass die Teilnehmergebühr dadurch über die symbolisch markante Grenze von 100 Euro gestiegen ist und nun 103 Euro beträgt. Was der HTC bislang stets unbedingt vermieden hat. „Das war immer eine unantastbare Grenze“, so Bartsch. Entsprechend viel Mühe hatte und haben die Organisatoren nun, empörte Gemüter zu beruhigen. „Wir haben davon nichts außer Beschwerden“, sagt Gödtel.

    Die Versuche, das den Teilnehmern auch zu vermitteln, sind nicht immer von Erfolg gekrönt war. So mancher Aktive hat nicht nur gemeckert, sondern auch nicht den vollen Betrag überwiesen, weshalb der HTC in diesen Fällen das fehlende Geld während des Turniers auf der Anlage eintreiben muss.

    Dass es grundsätzlich immer schwieriger wird, ein volles Teilnehmerfeld zu bekommen, liegt aber nicht daran. „Der Markt wird immer größer, die Felder kleiner. Auch, weil es immer mehr Turniere gibt“, berichtet Bartsch, um aber auch gleich zufrieden zu betonen: „Wir behaupten uns gegen den Trend.“

    Zuletzt lagen rund 650 Meldungen vor, wobei die Frist für die Felder der Altersklassen von 40 bis 50 noch nicht abgelaufen war. So rechnet der HTC am Ende mit 700 Meldungen, womit die Zahl des Vorjahres wieder erreicht wäre und nicht zuletzt auch wieder die wirtschaftliche Bedeutung des Turniers deutlich wird. „Ich werde in ganz Deutschland darauf angesprochen“, sagt Andreas Wittpohl, Geschäftsführer des Ahrtal-Tourismus Bad Neuenahr-Ahrweiler: „Das ist gut fürs Image der Stadt und die Werbung.“

    Warmer Regen für Hotellerie

    Der Versuch, die Wertschöpfung genauer zu beziffern, führte zu keinem präzisen Ergebnis: „Es ist fast nicht möglich, alle genauen Daten zu bekommen“, so Wittpohl, der aber von einem „warmen Regen für Hotellerie und Gastronomie im dicken sechsstelligen Bereich“ spricht.

    Angesichts eines größer werdenden Turniermarktes erscheint es umso wichtiger, der eigenen Veranstaltung ein besonderes Flair zu verleihen. In dieser Hinsicht hat der HTC mit seiner großen Tradition, der schönen Anlage im Lennépark, den Ballkindern und natürlich auch seinem Rahmenprogramm einige Trümpfe aufzuweisen, ganz abgesehen von der sportlichen Wertigkeit dank stark besetzter Felder.

    Wobei an einem Tag der Faktor „Nostalgie“ gleichermaßen zur Geltung kommt wie die Motto gebende „Balance“: Der „White Day“ (Weiße Tag) am ersten Turniersonntag (30. Juli) sticht aus dem Programm hervor. Vor vier Jahren zum ersten Mal ins Leben gerufen, soll an diesem Tag – dem klassischen Vorbild Wimbledon folgend – der weißen Tradition gehuldigt werden und Spieler und Besucher ganz in Weiß erscheinen, gern auch in traditioneller Aufmachung. Neu ist diesmal ein weißer Kaffeeklatsch ab 14 Uhr zwischen den Centre-Courts 1 und 2.

    Und was das Thema „Balance“ betrifft, soll die auf besondere Weise mit besonderem Gast quasi zwischen den Generationen hergestellt werden. An dem Tag, der die erste Woche mit den traditionell älteren Jahrgängen und die zweite mit den dann jüngeren Jahrgängen verbindet, sollen auch die verschiedenen Altersklassen zueinanderfinden. „Begegnungstag“ nennt das der HTC, wobei Gäste und Teilnehmer zum Beispiel mit Marlies Jennis aus Düsseldorf die älteste Teilnehmerin (Jahrgang 1924) kennenlernen, die zum 49. Mal dabei ist, – und eine Profispielerin: Anna-Lena Friedsam aus Oberdürenbach, lange Zeit verletzt und davor noch Nummer 45 der Welt, hat ihr Kommen für einen Showkampf (15 Uhr) zugesagt.

    44 Konkurrenzen auf 13 Plätzen

    Und auch wenn sich die DM-Teilnehmer mit diesem Niveau nicht (mehr) messen können – sportlich interessant versprechen die Wettbewerbe auch so allemal zu werden. Ausgeschrieben sind 44 Konkurrenzen, 20 im Einzel, 17 im Doppel und sieben im Mixed. „Und es haben fast überall die ersten vier der DTB-Rangliste zugesagt oder wenn nicht, so doch sechs der besten zehn“, hebt Bartsch hervor.

    Gespielt wird diesmal im Übrigen auf 13 Plätzen, von denen zwei renoviert sind. Der 14. ist diesmal den Bauarbeiten an der Landgrafenstraße zum Opfer gefallen. Im nächsten Jahr sollen es dann wieder 14 sein. „Die Planungen für einen neuen Platz laufen. Er soll in Sichtachse zum Centre-Court entstehen und 2018 zur Verfügung stehen“, berichtet Gödtel. Er hat nun für die 64. „Tennis Classics“ noch einen dringenden Wunsch: „Jetzt muss nur noch das Wetter stimmen.“ Marcus Pauly

    Tennis (ABCK)
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