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    Der FC Karbach träumt vom großen Coup

    Rheinlandliga gegen Regionalliga – die Rollen im Achtelfinale des Fußball-Rheinlandpokals zwischen dem FC Karbach und der TuS Koblenz sind eigentlich klar verteilt. Dass es einen Zwei-Klassen-Unterschied und damit einen klaren TuS-Sieg am Mittwoch (19.30 Uhr) im Stadion in Emmelshausen zu bestaunen gibt, daran glaubt allerdings niemand. Vielmehr: Es scheint keinen besseren Zeitpunkt für einen Karbacher Pokal-Coup zu geben.

    Beim 6:1 gegen Oberwinter hatte Karbach (von links Oscar Feilberg, Sanel Rahic und Philipp Flaßhaar) allerhand Grund zum Jubeln – gibt es die gleichen Szenen heute im Pokal-Achtelfinale gegen die TuS Koblenz? Foto: Schmidt
    Beim 6:1 gegen Oberwinter hatte Karbach (von links Oscar Feilberg, Sanel Rahic und Philipp Flaßhaar) allerhand Grund zum Jubeln – gibt es die gleichen Szenen heute im Pokal-Achtelfinale gegen die TuS Koblenz?
    Foto: Schmidt

    Der FC führt die Tabelle im Verbandsoberhaus an und ist für viele schon aufgrund des starken Kaders – mit einigen Ex-Koblenzern wie Stefan Haben, Enrico Köppen oder Thomas Klasen – ein gefühlter Oberligist. Am Sonntag schoss sich Karbach beim 6:1 gegen Oberwinter warm für den Pokal-Knaller, der FC ist in richtig guter Form. Und die TuS? Sie steckt zwei Klassen höher als Vorletzter mittendrin im Schlamassel. Das 0:1 vor drei Tagen gegen Freiburg II bewies erneut, dass Koblenz kaum Regionalliga-Niveau besitzt – und ein heißer Kandidat für den Abstieg in die Oberliga ist.

    Duellieren sich am Mittwoch in Emmelshausen zwei "gefühlte" Oberligisten? Karbachs Trainer Torsten Schmidt gibt darauf eine interessante Antwort: "Aus meiner Sicht hat die TuS einen minimalen Vorsprung auf uns, weil sie eben höher spielt. Das ist der kleine Unterschied, aber der Pokal gleicht vieles aus. Unsere Chance ist da, ich erwarte ein offenes Spiel und von meiner Mannschaft Leidenschaft, Laufbereitschaft, Spielfreude und taktische Disziplin. Dann können wir ein Tor mehr schießen als die TuS. Und darauf kommt es im Pokal an, das Spiel zu gewinnen."

    Das Karbacher Trainerteam hat seine Hausaufgaben jedenfalls gemacht, sagt Chefcoach Schmidt: "Wir haben jede Informationsquelle über die TuS angezapft." FC-Scout Antonio Ramos schaute sich am Sonntag das 0:1 gegen Freiburg II an, der spielende Co-Trainer Klasen war zuvor bei den Koblenzer Spielen live vor Ort, Trainer Schmidt studierte Videomaterial des Gegners und redete lange mit seinem Abwehrchef Haben, der bis Sommer noch für die TuS verteidigte. Die Erkenntnis aus alldem? "Die TuS ist in einer schwierigen Phase", weiß Schmidt. Das sah man schon vor 15 Tagen beim Drittrundenspiel in Emmelshausen. Beim Bezirksligisten TSV setzte sich die TuS hauchdünn mit 2:1 durch. Was kann sich Karbach vom TSV abschauen? "Das Spiel hat gezeigt, dass es für die TuS schwer wird, wenn man diszipliniert auftritt", antwortet Schmidt.

    Bis auf Mathias Fischer (Leistenbeschwerden) kann er auf alle 19 Mann zurückgreifen. Einen FC-Kicker muss Schmidt noch aus dem Kader streichen. Die Startelf könnte die gleiche sein wie beim 6:1 gegen Oberwinter – mit einer Ausnahme: Kapitän Marco Gietzen dürfte wieder reinrutschen. Dafür müsste wohl der zuletzt starke Youngster Sebastian Platten auf die Bank. "Wir haben einen Plan, der auch beinhaltet, was während des Spiels passiert, um reagieren zu können", sagt Schmidt. Als Joker könnte deswegen "nur" Enrico Köppen fungieren.

    Der torgefährliche Stürmer hat eine besondere Vergangenheit bei der TuS, er war im März dieses Jahres von Evangelos Nessos aussortiert worden, als er gerade auf dem Sprung schien, von der zweiten in die erste Mannschaft der TuS aufzurücken. Doch bei Nessos machte sich der 20-Jährige unbeliebt, angeblich, weil er unentschuldigt im Training fehlte. Der TuS-Coach strich den bulligen Stürmer aus seinem Kader, Köppen wechselte zum 1. FC Nürnberg, wo er die ersten drei Saisonspiele für die Regionalliga-Reserve des Zweitligisten bestritt. Doch das Heimweh trieb ihn nach nur einem Monat wieder zurück in die Heimat, pünktlich zum ersten Spieltag stand er für den FCK auf dem Platz und hat inzwischen drei Tore für seinen neuen Klub erzielt. "Ich habe nichts persönlich gegen ihn", beteuert Nessos, "Köppi ist ein guter Junge und ein Riesentalent. Aber Talent allein reicht halt nicht." So fällt es dem Trainer auch nicht ein, sich den Ex-Koblenzer in seine eigene Mannschaft zurückzuwünschen: "Ich würde mir wünschen, dass Montabell, Göderz und Stahl für uns spielen können, aber die sind leider alle verletzt."

    Bleibt die Frage: Ist es das größte Spiel der Karbacher Vereinsgeschichte? "Sportlich und ohne Emotionen gesehen schon", sagt Torsten Schmidt: "Aber das erste Derby 2012 gegen Emmelshausen und unser Bezirksliga-Aufstiegsspiel 2007 gegen Biebertal stelle ich auf die gleiche Stufe." Beide Spiele gewann der FC Karbach übrigens damals.

    Von unserem Redakteur

    Michael Bongard

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