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Engers

Trainer Watzlawik setzt auf Engerser Fans

Seit dem 12. Januar befindet sich der FV Engers in der Vorbereitung auf den Start nach der Winterpause in der Fußball-Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar. Der Aufsteiger belegt mit 30 Punkten aus 20 Meisterschaftsspielen in der Tabelle den neunten Platz.

Sascha Watzlawik trainiert den FV Engers auch in der Saison 2018/2019. Dann soll sein Team weiter in der Oberliga spielen.  Foto: Jörg Niebergall
Sascha Watzlawik trainiert den FV Engers auch in der Saison 2018/2019. Dann soll sein Team weiter in der Oberliga spielen.
Foto: Jörg Niebergall

Im Interview mit unserer Sportredaktion spricht der Engerser Trainer Sascha Watzlawik unter anderem über den bisherigen Saisonverlauf, personelle Veränderung in seinem Kader, seine Erwartungen an die zweite Saisonhälfte und auch bereits über die Planungen für die Spielzeit 2018/2019.

Herr Watzlawik, was war bisher in dieser Saison richtig gut bei Ihrer Mannschaft, und was hat Ihnen nicht gefallen?

Natürlich bin ich in erster Linie zufrieden. Alles andere wäre bei 30 Punkten auch fahrlässig. Extrem gut waren unsere Heimspiele. Fußballerisch und vom Zuschauerzuspruch. Fast jedes unserer Spiele vor eigenem Publikum waren ein Event. Verbesserungspotenzial liegt bei einigen unserer Auswärtsauftritte.

Zum Ende des Jahres 2017 hatte man den Eindruck, dass der Mannschaft etwas die Puste ausgegangen ist. Woran hat's gelegen?

Dies ist zuerst im Spielplan begründet. Wir hatten zum Ende der Hinrunde fast alle Regionalligaabsteiger zum Gegner. Die Teams aus Trier, Homburg und Pirmasens verfügen über eine brutale Qualität. Das zeigt auch die Tabelle deutlich. Ärgerlich war die 1:3-Heimschlappe gegen Idar-Oberstein. Das musste nicht sein.

Die Leistungsträger Dieter Paucken (TuS Koblenz) und Giovani Lubaki (FC Viktoria Köln II) haben den Verein verlassen. Hervé Loulouga von Rot-Weiß Koblenz kam als einziger Spieler dazu. Ist der Engerser Kader schwächer geworden?

Über die Stärken von Paucken brauchen wir nicht zu diskutieren. Er ist nicht nur ein überragender Torwart, sondern er war auch unser Kapitän. Er hat die jungen Spieler vorbildlich geführt und ist bei der TuS Koblenz sofort in die Anfangsformation gekommen. Sein Weggang ist für uns schwer zu kompensieren. Lubaki war vier Jahre lang am Wasserturm. Sein Abgang war charakterlos. So verlässt man nicht einen Verein und einige Menschen, die extrem viel für ihn getan haben. Die Mannschaft ist total enttäuscht von ihm. Loulouga müssen wir etwas Zeit geben. Ihm fehlt noch etwas die Fitness, um seine ganze Qualität zu zeigen. Getroffen hat uns aber auch die erneute Verletzung von Björn Kremer. Er war nach seiner ersten schweren Verletzung wieder auf einem guten Weg. Nun droht er wegen einer Schulterverletzung, die er sich beim Fahrrad fahren zugezogen hat, langfristig auszufallen. Dagegen ist Kristijan Grzobic nach fast einem Jahr Pause wieder voll im Mannschaftstraining.

Mit Dieter Paucken verband Sie seit Jahrzehnten eine echte Männerfreundschaft. Hat Sie unter dem Wechsel gelitten?

Natürlich war ich menschlich enttäuscht, auch wenn der Wechsel sportlich eine Verbesserung für Dieter ist. Wir haben uns zwischenzeitlich ausgesprochen. Damit ist die Sache für mich vom Tisch.

Welche Schulnote geben Sie dem Stand der Vorbereitung Ihrer Mannschaft?

Ich denke befriedigend spiegelt es am besten wider. Da wir in der Mannschaft viele Studenten haben, die in Prüfungen stecken, war der Rhythmus insgesamt nicht perfekt. Einige Studenten fehlten oft, andere Spieler wegen Verletzungen oder Krankheiten. Wir haben ein neues System einstudiert, um personell und taktisch flexibler agieren zu können. Das braucht aber noch seine Zeit. Die Testspiele und die Ergebnisse waren soweit in Ordnung.

Wie lauten die Ziele für den Rest der Saison?

Ganz klar, unser Ziel ist der Klassenverbleib. Momentan liegen wir nur acht Punkte vor dem ersten Abstiegsrang. Mit dem Auswärtsspiel beim 1. FC Kaiserslautern II und dem Heimspiel gegen TuS Rot-Weiß Koblenz haben wir gleich zwei Kracher auf dem Programm. Ich glaube, am Ende reichen 46 bis 48 Punkte, um in der Liga zu bleiben. Die noch fehlenden Punkte wollen wir so schnell wie möglich holen. Wichtig ist für uns alle, dass die Zuschauer uns weiter so zahlreich am Wasserturm unterstützen.

Laufen parallel schon die Planungen für die kommende Saison?

Ja, natürlich. Ich habe meinen Vertrag schon verlängert und bin in Gesprächen mit meinen Spielern. Zudem wollen wir das Team weiter verstärken. Sollten so Teams wie Schott Mainz, TuS Koblenz und Völklingen in die Oberliga absteigen, wird das Niveau in der nächsten Saison noch mal deutlich höher. Bei einem Koblenzer Abstieg würde die Oberliga richtig aufgewertet.

Wie lautet Ihre Marschroute für die Nachholpartie Partie am nächsten Samstag beim 1. FC Kaiserslautern II?

Für mich als Spieler war es immer etwas Besonderes auf dem Betzenberg spielen zu dürfen. Gegen Lautern ist es immer schwer zu spielen. Da muss jeder Spieler an seine Leistungsgrenze gehen. Wir hatten keine sehr gute Vorbereitung, vielleicht gelingt uns dafür ein sehr guter Start.

Die Fragen stellte Ludwig Velten

A501-Tabelle-Fußball-Oberliga_k

Fußball

Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar

 1. FC Homburg  22 73: 9 66  2. FK Pirmasens  21 66:15 50  3. SV Eintracht Trier  21 35:19 44  4. 1. FC Kaiserslautern II  21 40:19 38  5. FSV Jägersburg  22 40:36 35  6. FC Hertha Wiesbach  22 38:41 33  7. SC Idar-Oberstein  22 36:32 32  8. TuS Rot-Weiß Koblenz  21 36:35 31  9. FV Engers  20 29:32 30 10. FC Karbach  21 37:42 27 11. FV Diefflen  22 32:41 26 12. TuS Mechtersheim  22 29:51 26 13. TSG Pfeddersheim  22 30:40 25 14. SV Morlautern  21 28:41 22 15. FV Eppelborn  22 38:54 20 16. SV Gonsenheim  21 27:40 18 17. FV Dudenhofen  22 20:44 16 18. Saar 05 Saarbrücken  20 20:41 13 19. FSV Salmrohr  21 18:40 13

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