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Engers

Noch ist der Abstiegskampf für den FVE nicht vorbei

Ludwig Velten

Der FV Engers muss weiter um den Klassenverbleib in der Fußball-Oberliga Rheinland-Pfalz/ Saar bangen. Der Aufsteiger kam nur zu einem 1:1 (1:0)-Unentschieden gegen den SV Gonsenheim. Im Kampf gegen einen Konkurrenten im Abstiegskampf musste der FVE den Ausgleichstreffer nach einer starken kämpferischen Leistung in der 90. Spielminute hinnehmen. Trotzdem haben die Engerser durch diesen Punkt den Abstand zum ersten möglichen Abstiegsplatz auf acht Zähler vergrößert.

Eine von zahlreichen Gonsenheimer Chancen im zweiten Durchgang am Engerser Wasserturm: Der eingewechselte Luigi Canizzo (blaues Trikot) scheitert am starken Engerser Torhüter Andreas Pütz. Im Hintergrund staunt der später eingewechselte Christopher Freisberg über die Parade seines Keepers, der sich erst in der letzten Spielminute zum ersten und einzigen Mal geschlagen geben musste. Foto: Jörg Niebergall
Eine von zahlreichen Gonsenheimer Chancen im zweiten Durchgang am Engerser Wasserturm: Der eingewechselte Luigi Canizzo (blaues Trikot) scheitert am starken Engerser Torhüter Andreas Pütz. Im Hintergrund staunt der später eingewechselte Christopher Freisberg über die Parade seines Keepers, der sich erst in der letzten Spielminute zum ersten und einzigen Mal geschlagen geben musste.
Foto: Jörg Niebergall

Es ist derzeit nicht leicht, Trainer des FV Engers zu sein. Neben einigen langzeitverletzten Spielern musste Sascha Watzlawik in diesem wichtigen Spiel kurzfristig auch auf seinen Kapitän Marian Kneuper verzichten, der sich im Abschlusstraining verletzt hatte. Doch dies war nicht die einzige spektakuläre Personalie aufseiten der Gastgeber. Watzlawik nahm eine überraschende Änderung auf der Torwartposition vor und nominierte Routinier Andreas Pütz für die Anfangsformation, Talent Safet Husic saß nur auf der Bank. „Ich wollte meinen jungen Torwart schützen. Der Druck vor diesem wichtigen Spiel war enorm groß“, begründete Watzlawik den Wechsel zwischen den Pfosten. „Safet wird seinen Weg weiter bei uns machen. Ihm gehört die Zukunft.“

Zudem vertraute der FVE-Trainer Björn Kremer nach seiner monatelangen Verletzungspause von Beginn an auf der linken Angriffsseite. Mit beiden personellen Entscheidungen traf Watzlawik ins Schwarze. Pütz und Kremer verdienten sich Bestnoten. Doch nicht nur personell lag der Engerser Trainer mit seinen Einschätzungen richtig, sondern auch in der Prognose Einschätzung der spielerischen Stärke der Gäste. Seine Aussage („Gonsenheim ist nach vorne brutal gut bestückt“) bewahrheitete sich vom Anpfiff an.

Aber die Engerser nahmen den Schlagabtausch an. In einer Partie mit vielen aggressiv geführten Zweikämpfen war der FV Engers in den ersten 45 Minuten die etwas bessere Mannschaft mit den klareren Chancen. Eine davon nutzte Torjäger Christian Wiersch in seiner typischen Art zum 1:0. Mit dem Rücken zum Tor stehend, drehte er sich blitzschnell und donnerte den Ball zum 1:0 ins Netz (32.). „Da waren wir noch nicht richtig auf dem Platz. Doch in einer so wichtigen Partie spielen die Nerven oft eine Rolle. Trotzdem waren wir fast gleichwertig. Wiersch hat den kleinen, aber entscheidenden Unterschied ausgemacht“, beurteilte Gonsenheims Trainer Babak Keyhanfar den ersten Abschnitt. Zählt man eine gute Aktion von Goran Naric (23.), einen wegen Abseits aberkannten Treffer aus 22 Metern von Marcel Horz (38.) und einen missglückten Kopfball von Kremer (44.) aus aussichtsreicher Position noch dazu, ging die Halbzeitführung des FVE in Ordnung. Die Gonsenheimer hatten allerdings Pech, als ein Knaller von Stephane Eba Eba gegen die Latte des Engerser Kastens prallte (41.).

Im zweiten Abschnitt änderte sich der Spielverlauf mehr und mehr. Keyhanfar hatte reagiert und in Luigi Canizzo und Khaled Abou Daya zwei frische Spieler eingewechselt. Nun stand Pütz oft im Mittelpunkt des Geschehens, aber die Engerser blieben bei Kontern gefährlich. Yannik Finkenbusch scheiterte mit einem Fernschuss (48.) ebenso knapp wie Daniel Fiege (68.) nach Vorarbeit von Kremer.

Die größte Chance zum 2:0 vergab Sascha Kaiser Sekunden nach seiner Einwechslung, als er völlig freistehend den Ball gegen das Außennetz schoss, anstatt ihn über den Gonsenheimer Torwart Maximilian Hinterkopf zu lupfen (78.).

Doch auch die Chancen der Gäste hatten es in sich. Pfosten, Latte und der fehlerfrei spielende Pütz schienen den hauchdünnen Vorsprung über die Zeit zu retten. Aber im Anschluss an einen Eckball drosch Stefano Pennella den Ball in letzter Minute passgenau an Freund und Feind vorbei ins Engerser Tor (90.).

So gab's wieder nur ein Punkt für den FVE. „Uns fehlt einfach das Spielglück. Die Mannschaft hat alles gegeben, wurde aber nicht belohnt für ihren großen Aufwand“, zeigte sich Watzlawik von dem späten Gegentor enttäuscht, stellte aber fest: „Es war ein richtig gutes Spiel von beiden Teams.“ Sein Gonsenheimer Kollege Keyhanfar war mit dem Resultat ebenfalls nicht zufrieden: „Wir haben in der zweiten Hälfte alles gegeben, tollen Fußball gezeigt, aber erst spät ein Tor erzielt. Wäre das 1:1 früher gefallen, hätten wir gewonnen. So haben wir zwei Punkte verschenkt.“

Von unserem Mitarbeiter Ludwig Velten

FV Engers - SV Gonsenheim 1:1 (1:0)

FV Engers: Pütz – Fink, Splettstößer, Eberhardt, Horz – Peifer, Finkenbusch – Fiege (80. Freisberg), Naric (85. Loulouga), Kremer - Wiersch (77. Kaiser).

SV Gonsenheim: Hinterkopf - Mustafa Yilmaz (77. Grundei), Beck, Hermann, Letz (46. Canizzo) - Pennella, Ahlbach, Bektasevic, Eba Eba - Dalmeida (46. Daya), Halil Ibrahim Yilmaz.

Schiedsrichter: Thorsten Braun (Saarbrücken). – Zuschauer: 160.

Tore: 1:0 Christian Wiersch (32.), 1:1 Stefano Pennella (90.).

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