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    Pfeddersheim

    Lediglich im Ergebnis ist die SG schlechter

    Auf fremden Plätzen der Fußball-Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar besitzt die SG Betzdorf das Image eines Prügelknaben. Auch im Pfeddersheimer Uwe-Becker-Stadion. Dort gingen die beiden Sanitäter im Vier-Augen-Plausch zum Beispiel davon aus, dass "wir heute bestimmt 5:0 gewinnen" und stellten nach 45 Minuten fest, dass "die doch gar nicht so schlecht" sind. Ja, die TSG Pfeddersheim gewann nach 90 Minuten gegen den Tabellenletzten. Mit 2:0, nicht mit 5:0 - vor allem jedoch mit wesentlich mehr Mühe als es sich der Wormser Stadtteil-Klub (inklusive der beiden Sanitäter) vorgestellt hatte. Wie schon einige Male in dieser Saison hätte sich bei dieser letzten Begegnung vor der Winterpause ein Betzdorfer Gegner nicht beschweren dürfen, wenn die Grün-Weißen einen Punkt mitgenommen hätten. "Ich habe ein sehr gutes Spiel meiner Mannschaft gesehen, die alles gegeben hat. Leider kam im Angriff häufig der letzte Pass nicht an", resümierte Betzdorfs Trainer Dirk Spornhauer.

    Dieses Kopfballduell entschied Betzdorfs Sven Houck gegen Steffen Litzel noch für sich. Klären konnte die SG die Situation allerdings nicht. Wenige Sekunden später ging Pfeddersheim mit 1:0 in Führung.  Foto: René Weiss
    Dieses Kopfballduell entschied Betzdorfs Sven Houck gegen Steffen Litzel noch für sich. Klären konnte die SG die Situation allerdings nicht. Wenige Sekunden später ging Pfeddersheim mit 1:0 in Führung.
    Foto: René Weiss

    Spornhauer hatte im Vorfeld der Partie noch vor der Gefahr der TSG bei Standardsituationen gewarnt. Bis zur 27. Minute hielten Sebastian Zimmermann, Maximilian Ermert und Co. im Zentrum alles vom Tor weg, aber dann klingelte es doch wieder einmal nach einem ruhenden Ball. Dennis Seyfert brachte einen Eckstoß von der rechten Seite hinein, Kevin Gotels Schuss klärte Sascha Cichowlas noch kurz vor der Linie, aber der zweite Ball von Sebastian Schulz führte das 1:0 nach sich. "Weil wir einmal zu weit vom Mann weg waren. Ansonsten stimmten Aufteilung und Ordnung", beobachtete Betzdorfs Coach. Vor allem Florian Jaeger verlieh dem defensiven Mittelfeld viel Stabilität und leitete auch einige Offensivbemühungen ein. Diese endeten jedoch meistens rund 20 Metern vor dem von Thorsten Müller gehüteten Pfeddersheimer Gehäuse. "Die Präzision fehlte und der Ball kam einige Male zu spät in die Mitte", beschrieb Spornhauer die große Schwäche im Spiel seiner jungen Mannschaft. Die behielt auch nach dem Gegentreffer den Kopf oben und war über weite Phasen des zweiten Abschnitts die aktivere Mannschaft. Die TSG setzte nach Wiederanpfiff durch Christopher Ludwig mit einem Freistoß (47.) und Enis Aztekin nach Vorlage des 1:0-Torschützen Schulz (49.), die jeweils an Philipp Klappert scheiterten, die ersten Ausrufezeichen, doch danach sahen rund 150 Zuschauer keinen großen Leistungsunterschied zwischen Heimelf und Schlusslicht.

    Betzdorf fehlte eigentlich lediglich in vorderster Reihe der entscheidende Tick. So stand der aufgerückte Maximilian Ermert nach einem Pass Fation Foniqs in aussichtsreicher Abschlussposition in der 63. Minute im Abseits, oder zehn Minuten später spekulierte Temel Uzun nicht, als Foniq links durchbrach und den Ball in die Mitte legte. "Wenn Temel in dieser Situation durchstartet, muss er nur noch den Fuß hinhalten", kommentierte Dirk Spornhauer. Uzun tat's nicht, sodass das Spielgerät am langen Pfosten vorbei ins Toraus anstatt zwischen den Stangen über die Linie rollte. Es ist ein Mann mit den Qualitäten eines inzwischen für die Kaiserslauterner Zweitliga-Reserve stürmenden Daniel Hammel, den die Betzdorfer auf dem Rasen in dieser Saison vermissen. In Pfeddersheim verfolgte der 22-Jährige seinen Ex-Klub. Dieser hätte ihn im Trikot und mit Fußballschuhen gut gebrauchen können.

    Dass die SG unmittelbar vor dem Schlusspfiff des guten Schiedsrichters Patrik Meisberger noch den zweiten Gegentreffer kassierte, hatte sie an diesem Nachmittag nicht verdient. Der ehemalige Ludwigshafener Stefan Litzel legte gegen aufgerückte Gäste für Sebastian Kaster vor, der den Ball mit einem Flachschuss ins lange Toreck beförderte. Apropos Ludwigshafen: Zur Arminia oder Hauenstein fehlt der TSG Pfeddersheim, den Samstag als Gradmesser genommen, doch einiges. Andererseits spielt man ja auch immer nur so gut, wie der Gegner es zulässt. Und Betzdorf ließ nicht viel zu. Zu Punkten reichte das trotzdem nicht.

    Von unserem Mitarbeiter

    René Weiss

    Pfeddersheim: Müller - Krist, Litzel, Klotz, Ludwig - Bräuner, Schittenhelm - Schulz, Seyfert (67. Kaster), Aztekin (79. Frey) - Gotel.

    Betzdorf: Klappert - Sahin, Ermert, Zimmermann, Stark - Jaeger, Houck - Cichowlas, Cimen - Foniq - Wäschenbach.

    Schiedsrichter: Patrik Meisberger (Schmelz).

    Zuschauer: 150.

    Tore: 1:0 Sebastian Schulz (37.), 2:0 Sebastian Kaster (90.).

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