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Idar-Oberstein

SC Idar-Oberstein: Auch die Säulen Henn und Schunck fallen aus

Sascha Nicolay

Im sprichwörtlichen Sinne auf dem Zahnfleisch geht der SC Idar-Oberstein in sein letztes Punktspiel 2017. Für das Heimspiel am Samstag (14.30 Uhr) gegen den SV Morlautern muss Murat Yasar wohl ohne acht planen. „Wir jammern nie, aber das ist jetzt schon ziemlich heftig“, findet der Coach. Neben den Langzeitverletzten Nico Schweig und Florian Galle muss der SC auf Michael Komarov (Sperre), Dennis Kaucher, Christian Henn, Thiago, Felix Ruppenthal (alle verletzt) und Christoph Schunck (privat verhindert) verzichten. Vor allem der Ausfall der Routiniers Christoph Schunck und Christian Henn schmerzt sehr. „Keine Frage, das sind zwei Säulen unseres Spiels“, bestätigt Yasar.

Alexander Davidenko (links) und sein SC Idar-Oberstein wollen ein hervorragendes Jahr mit einem Sieg gegen den SV Morlautern krönen. Allerdings muss der SC am Samstag auf eine ganze Reihe Spieler verzichten. Foto:  Joachim Hähn
Alexander Davidenko (links) und sein SC Idar-Oberstein wollen ein hervorragendes Jahr mit einem Sieg gegen den SV Morlautern krönen. Allerdings muss der SC am Samstag auf eine ganze Reihe Spieler verzichten.
Foto: Joachim Hähn

Angesichts einer derart komplizierten Personalsituation tut jeder Ausfall weh, und vor diesem Hintergrund erscheint die Rote Karte, die sich Michael Komarov in Engers beim Aufwärmen der Ersatzspieler hinter dem Tor eingehandelt hatte, besonders ärgerlich, zumal es Komarovs zweite unnötige Rote Karte binnen kurzer Zeit ist. Mitte November sah der Neuzugang vom FC Hohl beim 2:0-Auswärtssieg in Wiesbach in der Nachspielzeit fünf Minuten nach seiner Einwechslung wegen eines überharten Fouls Rot. Damals rügte Yasar, dass sich der Youngster cleverer verhalten müsse. Den Platzverweis in Engers sieht der SC-Coach allerdings differenzierter. Er erklärt: „Natürlich hätte Michael da einfach still sein können, andererseits hat er etwas gesagt, dass einen Oberliga-Schiedsrichter jetzt nicht wirklich angreifen sollte. Es war keine Beleidigung.“ Laut Yasar habe Komarov nach dem Elfmeterpfiff für Engers gerufen: „Das wird nicht mal in der Kreisklasse gepfiffen.“ So habe es auch im Spielbericht gestanden, verrät Yasar, ehe er festhält: „Außerdem haben außer Michel noch 15 Leute von uns geschrien. Dass der Schiri sich dann ausgerechnet Michael rausgepickt hat, finde ich ebenso absurd wie das Strafmaß von drei Wochen.“ Doch das Urteil ist gesprochen, Yasar muss mit den Spielern auskommen, die noch da sind – und tut das auch. „Ich habe volles Vertrauen in unseren Kader. Immer wenn Jungs aus der zweiten Reihe reingeworfen worden sind, dann haben sie auch überzeugt“, bestätigt der SC-Trainer.

Für Yasar ist die Partie gegen den SV Morlautern übrigens kein Revanchematch, aber eins, aus dem sein Team lernen sollte. Zur Erinnerung: Vor vier Wochen stürmte die Mannschaft von Trainer Karl-Heinz Halter das Haag-Stadion und gewann das Achtelfinalspiel im Verbandspokal nach einer eindrucksvollen Vorstellung 3:0. „Wir haben aus dieser Niederlage unsere Schlüsse gezogen. Wir müssen viel geordneter spielen.“ Allerdings sieht Yasar im Vergleich zur Pokalniederlage diesmal einen taktischen Vorteil für sein Team. „Wir müssen nicht anrennen. Wir haben 32 Punkte, Morlautern 19. Wir können sicher ein bisschen kompakter auftreten.“

Tatsächlich steht der SV Morlautern, der nach einer Niederlage im Viertelfinale gegen Wormatia Worms mittlerweile auch aus dem Verbandspokal geflogen ist, unter Druck. Das Halter-Team rangiert auf Platz 15 der Tabelle, einem potenziellen Abstiegsplatz. Der SC Idar-Oberstein kann nach dem Sieg in Engers dagegen richtiggehend beflügelt in dieses letzte Partie des Jahres gehen. „Wir wollen dieses tolle Jahr 2017 ein bisschen krönen, indem wir das letzte Heimspiel gewinnen. Das wäre perfekt vor unserer Weihnachtsfeier am Abend“, sagt Yasar.

Ausgetragen wird die Begegnung übrigens auf dem Kunstrasen des SC Idar-Oberstein. Der Rasen im Stadion hat so stark gelitten, dass die Partie verlegt worden ist. Yasar befürwortet den Wechsel der Belege: „Wir haben auf Kunstrasen noch nicht verloren. Wir fühlen uns als technisch gute Mannschaft auf diesem Belag wohl“, sagt der Coach. Gute Voraussetzungen also für die Punkte 33 bis 35 – auch wenn der SC-Kader stark zusammengeschrumpft ist.

Von unserem Redakteur Sascha Nicolay

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