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Emmelshausen

Traumtor von Lenz krönt traumhaften TSV-September

Der Tabellenzweite TSV Emmelshausen hat in der Fußball-Rheinlandliga beim 1:0 (0:0) gegen das Mittelmaß-Team SG Betzdorf den fünften Sieg in Serie eingefahren und damit alle Spiele im September gewonnen. Besser geht's nicht. Das galt auch für das Siegtor von Tobias Lenz in der 78. Minute.

Tobias Lenz (rechts) avancierte zum Matchwinner beim 1:0-Sieg gegen die SG Betzdorf um Rechtsverteidiger Ziyad Abdellaoui: Lenz gelang in der 78. Minute ein echtes Traumtor, er zwirbelte den Ball vom rechten Strafraumeck mit dem rechten Außenrist in den linken Torwinkel. Es war das erste Saisontor der Emmelshausener Offensivkraft. Foto: Wolfgang Schmidt
Tobias Lenz (rechts) avancierte zum Matchwinner beim 1:0-Sieg gegen die SG Betzdorf um Rechtsverteidiger Ziyad Abdellaoui: Lenz gelang in der 78. Minute ein echtes Traumtor, er zwirbelte den Ball vom rechten Strafraumeck mit dem rechten Außenrist in den linken Torwinkel. Es war das erste Saisontor der Emmelshausener Offensivkraft.
Foto: Wolfgang Schmidt

Der erste Durchgang verlief ausgeglichen. Die Betzdorfer griffen früh an, das schmeckte den Emmelshausenern gar nicht. „Das war von uns zerfahren, die Fehlerquote war zu hoch“, kritisierte TSV-Coach Julian Feit. Der Plan von seinem Betzdorfer Kollegen Marco Weller ging komplett auf: „Das war defensiv sehr gut, wir hatten den TSV gut im Griff.“ Torchancen waren auf beiden Seiten Mangelware, erst in der 45. Minute gab es die einzige richtig große Möglichkeit vor dem Seitenwechsel: Lenz streichelte aus halbrechter Position einen Freistoß aus 23 Metern aus seiner Sicht ans rechte Lattenkreuz.

Lenz wartete damit weiter auf sein erstes Saisontor – rund eine halbe Stunde Spielzeit später sollte es dann soweit sein: Nach einer Ecke klärten die Betzdorfer nur unzureichend, der aufgerückte Kapitän Nils Bast wollte einen hohen Ball mit links volley aus 20 Meter volles Risiko aufs Tor zimmern. Das ging voll daneben – wurde aber zur perfekten Vorlage. Basts „Schuss“ landete am rechten Strafraumeck, wo Lenz angerauscht kam und das Leder mit dem rechten Außenrist in den linken Torwinkel zwirbelte. Sein Trainer Feit hatte beste Sicht auf das 1:0 in der 78. Minute, er stand direkt in der Flucht bei Lenz' Schuss: „Ein Traumtor von Tobi, besser kann man den nicht treffen.“

Lenz war froh, dass seine Torflaute endlich beendet ist: „Ich konnte mir die Sprüche von Jones nicht mehr anhören.“ Jones ist Verteidiger Jonas Bersch, der bis zum zehnten Spieltag im internen Torjäger-Duell gegen den „Zehner“ Lenz mit 1:0 geführt hatte. Lenz wurde zum Matchwinner, für seinen Trainer war das Tor überfällig gewesen. „Durch eine fast perfekte zweite Halbzeit haben wir uns so ein Traumtor verdient“, meinte Feit: „Ab der 46. Minute haben wir angefangen, Fußball zu spielen, uns viel mehr bewegt und viel weniger Fehler gemacht. Wir waren so am Drücker, ich hatte zu jedem Zeitpunkt das Gefühl, dass wir das 1:0 machen können.“

In der 78. Minute war es wie gesagt soweit. Zuvor hätten Stevenson Dörr, der gegen den Pfosten köpfte, und Ufuk Kurt, der den Abpraller aus einem Meter am Tor vorbeisetzte (47.), sowie Marcel Christ, der zweimal freistehend an den Füßen des guten Betzdorfer Keeper Marvin Scherreiks scheiterte (58., 67.) das 1:0 machen können. Von den Betzdorfern kam offensiv überhaupt nichts in den kompletten 90 Minuten. Die Defensivleistung der Gäste ließ auch im zweiten Durchgang zu wünschen übrig. „Kein Vergleich zur ersten Hälfte“, wusste auch Coach Weller: „Wir haben das einfach nicht 90 Minuten auf den Platz bekommen, das ist auch unserer Personalsituation geschuldet. Aber ich muss auch sagen, dass wir nach der Pause zwei, drei Ausfälle im Team hatten, da kannst du bei so einem gefestigten TSV Emmelshausen nichts holen. Vor allem die Galligkeit und Giftigkeit aus der ersten Hälfte fehlten mir. Der Sieg des TSV ist deshalb verdient.“

Dass Wellers Innenverteidiger Mirkan Kasikci wegen eines Gerangels in der 75. Minute vom Platz flog und Betzdorf drei Minuten später in Unterzahl das 0:1 kassierte, war für Weller übrigens „nicht spielentscheidend“. Dennoch war es eine dumme Aktion von Kasikci, er erwies seiner SG einen Bärendienst.

Emmelshausen festigte nach dem goldenen September und nun 22 Punkten aus 10 Partien den zweiten Tabellenplatz. Der Sportliche Leiter Karl Hartmann hatte das übrigens alles schon vorher gewusst: „Ich habe den Jungs nach dem 2:4 in Eisbachtal Ende August gesagt, dass wir, wenn der September rum ist, 15 Punkte haben. Die dachten alle, ich meinte insgesamt, aber da habe ich ihnen gesagt: Nein, nein – alleine 15 Punkte im September.“ Hartmann sollte recht behalten, der TSV geht voller Euphorie in die englische Woche mit dem Auswärtsspiel am Mittwoch in Morbach und dem Heimspiel am Sonntag gegen Linz.

Michael Bongard

TSV Emmelshausen - SG Betzdorf 1:0 (0:0)

Emmelshausen: Börsch – Weber, Bast, Bersch, Hachenthal – Kowalski-Haberek, Etzkorn – Dörr (76. Gaida), Lenz, Christ (87. Henning) – Kurt (62. Vogt).

Betzdorf: M. Scherreiks – Abdellaoui, Kasikci, Yilmaz, Sahin – Jouni (79. Eleuch), Weber, Bayram, Semiz (63. Müller) – Berber, K. Scherreiks.

Schiedsrichterin: Christina Hehn (Niederwerth).

Zuschauer: 175.

Tor: 1:0 Lenz (78.).

Besonderheit: Gelb-Rot für Kasikci (Betzdorf, 75.).

Nächste Aufgabe für den TSV: am Mittwoch (19.30 Uhr) in Morbach.

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