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Andernach, Oberwinter

Andernach feiert ersten Saisonsieg – Glücklose Oberwinterer nun am Tabellenende

„Jetzt geht’s in die richtige Richtung!“ Verteidiger Kadir Mete Begen sprach aus, was im Lager von Fußball-Rheinlandligist SG 99 Andernach wohl alle dachten. Doch war das knappe 2:1 (1:0) gegen den TuS Oberwinter ein Zittersieg, da die Gäste in der Schlussphase drauf und dran waren, noch den Ausgleich zu erzielen.

Wie sich Oberwinter (rechts Mirco Koll) auch bemühte – am Ende ging das Derby in Andernach verloren. Während die SG 99 (links Jan Hawel) mit dem 2:1 ihren ersten Sieg feierte, rutschte der TuS auf den letzten Rang ab. Foto: Walz
Wie sich Oberwinter (rechts Mirco Koll) auch bemühte – am Ende ging das Derby in Andernach verloren. Während die SG 99 (links Jan Hawel) mit dem 2:1 ihren ersten Sieg feierte, rutschte der TuS auf den letzten Rang ab.
Foto: Walz

Letztlich reichte es für den ersten Saisonsieg für die Andernacher, auf den die Kicker aus Oberwinter indes noch warten müssen. Eine besonders dicke Umarmung für SG-Keeper Niklas Nett gab es nach dem Schlusspfiff von Trainer Franz Kowalski: Nett hatte in der Nachspielzeit mehrfach binnen weniger Sekunden Kopf und Kragen riskieren müssen: Ebrima Manneh, Thomas Enke, Jonas Jaber – alle Gästestürmer kamen nacheinander zum Schuss, doch Nett hatte jedes Mal noch die Hand am Ball, ehe dieser ganz am Tor vorbeizischte. „Vier, fünf Hundertprozentige hat er heute gehalten“, lobte Kowalski, der aber der ganzen Mannschaft großes Engagement attestierte: „Wir hatten gute Chancen im Spiel nach vorne und leidenschaftlich verteidigt.“

Dabei deutete viel auf eine ganz enge Kiste hin, da in Durchgang eins keine der beiden Mannschaften eine ihrer Chancen zu nutzen vermochte. Bei den Platzherren stand Jan Hawel mehrfach im Mittelpunkt des Geschehens, doch verpasste er die Hereingaben seiner Mitspieler Hakan Külahcioglu (30.) und Daniel Kossmann (33.) nur knapp, und das, wo man doch den bulligen Stürmer als jemanden kennt, der ein Näschen dafür hat, wo der Ball hinfliegt. So war es, nachdem die Gäste sich mit zunehmender Spieldauer dem Tor der SG 99 immer mehr angenähert hatten, ein umstrittener Elfmeter, der zur Führung führte: Külahcioglu und Yannick Schweigert lieferten sich ein Laufduell, bei dem zum Entsetzen des TuS Referee Alexander Müller auf Elfmeter entschied. Begen war’s egal, ob umstritten oder nicht, er vollstreckte humorlos – bereits das siebte Saisontor des Innenverteidigers. „Wer die Tore macht, ist egal, Hauptsache drei Punkte“, galt sein Fokus der Tabelle, in der die Andernacher von Rang 16 auf 13 sprangen.

„Dabei waren wir die aktivere Mannschaft“, befand Oberwinters Trainer Tomas Lopez, der auf Urlauber Fabian Groß und den erkrankten Julian Merken verzichten musste, während Deniz Öztürk angeschlagen nur auf der Bank saß. „Wir hatten es nicht verdient, als Verlierer vom Platz zu gehen. In den entscheidenden Situationen hat uns die Entschlossenheit gefehlt.“ Lopez dachte da vor allem an einen Torschuss Jonas Jabers kurz nach dem Seitenwechsel, den Nett im Nachfassen sicher hatte (47.).

Als kurz danach ein Heber von Daniel Kossmann zum 2:0 einschlug (51.), sollte damit die Partie noch nicht entschieden sein, zumal Andernach von den bis dahin 21 Gegentoren 14 in Durchgang zwei kassiert hatte. Oberwinter riskierte nun mehr, die rechte Seite wurde mit Mario Müller und Maurice Lefèvre neu belebt, und Müller markierte auch den 1:2-Anschlusstreffer, nachdem Tobias Nuhn zurückgelegt hatte (79.).

Nun geriet Andernach völlig ins Schwimmen, musste Ecke um Ecke überstehen und auch eine mehrminütige Nachspielzeit. „Es stand auf Messers Schneide“, gestand Kowalski, der durchaus noch Chancen auf eine höhere Führung gesehen hatte, etwa einen Lattentreffer von Ole Conrad in der 53. Minute. Conrad war neben Verteidiger Tim Hoffmann einer von zwei Neuen in der Andernacher Startelf. „Die Jungs haben im Training Gas gegeben. Diese Wechsel haben uns gutgetan“, freute sich Kowalski über das Engagement der zwei Eigengewächse.

Ganz bitter für Oberwinter war neben der Niederlage noch die Verletzung von Mario Müller, der in der Nachspielzeit nach einem Sturz draußen bleiben musste. Zudem rutschte man aufgrund des 5:1-Sieges von Windhagen über Neitersen auf den letzten Tabellenplatz ab. „Weiter arbeiten“ – zu Lopez‘ Ansage gibt’s für das Schlusslicht in der Tat keine Alternative. Matthias Schlenger

SG 99 Andernach - TuS Oberwinter 2:1 (1:0)

SG 99 Andernach: Nett – Heider, Schmitz, Kadir Mete Begen, Hoffmann – Neunheuser, Conrad – Külahcioglu (74. Tiede), Kim Kossmann (80. Urbatzka), Daniel Kossmann – Hawel (85. Zeneli).

TuS Oberwinter: Kauert – Schweigert (58. Müller), Münch, Koll, Nuhn – Klein (58. Lefèvre), El-Tahiri (67. Öztürk), Ebersbach, Manneh – Jaber, Enke.

Zuschauer: 200.

Schiedsrichter: Alexander Müller (Mendig).

Tore: 1:0 Begen (43., Foulelfmeter), 2:0 Daniel Kossmann (51.), 2:1 Müller (79.).

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