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Rhein-Lahn

Kreisliga A: Bernd Moos will dem Meister in die Suppe spucken

Wenn es eine Mannschaft gibt, die der SG Nievern/Fachbach noch in die Suppe spucken könnte, dann ist das der VfL Altendiez – und das im doppelten Sinne: Die stärkste Kreisliga-Mannschaft der Saison trifft innerhalb von sieben Tagen gleich zweimal auf den VfL: Im Kreispokalfinale am 9. Juni. Und eine Woche zuvor, an diesem Sonntag, im letzten Punktspiel der Kreisliga A. Die Partie auf dem Rasen am Lahnblick beginnt um 14.30 Uhr.

17 Mal hat Alex Rothweiler (rechts, im Zweikampf mit Katzenelnbogens Robin Okoro) schon für den VfL Altendiez ins Schwarze getroffen. Klappt's auch am Sonntag gegen den Meister SG Nievern? Foto: Andreas Hergenhahn
17 Mal hat Alex Rothweiler (rechts, im Zweikampf mit Katzenelnbogens Robin Okoro) schon für den VfL Altendiez ins Schwarze getroffen. Klappt's auch am Sonntag gegen den Meister SG Nievern?
Foto: Andreas Hergenhahn

Ungeschlagen Meister im Oberhaus werden: Seit der Aufstieg in die Bezirksliga Ost feststeht, hat sich die SG Nievern genau dieses Ziel gesetzt. Ist das überhaupt schon mal einem Team im Kreisliga-Oberhaus gelungen? Die Aufzeichnungen bei fussball.de gehen bis in die Saison 2002/03 zurück. Und nein, in dieser Zeit hat dieses Kunststück noch niemand fertig gebracht, wenngleich vier Teams mit nur einer Niederlage jeweils nah dran waren: FSG Altendiez (2004/05), SG Birlenbach (2006/07), SG Miehlen (2008/09), SG Osterspai (2013/14).

„Ungeschlagen die Saison zu beenden, wäre für uns noch einmal etwas ganz Besonderes“, sagt Nieverns Trainer Murat Saricicek. „Dafür werden wir am Sonntag alles geben.“ Und auch eine nicht ganz ernst gemeinte Formkrise will sich Saricicek nicht einreden lassen, nachdem sein Team zuletzt in drei Spielen „nur“ fünf Punkte holte. „Bei uns ist alles gut“, schmunzelt der SG-Trainer. „Wobei man bei den vielen Spielen, die wir zuletzt auch unter der Woche hatten, schon gemerkt hat, dass es ein bisschen an die Substanz geht.“

In dieser Woche war davon aber nichts zu merken: Mit einem 6:2-Sieg beim B-Klassen-Meister SG Reitzenhain machte Nievern den Einzug in das Kreispokalfinale perfekt, in dem man zum zweiten Mal innerhalb von sechs Tagen auf Altendiez treffen wird. „Das Ergebnis im Hinspiel war mit 3:2 recht knapp, aber da hätten wir den Job auch schon deutlich früher erledigen müssen“, sagt Saricicek, dessen Team aus seiner Sicht damals zu wenig aus den Torchancen gemacht hatte. „Ich ziehe den Hut vor der starken und konstanten Leistung der Altendiezer. Sie sind fußballerisch gut und spielen mit, das macht Spaß und liegt uns mehr. Schon das Hinspiel war ein tolles Spiel.“

Das bestätigen auch Zaungäste, die sich das Duell in Nievern angeschaut hatten. „Und ich finde sogar, dass wir in der ersten Halbzeit besser waren“, sagt Bernd Moos. Der VfL-Trainer hat sein Team in dieser Saison zur besten Ligaplatzierung seit zehn Jahren geführt. Altendiez ist mit 59 Punkten auf dem Konto starker Tabellendritter. Hätte man zuletzt bei den Niederlagen in Braubach und in Welterod nicht Punkte liegen gelassen, vielleicht wäre sogar Rang zwei noch möglich gewesen. Beim 3:1-Sieg in Arzbach in der Vorwoche fand das Team in die Erfolgsspur zurück.

Nur zu gerne würde man nun Nievern im Saisonfinale schlagen, am liebsten im Doppelpack. „Zunächst einmal herzliche Gratulation. Nievern war mit Abstand die beste Mannschaft der Klasse. Über die gesamte Saison war gegen Nievern nichts zu bestellen, aber in zwei einzelnen Spielen ist vielleicht etwas möglich. Wir wollen einen schönen Saisonabschluss.“

Dass Altendiez in dieser Saison so erfolgreich spielen konnte, macht Moos unter anderem an den guten Vorbereitungen in Sommer und Winter fest. „Da haben wir jeweils die Basis gelegt“, sagt der VfL-Trainer. „Die Trainingsbeteiligung war die gesamte Saison über konstant hoch. Dann kannst du auch sehr gut arbeiten.“ Über die Saison hinaus will Moos jedoch noch nicht schauen. „Jetzt konzentrieren wir uns erst mal auf die beiden noch anstehenden Spiele. Dann machen wir eine Pause. Und dann schauen wir weiter. Die Signale sind da, dass die Mannschaft weitestgehend zusammenbleibt. Und das Alter des Teams ist so, dass wir die Leistungsfähigkeit noch ausbauen können. Aber das ist noch nicht unser Fokus. Jetzt wollen wir erst mal Nievern schlagen.“

Der Blick auf die anderen Plätze

TuS Holzhausen – TuS Gückingen (So., 14.30 Uhr, Hinrunde 2:3): Beide haben eine gute Runde gespielt. Ob die Gückinger Tormaschine auch an der Bäderstraße auf Hochtouren läuft?

TuS Singhofen – SG Arzbach/Kemmenau (So., 14.30 Uhr, Hinrunde 1:7): Beim Ausstand der Arzbacher wird sicher auch etwas Wehmut herrschen. Der TuS hingegen kann die Runde noch einstellig abschließen.

TuS Katzenelnbogen/Klingelbach – TuS Nassau (So., 14.30 Uhr, Hinrunde 3:2): Die Nassovia ist trotz durchwachsener Saison bereits gerettet. Der TuS KK, der sich über Rückkehrer Robin Noppe freut, kann sich mit einem Heimsieg noch in die obere Tabellenhälfte schieben.

TuS Niederneisen – SG Birlenbach/ Balduinstein (So., 14.30 Uhr, Hinrunde 3:5): Die TuS geht in die Relegation und will demzufolge auf Betriebstemperatur bleiben, die SG ihrerseits hat den zweiten Abstieg in Serie nur mit äußerster Mühe verhindert.

SG Miehlen/Nastätten – SV Diez-Freiendiez (So., 14.30 Uhr, Hinrunde 1:2): Während die Kombinierten noch Rang fünf im Blick haben, geht es für den SV im Ehrlich darum, Platz acht zu verteidigen.

SV Eppenrod – SG Dahlheim/Prath (So., 14.30 Uhr, Hinrunde 3:4): Die Gäste von der Loreley fahren mit einem Bus in den Unterwesterwald und wollen sich gegen das Schlusslicht nicht noch einmal so quälen wie im ersten Vergleich.

FSV Welterod – SV Braubach (So., 14.30 Uhr, Hinrunde 0:5): Der FSV sucht seine kurzfristige sportliche Zukunft wegen zahlreicher anstehender Abgänge aus Gründen der Vernunft in der B-Klasse und gibt demzufolge nach zwölf erfolgreichen Jahren seinen Ausstand. An der Marksburg freut man sich hingegen über das dritte A-Liga-Jahr hintereinander. Stefan Nink

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