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Simmern

Sohren meldet sich mit Heimsieg zurück

Nach dem zweiten Spieltag in der Fußball-Kreisliga A Hunsrück/Mosel stehen vier Mannschaften mit der maximalen Ausbeute da. Der Spieltag im Überblick:

Gregor Lieber (in Weiß) und sein SV Oberwesel holten beim Lokalrivalen SG Niederburg/Biebernheim einen Punkt. 2:2 endete das Derby auf der Rheinhöhe.  Foto: Hermann-Josef Stoffel
Gregor Lieber (in Weiß) und sein SV Oberwesel holten beim Lokalrivalen SG Niederburg/Biebernheim einen Punkt. 2:2 endete das Derby auf der Rheinhöhe.
Foto: Hermann-Josef Stoffel

Spvgg Cochem – SG Braunshorn/Hausbay-Pfalzfeld 1:2 (1:0). "Wir hätten 3:1 oder 4:1 gewinnen müssen. Stattdessen stehen wir mit leeren Händen da", sagte Cochems Trainer Andreas Heyl. Sein Team habe das Spiel dominiert, habe sich viele Chancen erarbeitet, aber das Tor nicht getroffen. Braunshorn unterdessen sei dreimal gefährlich vor das Cochemer Tor gekommen und habe zweimal getroffen. Einmal übrigens in der dritten Minute der Nachspielzeit – als keines der Teams mehr mit einer Entscheidung gerechnet hätte. Auch nicht Braunshorns verletzter Spielertrainer Mirko Bernd. Der hatte auf einige Spieler verzichten müssen und im Laufe der Partie drei Leistungsträger verletzungsbedingt auswechseln müssen: "Vor dem Hintergrund kann ich nur den Hut vor den Jungs ziehen. Das war der glücklichste, aber auch mit der schönste Sieg, seit ich hier Trainer bin." Auch Bernd sah die Gastgeber stärker, sah ein Chancenplus und eine spielerische Überlegenheit im Mittelfeld. Am Ende waren beide Trainer irgendwie zufrieden mit dem, was sie gesehen hatten: Heyl die spielerische Dominanz, Bernd den unbändigen Willen seiner Elf, die Ausfälle zu kompensieren. Doch während der eine Aufsteiger mit sechs Punkten dasteht, hat der andere noch keinen Zähler. Da ist es ein schwacher Trost für Heyl, dass sein Kollege sagt: "In Cochem werden es auch Teams in Bestbesetzung schwer haben."

SG Moselkern/Müden – SV Binningen 4:1 (3:1). Es gibt sie, diese schwarzen Tage, an denen einfach gar nichts funktioniert. Einen solchen hatte Binningen beim Lokalderby in Moselkern erwischt und deswegen laut Trainer Jörg Bach auch vollkommen verdient verloren. Zwar hatte sich das Team zunächst von dem 59-Sekunden-Tor durch Stefan Schlüter nicht beeindrucken lassen und war schnell zurückgekommen, konnte aber spätestens nach dem 1:2 nicht mehr viel entgegensetzen. Bach wechselte zwar nach einer halben Stunde zweimal aus, sagte aber auch: "Eigentlich hätte ich an diesem Tag das halbe Team ersetzen müssen." Moselkern unterdessen ist mit zwei Siegen Spitzenreiter – zur Zufriedenheit von Coach Martin Zacharias. Der maß vor allem dem schön herausgespielten Treffer zum 3:1 kurz vor der Pause eine wichtige Bedeutung zu. "Danach haben wir gut und kompakt gestanden und nahezu nichts zugelassen." Erst nach dem 4:1, als die Partie endgültig gelaufen war, sei Binningen noch zu der einen oder anderen Chance gekommen.

FC Karbach II – SG Laudert/Lingerhahn 1:3 (0:3). Pure Begeisterung schwang in der Stimme von Lauderts Trainer Rainer Kunz mit, als er den Verlauf der ersten Halbzeit schilderte. "Das waren die besten 45 Minuten, die ich als Trainer von Laudert erlebt habe", schwärmte er. Sein Team habe den Ball laufen lassen, über die Außenpositionen gespielt und sich eine Menge Chancen erarbeitet. Drei davon waren drin, so dass die Partie zur Pause schon gelaufen war. Die Gastgeber unterdessen hatten überhaupt nicht in die Partie gefunden. "Unsere Abwehr wusste überhaupt nicht, was sie machen sollte", sagte Spielertrainer Reyad David. Durch Verletzungen hatte er einige Umstellungen vornehmen müssen, die das Gefüge derart durcheinander gewirbelt hatten, dass nichts mehr funktionierte. Am Ende, da waren sich alle einig, war der Sieg absolut verdient. "Ich bin natürlich enttäuscht, aber es geht weiter", bilanzierte David.

SG Niederburg/Biebernheim – SV Oberwesel 2:2 (0:0). Vor dem Spiel wäre Oberwesels Spielertrainer Christoph Braun mit einem Punkt im Derby nicht zufrieden gewesen, nach dem Spiel musste er es sein. Vor allem deswegen, weil sein Team zweimal in Rückstand geraten war und am Ende sogar noch Glück hatte. Beim Stand von 2:2 konnte Niederburg einen Lattenschuss verbuchen – von dem zumindest deren Trainer Patric Muders behauptete, dass er von der Unterkante hinter die Linie flog: "Dem Schiedsrichter kann ich keinen Vorwurf machen, aber der Linienrichter muss das sehen." Beim Stand von 1:0 für die Gastgeber gab es ein Foul an Braun, das der Schiedsrichter nicht sah, aber auf das Winken des Linienrichters hin pfiff. Zurecht – da waren sich beide Trainer einig. Zum Spiel: Die erste Hälfte dominierte Oberwesel gegen tief stehende Niederburger. Nach der Pause gestaltete sich die Partie offener und ausgeglichener. Zweimal ging Niederburg in Führung, zweimal schafften es die Gäste nachzuziehen. Vor allem dank Braun, der beim 2:2 seine individuelle Klasse aufblitzen ließ. "Wir hatten ihn die meiste Zeit im Griff, aber das hat er schon gut gemacht", musste Muders neidlos anerkennen.

SG Bremm – SG Boppard/Bad Salzig 4:0 (3:0). Zwei Spiele, zwei Niederlagen – die Aufstiegseuphorie beim Aufsteiger Boppard scheint verflogen. Doch auch dieses Mal gab es aus Sicht von Spielertrainer Hanifi Agirdogan gute Gründe für die deutliche und verdiente Klatsche: Gleich sieben Spieler waren ihm ausgefallen – urlaubs-, verletzungs- und berufsbedingt. "Das können wir gegen eine qualitativ so gut besetzte Mannschaft wie Bremm nicht auffangen", sagte er. Die Gastgeber hatten durch die Rückkehr der Urlauber zu alter Stärke zurückgefunden und vor allem in den ersten 30 Minuten guten Kombinationsfußball gezeigt. "Ich glaube, Boppard hatte nicht eine Chance", sagte der verletzte Bremmer Spieler Sascha Schmitz. Das sah Agirdogan etwas anders. Er selbst hatte per Kopf getroffen. Abseits. Zurecht, so Schmitz. Zu Unrecht, meinte der Bopparder. Zudem sei seinem Team ein Elfmeter verwehrt worden. Aber am Ende musste der Gästecoach sich eingestehen, dass der Bremmer Sieg absolut verdient war. "Für uns ist es natürlich bitter. Wir stehen mit null Punkten da."

SG Sohren/Niedersohren/Büchenbeuren – SG Mörsdorf/ Bell/Buch/Mastershausen 3:0 (1:0). Der Sohrener Sieg trat wegen einer schweren Verletzung des A-Jugendspielers Tristan Gutenberger in den Hintergrund. Der war gerade einmal fünf Minuten auf dem Platz, als er beim Kampf um den Ball aus einem Meter Höhe auf die Hüfte knallte. Was zunächst noch relativ harmlos aussah, mündete in einem Einsatz von Rettungswagen und Hubschrauber. "Ihm hat auf einmal der Kreislauf versagt und da musste natürlich gehandelt werden", sagte Sohrens Trainer Ingo Hubert. Er hofft, dass sein Nachwuchsspieler keine Hüftfraktur erlitten hat. Fußball wurde aber auch noch gespielt. Zumindest auf Seiten der Gastgeber.

Denn mit Fußball hatte das, was die Gäste ablieferten, laut Mörsdorfs Trainer Kay Nell nicht viel zu tun: "Ohne Leidenschaft, ohne Kampf, einfach nur katastrophal." Sohren erarbeitete sich schon vor dem Führungstreffer gute Möglichkeiten. "Das 1:0 war dann glücklich, weil der Ball nach einem Freistoß so versprungen ist, dass der Torwart nicht mehr ran kam", sagte Hubert. Der hatte kurzfristig auf Andreas Herdt zurückgreifen können – und damit die Offensive belebt. "Unter der Woche wird es Konsequenzen geben", kündigte Nell an. Sina Ternis

Fußball-Kreisliga A Hunsrück/Mosel
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