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Rheinböllen

TuS Rheinböllen deklassiert den SV Oberwesel

Markus Wagner

In der Fußball-Bezirksliga gewann der TuS Rheinböllen im Derby gegen den SV Oberwesel mit 6:0 (2:0). „Ich habe, glaube ich, schon mehr als 20 Mal gegen einen meiner Ex-Vereine gespielt. Dazu gehört auch Rheinböllen. Das ist für mich also nix Besonderes mehr,“ sagte SV-Trainer Peter Ritter unter der Woche vor der Partie. Das Ergebnis und der Spielverlauf, insbesondere zum Saisonauftakt, waren es dann nach dem Schlusspfiff mit Sicherheit doch. „Es war schon kurios. Das Ergebnis täuscht über die ausgeglichenen ersten 35 Minuten hinweg“, gab Ritter nach der Partie zu Protokoll und hatte Recht.

Der SV Oberwesel und Max Engel am Boden: Am ersten Spieltag ging der SVO im Rhein-Hunsrück-Derby beim TuS Rheinböllen (von links mit Nils Vogt und Nicolas Klinck) mit 0:6 unter. Foto: hjs-Foto
Der SV Oberwesel und Max Engel am Boden: Am ersten Spieltag ging der SVO im Rhein-Hunsrück-Derby beim TuS Rheinböllen (von links mit Nils Vogt und Nicolas Klinck) mit 0:6 unter.
Foto: hjs-Foto

In der vorgenannten Spielphase neutralisierten sich beide Teams weitestgehend. Das dürfte insbesondere daran gelegen haben, dass sie geordnet aus der Defensive agierten und im Angriffsspiel ein überschaubares Risiko eingingen, um einen Rückstand zu vermeiden. Die Partie änderte sich dann zehn Minuten vor der Pause schlagartig. TuS-Spieler Tim Flesch drückte nach einem umstrittenen Freistoß letztendlich den Ball mit dem Kopf zur 1:0-Führung über die Linie. Wenige Minuten später sollte dann der erste große Auftritt von TuS-Neuzugang Iljaz Gubetini (kam in der Sommerpause aus Oberwesel) folgen. Dieser verwertete im Strafraum ein gutes Anspiel von Luca Hankammer aus dem Halbfeld zum 2:0. Dabei hatte er mit einer geschickten Körpertäuschung die Oberweseler Abwehr nicht gut aussehen lassen und aus elf Metern getroffen.

Noch bevor Ritter auf den neuen Spielstand reagieren konnte, musste er dann seinen Kapitän Christoph Fahning mit Verdacht auf Bänderriss im Fuß auswechseln. In der ersten Viertelstunde nach Wiederanpfiff erhöhten beide Mannschaften das Tempo, zwingende Chancen blieben aber aus. Das 3:0 besorgte dann wieder Gubetini, den gleich mehrere Gästespieler nicht vom Ball trennen konnten: Aus 20 Metern hämmerte er die Kugel schließlich in den rechten Winkel.

Die Partie war eine halbe Stunde vor dem Ende gelaufen. In der Folgezeit spielten sich die Gastgeber in einen Rausch, auf der Gegenseite hingegen klappte so gut wie nichts mehr. Die Zuschauer konnten dann bei herrlichem Sommerwetter noch einige schöne Tore bejubeln: Alex Kuznecov traf ähnlich wie Gubetini zuvor zum 4:0, nur aus halblinker Position. Tim Flesch vollendete eine tolle Kombination über mehrere Stationen aus zwei Metern zum 5:0, die finale Flanke hatte der eingewechselte Nico Merg gegeben. Dieser besorgte auch den letzten Treffer zum 6:0, nachdem er einen Steilpass von Andreas Herdt souverän veredelte. „Wir haben kaum Chancen zugelassen. Das war unser Ziel“, freute sich der neue TuS-Coach Reyad David nicht, wie vielleicht zu erwarten gewesen wäre, hauptsächlich über die vielen Treffer. „Wir dürfen jetzt keinen Höhenflug bekommen“, sagte er abschließend warnend.

„Rheinböllen hat individuelles Potenzial und war uns spieltechnisch überlegen, sie waren zudem sehr effektiv“, resümierte Ritter die Partie nach dem Führungstor. Starke Geste übrigens von den TuS-Spielern vor der Partie beim Aufwärmen. Diese trugen auf ihren Shirts die Nummer 31. Die gehört Enrico Adams, der nach einem schweren Autounfall vor einigen Wochen derzeit nicht mitwirken kann, als Zuschauer aber vor Ort war.

Von unserem Mitarbeiter Markus Wagner

TuS Rheinböllen - SV Oberwesel 6:0 (2:0)

Rheinböllen: Reifenschneider – Pira, D. Flesch, Kuznecov, Klinck (46. Merg), Aquila, T. Flesch, Radic, Vogt, Hankammer (69. Herdt), Gubetini (73. Czarnecki).

Oberwesel: Hanß – Strunk, C. Jäckel, Bittner, Engel (74. J. Stüber), C. Fahning (45.+6 Mitchard), Schäfer, Reiner (60. Stüber), S. Fahning, Hohl, T. Jäckel.

Schiedsrichter: Luca-Alessandro Schramm (Herold).

Zuschauer: 350.

Tore: 1:0 und 5:0 T. Flesch (35. und 68.), 2:0 und 3:0 Gubetini (43. und 57.), 4:0 Kuznecov (62.), 6:0 Merg (82.).

Beste Spieler: D. Flesch, Kuznecov, Gubetini – C. Fahning.

Nächste Aufgabe für Rheinböllen: am Sonntag (14.30 Uhr) bei Anadolu Spor; für Oberwesel: am Sonntag (15 Uhr) gegen Gönnersdorf.

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