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Hoppstädten-Weiersbach

Wichtigste Nachricht: Heinrich macht weiter – Die SG Hoppstädten-Weiersbach in der Vorbereitung

Sascha Nicolay

Die Vorbereitung läuft auch bei der SG Hoppstädten-Weiersbach. Es ist die erste nach fünf Jahren, in der sich die Mannschaft aus dem Doppelort für eine Runde in der Landesliga präpariert. Damals – in der Saison 2013/2014 – schwang Eloy Campos das Trainerzepter, schaffte mit seinem Team den Klassenverbleib allerdings nicht. Das soll diesmal natürlich anders werden; nach der Meisterschaft in der vergangenen Bezirksligasaison peilt die SG Hoppstädten-Weiersbach den Nichtabstieg in der Landesliga an. Eloy Campos ist noch immer beziehungsweise wieder dabei, wenn auch nicht in Verantwortung, sondern „nur“ als Spieler. Coach ist bekanntlich Jörg Marcinkowski, und dem Meistertrainer soll nun auch das Kunststück gelingen, die SG mindestens zwei Jahre in Folge in der Landesliga zu halten.

Thorsten Heinrich wird noch eine weitere Saison de Torwarthandschuhe für die SG Hoppstädten-Weiersbach anziehen. Der Held seiner Tochter bleibt er bestimmt ewig.  Foto: Joachim Hähn
Thorsten Heinrich wird noch eine weitere Saison de Torwarthandschuhe für die SG Hoppstädten-Weiersbach anziehen. Der Held seiner Tochter bleibt er bestimmt ewig.
Foto: Joachim Hähn

Das hat zuletzt Hans-Jürgen München geschafft, der mit dem TuS Hoppstädten in den Spielzeiten 2010/11 und 11/12 in der Landesliga spielte. Martin Mayer hielt den SV Weiersbach, den anderen Verein, aus dem die aktuelle Spielgemeinschaft gebildet ist, sogar vier Jahre in Folge in der Landesliga, nachdem er mit dem SVW sogar vorher zwei Jahre Verbandsliga gespielt und zuvor drei weitere Jahre als Landesligacoach Verantwortung trug. Überhaupt endete 2009 eine Ära von 21 Jahren, in der der SVW Landesliga und höher gespielt hatte.

Ziel: Klasse halten

Doch das waren andere Zeiten – für die SG Hoppstädten-Weiersbach steht nun, am 1. August, mit dem Derby gegen den VfR Baumholder, der zweite Landesliga-Start in ihrer noch jungen Spielgemeinschaftsgeschichte auf dem Programm – und darauf bereitet Jörg Marcinkowski das Team vor.

Wie so viele Fußballtrainer im Kreis Birkenfeld ist Marcinkowski mit dem bisherigen Vorbereitungsverlauf nicht uneingeschränkt einverstanden. Verletzungen, kleinerer oder größerer Art, sowie Urlaube machen es dem erfahrenen Fußballlehrer schwer, das Training durchzuziehen. „Wir machen das Beste aus der Situation“, sagt Marcinkowski, ehe er die bisherige Vorbereitung als „schleppend“ zusammenfasst. Marcinkowski, der als akribischer Trainer mit fast professionellem Ansatz gilt, lässt sich deshalb aber nicht etwa die Laune verderben. Der Coach wirkt im Gespräch über die Saisonvorbereitung alles andere als missmutig, ist voller Tatendrang und absolut bereit, die Gegebenheiten anzunehmen. Das heißt freilich nicht, dass er zufrieden damit ist, in den bisherigen Trainingseinheiten nur zwischen zehn und 14 Feldspieler zu bewegen. „Wir können im Moment eigentlich nur schauen, den Fitnesszustand der Mannschaft auf Vordermann zu bringen, aber ein Spiel auf einem großen Feld oder gar taktischer Feinschliff ist fast nicht möglich“, erklärt er.

Dass Marcinkowski trotzdem Gelassenheit ausstrahlt, dürfte daran liegen, dass er einzuschätzen weiß, warum die Trainingssituation so ist, wie sie ist. Da wäre zunächst einmal die veränderte Kadersituation, die sich auf den ersten Blick beinahe schlechter darstellt als in der Bezirksliga-Meisterschaftssaison. Vier Abgängen stehen nur zwei Zugänge gegenüber. „Abgesehen von ihrer Qualität waren Dominik Pfingst, Chris Maul oder Timo Heup, die uns verlassen haben, sehr trainingsfleißig“, erklärt Marcinkowski und folgert: „Obwohl auch unsere Zugänge, Maik Winter und Iven Jank immer da sind, haben wir für den Trainingsbetrieb sehr wichtige Akteure verloren. Das konnten wir so nicht auffangen.“

Die schon angesprochenen Urlaube und kleineren Verletzungen verdünnen die Spielerdecke fürs Training weiter. Nicos Georgiadis ärgert sich mit einer Innenbanddehnung und Eloy Campos mit muskulären Problemen herum. Noch kein Thema sind zudem natürlich die Langzeitverletzten. Maximilian Ding braucht nach seinem Kreuzbandriss noch Zeit, während Jochen Hornberger nach seinem Bandscheibenvorfall immerhin schon Lauf- und Stabilisationsübungen machen kann. Marcinkowski fasst zusammen: „Unser Kader für die Landesliga umfasst final 20 Mann – aber die habe ich noch nicht gesehen. Der Trainer stellt aber auch klar: „Mit Verletzungen und dass unzählige Spieler im Kurzurlaub sind, muss man bei uns leben.“

Früher Start ist „relativ brutal“

Durchaus problematisch ist in diesem Zusammenhang auch der überraschend frühe Saisonstart in der Landesliga. Marcinkowski war am Ende der abgelaufenen Runde noch davon ausgegangen, dass die neue Spielzeit am 12. August beginnen würde, aber weil die Landesliga diesmal mit 17 Vereinen spielt, wurde der Start nach vorne gezogen. „Relativ brutal“, findet Marcinkowski, dem so nur knapp viereinhalb Wochen Saisonvorbereitung zur Verfügung stehen, in denen auch noch ein Großteil des kleinen Kaders nicht regelmäßig an den Einheiten teilnehmen kann.

Der Coach sieht die Situation aber pragmatisch und sagt: „Wichtig ist, dass an den Spieltagen die Spieler, die konkurrenzfähig sind, zur Verfügung stehen.“ Der Fußballlehrer kann seinem kaum veränderten Kader im Übrigen durchaus Positives abgewinnen kann. „Ich brauche nicht viele Spieler zu integrieren. Viele Abläufe bleiben gleich“, erklärt er. Marcinkowski macht aber keinen Hehl aus seiner Ansicht, dass die SG Hoppstädten-Weiersbach ihren Kader verändern, vergrößern und auch verjüngen muss, wenn sie konkurrenzfähig bleiben will. „Perspektivisch muss die SG sehen, dass sie Spieler bekommt. Sie muss die Angel auswerfen und sich breiter aufstellen“, erklärt er.

Immerhin – eine große Sorge ist der Trainer los. Torwart Thorsten Heinrich, der eigentlich nach der Bezirksligameisterschaft aufhören wollte, hängt noch eine Spielzeit dran. „Er hat sich dankenswerterweise noch einmal zur Verfügung gestellt“, freut sich Marcinkowski und betont: „Es ist nicht leicht, einen Torwart zu finden, der über seine Qualität, dauerhaft in der Landesliga zu spielen, verfügt. Insofern war es für uns wichtig, dass Thorsten weiter macht.“

Vier Vorbereitungsspiele stehen für die SG Hoppstädten-Weiersbach noch auf dem Programm. Am Sonntag (15.30 Uhr) in Nohen gegen den TuS Landstuhl, am kommenden Samstag auf dem Sportfest der SG Unnertal gegen den VfR Baumholder, am Sonntag darauf in Schwollen gegen den SV Morbach und am Freitag darauf (27. Juli) beim eigenen Sportfest gegen den TuS Hackenheim.

Vier Testspiele noch, ehe es am Mittwoch, 1. August, ernst wird und mit dem Derby zu Hause gegen den VfR Baumholder die Mission Klassenverbleib beginnt.

Von unserem Redakteur Sascha Nicolay

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