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Bingen

Binger und Bad Kreuznacher holen Partie nach: Die Hassia geht mit offenem Visier ins Derby

Christoph Erbelding

Stadionromantik statt trister Kunstrasenplatzatmosphäre, Sonnenstrahlen statt klirrender Kälte: Wenn die Fußballer von Hassia Bingen und Eintracht Bad Kreuznach Mittwochabend um 19.30 Uhr zur Neuauflage des Derbys in der Verbandsliga antreten, wird vieles anders sein als noch am 2. März.

Das tat weh: Eintrachtler Yannik Wex (im Vordergrund) geht im Derby bei Hassia Bingen zu Boden. Zu diesem Zeitpunkt schneite es am Hessenhaus am 2. März noch moderat, kurz darauf wurde das Wetter heftiger. Minuten später war der Platz unbespielbar. Die Partie wurde abgebrochen und wird nun nachgeholt. Foto: Klaus Castor
Das tat weh: Eintrachtler Yannik Wex (im Vordergrund) geht im Derby bei Hassia Bingen zu Boden. Zu diesem Zeitpunkt schneite es am Hessenhaus am 2. März noch moderat, kurz darauf wurde das Wetter heftiger. Minuten später war der Platz unbespielbar. Die Partie wurde abgebrochen und wird nun nachgeholt.
Foto: Klaus Castor

Damals war die Partie auf dem zugig gelegenen Nebenplatz am Hessenhaus nach 19 Minuten abgebrochen worden. Heftiger Schneefall hatte ein Weiterspielen unmöglich gemacht. Nun wollen die Binger und Bad Kreuznacher Verpasstes nachholen und nach dem 3:2-Sieg der Hassiaten im Hinspiel den direkten Vergleich vervollständigen.

Tabellarisch sind die Rollen klar verteilt. Hassia Bingen kämpft um den Aufstieg, wird in den kommenden Wochen versuchen, den zweiten Platz zu verteidigen, im besten Fall soll sogar noch der Sprung auf Rang eins gelingen. Die Eintracht (7.) muss immer noch leicht nach unten blicken, sieben Punkte Vorsprung auf die gefährliche Zone bilden aber ein recht beruhigendes Polster. Was der Eintracht Mut macht: Sie kann mit mehr Rückenwind ins Derby gehen. Zwar reichte es gegen den Tabellendritten FC Speyer nach einer 3:1-Führung nur zu einem 3:3, das war aber allemal besser als das 0:3, das sich die Hassia beim SC Hauenstein abholte. Nelson Rodrigues, der Trainer der Hassiaten, will die jüngsten Resultate allerdings nicht überbewerten: „Das waren ganz andere Situationen, ganz andere Spiele. So ein Derby läuft immer noch mal anders ab. Ich freue mich darauf.“

Gleichwohl: Respekt hat der Coach der Binger vor der SGE. Er hat sich das 3:3 gegen den FC Speyer angeschaut. „Die Eintracht hat sehr gut organisiert gespielt, hätte das 4:1 machen müssen. Dann hat Speyer binnen fünf Minuten mal kurz aufgedreht, und am Ende hätte es sogar 3:4 stehen können. Mir hat der Auftritt von Bad Kreuznach dennoch gefallen“, lobt Rodrigues die Eintracht. Sein Trainerkollege Patrick Krick gibt das Kompliment zurück: „Die Hassia hat gegen Zeiskam und auch gegen Alzey bewiesen, dass sie in Spiele zurückkommen, sich in Partien reinkämpfen kann. Und die individuelle Qualität der Binger ist ja bekannt. Mit Enes Softic und Fabian Liesenfeld haben sie zwei der fünf besten Verbandsligaspieler in ihren Reihen.“ Krick spielt auf zwei Binger Partien an, die wellenartig verliefen. Gegen RWO Alzey (3:2) kassierte die Hassia zweimal den Ausgleich, gegen Jahn Zeiskam (5:2) lag sie zweimal zurück. Beide Male und auch in Hauenstein begannen die Binger verhalten, während es die Eintracht zuletzt geschafft hat, dominant aufzutreten. Dem will Rodrigues einen nun ebenfalls forschen Auftritt entgegensetzen: „Die Fans können sich darauf einstellen, dass wir mit offenem Visier spielen werden.“ Es wird interessant sein zu beobachten, wie die Eintracht darauf reagiert. „Das Spiel gegen Speyer hat Kraft gekostet“, betont Krick. Die SGE wird darauf bedacht sein, nicht zu überdrehen.

Personell hat sich bei der Hassia im Vergleich zum Derby gegen RWO Alzey vor knapp zwei Wochen einiges getan – im negativen Sinn. In Fabien Spreitzer, Jannik Persch, Mükerem Serdar und Christopher Lind fallen wohl vier Akteure aus, die damals zum Kader zählten, drei standen gar in der Startelf. Auch Dominik Bäcker, der zur kommenden Saison zur Eintracht wechselt, muss mit seinem Muskelfaserriss passen, hinzu kommen die Langzeitverletzten Sascha Kraft und Andy Schröder. „Das sind schon einige Namen, aber wir haben einen großen Kader, um das aufzufangen“, erläutert Rodrigues.

Die Eintracht geht ohne Stand-by-Spieler René Mecking in die Partie. Eventuell fehlt auch Daniel Pflüger, dessen Herzrhythmus nach Beschwerden am Wochenende untersucht wurde. Zwar waren alle Werte in Ordnung, eventuell setzt Pflüger trotzdem noch mal aus. Alexandru Baltateanu kehrt nach seiner Sperre zurück, auch Angreifer Niklas Paulus ist eventuell wieder einsatzbereit.

Von unserem Redakteur
Christoph Erbelding

Personalia bei SGE und Hassia: Darcan-Entscheidung frühestens nach dem Derby, Binger binden A-Jugendlichen

Verlängert Deniz Darcan, oder verlässt der Kapitän den Fußball-Verbandsligisten SG Eintracht Bad Kreuznach? Diese Frage beschäftigt das Umfeld des ehemaligen Zweitligisten, denn Darcans Entscheidung dürfte eine Signalwirkung haben, in welche Richtung auch immer.

Die Eintracht-Trainer Patrick Krick (rechts) und Dimitri Mayer (sitzend) hoffen darauf, dass Kapitän Deniz Darcan an Bord bleibt.
Die Eintracht-Trainer Patrick Krick (rechts) und Dimitri Mayer (sitzend) hoffen darauf, dass Kapitän Deniz Darcan an Bord bleibt.
Foto: Christoph Erbelding

„Vor dem Bingen-Derby wird sich sicherlich nichts mehr tun“, erläutert SGE-Trainer Patrick Krick. Danach dürfte die Entscheidung dann fallen. Neben Darcan sind auch Beytullah Kurtoglu, Bahri Bayir und Alexandru Baltateanu noch unentschlossen, ob sie weiter für die SGE spielen wollen. Für eine weitere Spielzeit zugesagt haben Pascal Missal, Henrik Sperling, Niklas Schneider, Niklas Paulus, Fabian Scheick, Nils Flühr und Daniel Pflüger.

Im Tor will die SGE auf Zugang Pascal Pies (kommt von der SG Hüffelsheim), Romano Tullius und Mark Becker setzen. Über die aktuelle Nummer eins, Torwarttrainer Harald Czyzewski, sagt Krick: „Harry will seine Laufbahn definitiv beenden. Er wird in der kommenden Saison nur noch in absoluten Notfällen auflaufen. Er wäre unser Torhüter Nummer vier.“

Hassia Bingen hat derweil A-Junior Justin Siems mit einem Vertrag für die kommende Saison ausgestattet. Der Offensivakteur kam in dieser Spielzeit bereits einmal zum Einsatz, beim 5:4 in Rüssingen am 16. August wurde er eingewechselt. „Justin ist eines der größten Talente in der Region in den letzten sechs, sieben Jahren“, schwärmt Hassia-Coach Nelson Rodrigues. ce

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