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Kreis Bad Kreuznach

Holt ein Konkurrent die Waldböckelheimer Serientäter noch ein?

Lukas Erbelding

Kreis Bad Kreuznach. Im letzten Teil der Serie zur Fußball-A-Klasse Bad Kreuznach dreht sich alles um den Aufstiegskampf. Die ersten sechs Mannschaften haben allesamt noch beste Chancen, am Ende auf den ersten beiden Plätzen zu landen.

Mit einem neuen Trainer startete der VfL Simmertal (Platz sechs, 29 Punkte) in die Saison. Kay Warkus übernahm von Junus Mustafalic. Vor allem in seinen Heimspielen wusste der VfL zu überzeugen, holte auf dem Flachsberg 23 Zähler. „Zu Hause haben wir bis auf zwei Spiele alles mitgenommen. Auswärts haben wir nicht so gepunktet, wie wir uns das vorgestellt haben“, erklärt Warkus. „Wir haben uns eigentlich mehr vorgenommen. In der Fremde hat uns manchmal das Quäntchen Glück gefehlt.“ Dennoch sind die Simmertaler noch auf Tuchfühlung. „Wir haben noch nicht aufgegeben und wollen so lange wie möglich Druck machen. Wenn die anderen Mannschaften Punkte liegen lassen, wollen wir parat sein“, sagt der Coach, der an die Qualität seiner Schützlinge glaubt: „Rang zwei muss das Ziel sein mit einer solchen Mannschaft. Wir haben eine überragende Truppe, auch das Gefüge passt. Doch wir müssen unsere Leistungen konstant auf den Platz bringen.“ Genau diese Abgeklärtheit hat Warkus bei der TuS Waldböckelheim, dem aktuellen Primus, erkannt. Der VfL-Übungsleiter lobt: „Die Waldböckeleimer stehen gut, lassen wenig zu und gewinnen auch mal dreckige Spiele. Das blieb uns bisher vergönnt.“

Vergangene Saison musste der VfL Sponheim (Platz fünf, 30 Punkte) um den Klassenverbleib zittern. „Da wären wir beinahe abgestiegen. Unser Ziel war es deshalb, nichts mehr mit dem Abstieg zu tun zu haben. Das ist uns gut gelungen“, sagt Sponheims Trainer Benjamin Rubröder und ergänzt: „Wir haben eine gute Qualität im Team. Gerade unser Beginn war sehr gut. Gegen Ende ist uns etwas die Luft ausgegangen.“ Bei der Kaderzusammenstellung achteten Rubröder und sein Trainerkollege Sebastian Grünewald besonders darauf, wie die Spieler charakterlich zusammenpassen. Auch im Bereich Zusammenhalt sind die Sponheimer auf einem guten Weg. „Die Geschlossenheit ist super. Unsere neuen Spieler haben sich direkt integriert“, erläutert Rubröder. In der Aufstiegsfrage glaubt der VfL-Trainer, dass vor allem die Tagesform entscheidend sein wird. „Ich glaube, dass wir von der Konstanz her noch nicht so weit sind. Das Potenzial ist aber vorhanden, an einem guten Tag können wir vieles abrufen. Wir wollen einfach oben dranbleiben und uns in den Spitzenspielen besser präsentieren“, kommentiert Rubröder, der sein Trainerengagement beim VfL nach dieser Saison beenden wird – wir berichteten. „Es ist eine schöne Zeit, die ich im Sommer gerne positiv abschließen würde“, sagt der VfL-Übungsleiter.

Viele Änderungen gab es bei der SG Guldenbachtal, die aus dem Zusammenschluss der SG Guldental mit der SG Steyerbachtal entstanden ist. Die Beteiligten haben jedoch sowohl neben als auch auf dem Platz schnell zueinander gefunden, wie Position vier beweist. „Wir sind zufrieden. Nach der Fusion haben wir nicht gedacht, dass das so schnell funktioniert. Doch das war vom ersten Tag an top. An der Trainingsbeteiligung und an den Resultaten sieht man, dass es super funktioniert“, freut sich SG-Trainer Sascha Witt, für den der gute Zusammenhalt ein ausschlaggebender Punkt ist: „Auch Drumherum passiert einiges, wir unternehmen viele Dinge zusammen, sind zum Beispiel aufs Oktoberfest gefahren.“ Bei der SG ist eine Euphorie entstanden. Dennoch sieht Witt auch Bereiche, in denen sich sein Team verbessern kann: „Wir sind zu inkonstant, manchmal sogar während eines einzelnen Spiels.“ Den spannenden Aufstiegskampf sieht der Trainer positiv: „Das ist eine Riesenwerbung für die Liga. Bei den vielen Topspielen ist es möglich, dass es auch mehr Zuschauer von außerhalb gibt.“ Wer am Ende ganz oben steht, hängt für Witt auch damit zusammen, wer am wenigsten mit Personalproblemen zu kämpfen hat. „Es wird darauf ankommen, wer am besten durch die Rückrunde kommt. Die Tagesform wird wichtig sein, denn es kann jeder jeden schlagen.“

Zwei Punkte mehr als die SG hat der Dritte, der TuS Monzingen, gesammelt. „Wir haben mit die jüngste Mannschaft und uns im Vergleich zum Vorjahr gesteigert“, betont TuS-Trainer Andreas Edinger. Er ergänzt: „In der Vorsaison sind bei uns nach Rückständen schnell die Köpfe nach unten gegangen. Das ist nicht mehr so. Die Jungs wissen, was sie können und lassen sich nicht so schnell unterkriegen.“ Ob es für den großen Wurf reichen kann, lässt Edinger offen: „Bei uns fehlt etwas die Einstellung, sich in der Vorbereitung richtig zu quälen. Unsere Trainingsbeteiligung ist nicht so gut. Daher sehe ich uns eher auf Platz fünf.“ Vor den Konkurrenten hat er Respekt: „Die Waldböckelheimer stehen verdient oben. Sie haben eine gute Mischung im Kader. Auch den VfL Simmertal habe ich noch nicht abgeschrieben.“ Am Wochenende steht für den TuS das erste Spitzenduell an, wenn er in Sponheim bestehen muss. Auch für den VfL hat Edinger lobende Worte übrig: „Die Sponheimer haben eine sehr gute Mannschaft, die sich Jahr für Jahr verstärkt. Das wird eine schwere Aufgabe.“

Mit ihren 17 Spielen hat die SG Disibodenberg die höchste Anzahl an Partien unter den Aufstiegsaspiranten bestritten. Unabhängig davon dürfen sich die Kombinierten über ihren zweiten Rang als schöne Momentaufnahme freuen. Monzingen ist zwar punktgleich, weist aber die schwächere Tordifferenz vor. „Wir haben gut angefangen. Nachdem ich als Trainer neu dazu gestoßen bin, mussten wir uns alle erst mal kennenlernen. Grundsätzlich sind wir zufrieden“, sagt SG-Trainer Christopher Umbs. Der Start mit vier Siegen in Folge war verheißungsvoll. Danach geriet der Motor der Disibodenberg-Auswahl ins Stocken. „Wir hatten eine Schwächephase, bei der wir gemerkt haben, dass wir doch noch nicht so weit sind. Gegen defensiver spielende Teams hatten wir unsere Probleme“, erklärt Umbs. Lobenswert ist für ihn die Tatsache, wie effektiv seine Mannschaft vor des Gegners Tor auftrat. „Wir hatten eine gute Chancenverwertung“, merkt der Trainer an. Luft nach oben sieht Umbs im spielerischen Bereich: „Da sind wir oft noch zu hektisch.“ In Bezug auf das Aufstiegsrennen will der SGD-Trainer nicht zu viel Druck aufbauen: „Es kommt drauf an, wie gut wir aus der Winterpause kommen, dass wir wenig Verletzte haben und fit sind. Auch in der unteren Tabellenhälfte werden sich die Teams neu orientieren und für Überraschungen sorgen. Wir sind heiß und wissen, dass wir jeden Gegner schlagen können. Auf jeden Fall wird das eine interessante Rückrunde, die auch für die Zuschauer sehr spannend wird.“

Die besten Karten hat zweifelsohne die TuS Waldböckelheim, die mit 38 Punkten auf Rang eins steht. „Wir haben uns im Laufe der Saison gesteigert und während der Vorrunde zu einer gewissen Konstanz gefunden“, kommentiert TuS-Trainer Simon Schmidt, der zugibt: „Natürlich war auch der ein oder andere glückliche Sieg dabei. Wir haben aber Selbstbewusstsein gesammelt und wollen den Schwung mitnehmen.“ Seit neun Partien ist der Tabellenführer ungeschlagen, dabei gelangen acht Siege. Trotzdem weiß Schmidt, dass sich sein Team nicht zurücklehnen darf: „Es gibt immer Nachholbedarf und Bereiche, in denen man sich verbessern kann.“ Anhand der Erfahrung aus den vergangenen Jahren ist dem Coach auch bewusst, wie wichtig die Kaderstärke ist: „Bei zu vielen Ausfällen gerät man an seine Grenzen. Unabhängig davon, auf welchem Platz wir landen, wollen wir auf und auch neben dem Spielfeld eine gute Zeit haben. Es kann sein, dass wir Rückschläge verkraften müssen. Doch wir sind ehrgeizig genug und wollen, so lange es geht ein Wörtchen um den Aufstieg mitreden.“

Von unserem Mitarbeiter Lukas Erbelding

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