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Kreis Birkenfeld

Derby-Motivation dient Wückert als Strohhalm

Gleich am ersten Spieltag der Fußball-A-Klasse steht ein Idar-Obersteiner Derby auf dem Plan. Vor vier Jahren standen sich der jetzige Gastgeber VfL Weierbach und die Spvgg Nahbollenbach im Kreispokal-Finale gegenüber. In Testspielen sind die Rivalen aus dem Osten der Stadt auch danach häufiger aufeinandergetroffen, zuletzt vor zwei Wochen. Am Sonntag, 15 Uhr, geht es aber nach längerer Pause auch wieder einmal um Punkte.

„Das ist ein echtes Derby“, sagt VfL-Trainer Christian Reemen. „Wir freuen uns brutal auf Sonntag und wollen die Punkte holen.“ Er hat den VfL nach dem Abstieg aus der Bezirksliga als Trainer übernommen und will die Mannschaft in der neuen Umgebung wieder stabilisieren. Seinen Kollegen beim Lokalrivalen kennt er gut. Mit Jens Wückert hat Reemen beim VfR Kirn in der Landesliga zusammengespielt. Der Nahbollenbacher Spielertrainer ist sich der Brisanz der Partie ebenfalls bewusst. „Da gibt es schon eine große Rivalität“, sagt Wückert. „Das ist ein Reiz, es herrscht auch große Vorfreude. Ich bin gespannt, welches Team mehr Motivation daraus schöpfen kann.“

Für ihn hält diese Konstellation einen kleinen Strohhalm bereit. Denn die personellen Voraussetzungen bieten ihm kaum Anlass für große Zuversicht. Schon vor dem Verbandspokalspiel gegen den TuS Mörschied plagten ihn Verletzungssorgen. Unter anderem fiel da bereits Torjäger Nico Kieser aus. Die Partie am Samstag hat die Situation verschärft. Michael Schoch erlitt einen Innenbandriss, Marcel Schmidt kollabierte wegen der hohen Temperaturen und musste ins Krankenhaus eingeliefert werden, Dominik Geßner trug ebenfalls eine Bänderverletzung davon. Zudem weilt Heiko Lenz im Urlaub. „Mir steht eine komplette A-Klassen-Mannschaft nicht zur Verfügung“, klagt Wückert. „Wir sind schwer am Jonglieren. Es ist klar, dass der Start schwierig wird.“ Vor 14 Tagen, nach dem Sieg im Blitzturnier gegen den gleichen Gegner, hätte er einen Sieg noch zur Pflicht erklärt. Davon ist er jetzt weit entfernt. Im Grunde kann nur die Derbymotivation noch helfen.

Reemen musste nach dem Abstieg seine Mannschaft neu formieren. Neun Mann haben den Verein verlassen. „Es war gar nicht so schwer“, sagt der VfL-Trainer. „Wir haben viele Spieler aus der zweiten Garnitur nach oben geholt. Nur drei Externe sind dazugekommen. Die haben voll eingeschlagen.“ Groß kennenlernen brauchten sich die Akteure also nicht mehr, doch auf dem Platz musste sich die Mannschaft erst finden. „Es passt noch nicht alles“, sagt der Trainer. „Aber wir sind auf dem besten Weg.“

Dass vom Abstieg noch ein Knacks übrig geblieben ist, glaubt Reemen nicht. Nach einer kurzen Enttäuschung sei das Thema abgehakt gewesen. Das Auftaktprogramm seines Teams hat es in sich. Auf die Partie gegen den Lokalrivalen folgen die Spiele in Rötsweiler und Nohen. „Es kann sein, dass wir nach drei Spieltagen ohne Punkt dastehen. Dann würde der Druck schon wieder wachsen“, sagt der Trainer. „Aber daran denken wir gar nicht.“ Den Null-Zähler-Start kann der VfL schon am Sonntag vermeiden. Reemen ist auch zuversichtlich, dass das klappt. „Mindestens 50 Prozent meiner Mannschaft hat Bezirksliga-Niveau, und wir haben ein Heimspiel“, sagt er. „Da sehe ich uns in einer guten Position.“

Zu einem weiteren Lokalduell empfängt der SV Niederwörresbach um 16 Uhr den TuS Breitenthal. Für zwei Spieler bietet die Begegnung einen besonderen Reiz: Christoph Reichardt und Jan Weber sind im Sommer aus Niederwörresbach zum TuS gewechselt. ga

Die weiteren Spiele: SV Nohen – SG Rötsweiler-Nockenthal/Mackenrodt, Spvgg Hochwald – SC Birkenfeld, SG Idarwald – VfR Baumholder II (in Rhaunen), SV Oberhausen – SV Buhlenberg, TuS Oberbrombach – SG Kirschweiler/Hettenrodt, Spvgg Teufelsfels – TuS Tiefenstein (alle Sonntag, 15 Uhr).

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