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    Braga

    Sophia Backhaus bejubelt EM-Bronze

    Mit großem Aufgebot waren die Rope-Skipper von der Nahe in Braga/Portugal bei den Europameisterschaften vertreten. Vier Teams und insgesamt sechs Einzelskipper trugen die deutschen Farben bei den verschiedenen Wettkämpfen.

    Große Freude bei Sophia Backhaus. Die Bronzemedaille baumelt um den Hals, als sie sich nach ihrer starken Vorstellung bei der Rope-Skipping-Europameisterschaft vor der deutschen Fahne präsentiert.  Foto: Arno Adam
    Große Freude bei Sophia Backhaus. Die Bronzemedaille baumelt um den Hals, als sie sich nach ihrer starken Vorstellung bei der Rope-Skipping-Europameisterschaft vor der deutschen Fahne präsentiert.
    Foto: Arno Adam

    Die amtierende deutsche Schülermeisterin Sophia Backhaus vom TuS Mackenrodt sorgte aus Nahe-Sicht mit dem Gewinn der Bronzemedaille für den absoluten Höhepunkt der EM. Als eine von fünf deutschen Vertreterinnen startete die 13 Jahre alte Veitsrodterin im Overall-Wettkampf. Das heißt, sie bestritt alle drei Disziplinen - 30 Sekunden- und Drei-Minuten-Speed sowie den Freestyle. Mit den sehr guten Ergebnissen in den beiden Speed-Disziplinen (88 Sprünge in 30 Sekunden und 427 Sprünge in drei Minuten) legte sie die Grundlage. Als Sechstpatzierte ging sie in die Kür – den Freestyle. Auch dort überzeugte sie trotz zweier Hänger und arbeitete sich wegen ihrer Ausgeglichenheit noch auf den Bronzeplatz nach vorne.

    Einen guten Wettkampf lieferte auch Maike Preuß vom TV Oberstein bei ihrer Premiere in der starken Masters-Konkurrenz (Altersklasse 15+) ab. Als eine von drei deutschen Skipperinnen durften sie, wie Sophia Backhaus bei den Schülerinnen, im Overall-Wettkampf an den Start gehen und legte gleich los wie die Feuerwehr. Mit zwei persönlichen Bestleistungen von 97 Sprüngen in 30 Sekunden und 450 Sprüngen in drei Minuten und Platz acht beziehungsweise neun unter jeweils 33 Starterinnen ist sie in den Speed-Disziplinen in der europäischen Spitze angekommen. Diese Werte bedeutete im Ranking aus beiden Disziplinen den siebten Platz vor dem abschließenden Freestyle. Hier schlichen sich allerdings zwei Hänger ein, so dass sie letztlich auf dem zwölften Platz unter 26 Overall-Skipperinnen landete.

    Ebenso zufrieden konnte Noelle Müller vom TuS Mackenrodt sein, welche wie Sophia Backhaus die deutschen Farben im Overall-Schülerinnen-Wettkampf vertreten durfte. Mit 79 Sprüngen in 30 Sekunden und 395 Sprüngen in drei Minuten sowie einem guten Freestyle sicherte sich bei ihrem ersten internationalen Wettkampf den 13. Platz unter 29 Starterinnen.

    Neben den Overall-Skipperinnen waren auch noch Spezialisten von der Nahe in verschiedenen Einzeldisziplinen am Start. Ihrer Nominierung gerecht wurde wieder einmal Katrin Ryan vom TV Oberstein. In ihrer Spezialdisziplin, dem Freestyle, gelang ihr eine überzeugende, fehlerfreie Vorstellung. Dies wurde mit dem siebten Rang unter 32 Starterinnen in der Einzeldisziplinwertung belohnt.

    In den beiden Speed-Disziplinen ging die Mackenrodter Spezialistin Luisa Weisner an den Start. Wegen eines Hängers im 30-Sekunden- Speed (89 Sprünge) verpasste sie einen besseren Rang und landete auf Platz 17. Mit 440 Sprüngen im Drei-Minuten-Speed erreichte sie nicht ganz ihre persönliche Bestmarke und wurde hier 14. unter jeweils 33 Springerinnen.

    Eigentlich liegen die Stärken von Max Polenske vom TV Oberstein im Freestyle-Bereich, doch für Braga hatte er sich in der von ihm ungeliebten Drei-Minuten- Speed-Disziplin als Spezialist für die Masters qualifizieren. Mit 411 Sprüngen stellte er eine persönliche Bestleistung auf. Das bedeutete einen für ihn guten 16. Platz unter 24 Skippern in dieser Teildisziplin.

    Auch vier Teams von der Nahe durften die deutschen Farben vertreten. Das Team TVO 1 mit Julia Kannengießer, Caroline Weinz, Katrin Ryan, Peri Ann Houk und Maike Preuß starteten stark in den Wettkampf mit 344 Sprüngen im viermal 30 Sekunden Speed. Mit 504 Sprüngen im viermal 45 Sekunden Double Dutch Speed übersprangen sie auch international erstmals die magische 500 Sprunggrenze. Platz 13 und 12 unter jeweils 21 gestarteten Teams stellten ein gutes Ergebnis für die fünf TVO-Athletinnen dar. Der erste Freestyle, der Double Dutch Single Freestyle, konnte von Katrin Ryan, Maike Preuß und Peri Ann Houk fehlerfrei durchgesprungen werden. Platz zehn in dieser Disziplin war das absolute Topergebnis für das Obersteiner Team.

    Allerdings lief danach der sonst absolut sichere Double Dutch Pair, bei dem das TVO-Team vor zwei Jahren bei der Heim-EM die Bronzemedaille geholt hatte, voll aus dem Ruder. Deshalb verlor das TVO-Team den Faden , so dass der Single Pair Freestyle und der Single Rope Team-Freestyle mit einigen Hängern zu viel gesprungen wurden. Am Ende sprang immerhin Platz 14 heraus.

    Das Mackenrodter Team „Rubin“ um Trainerin Stefanie Kuhn mit Luisa Weisner, Marielle Modrach, Alena Adam und Rebecca Schwarz war ebenfalls als eines von drei deutschen Teams in der Overall-Wertung am Start. Die beiden Double Dutch Single- und Pair Freestyles sowie die beiden Speed-Disziplinen, 4x30 Sekunden Single Rope (328 Sprünge) und 4x 45 Sekunden Double Dutch (429 Sprünge) verliefen recht gut. Dagegen wurden im Team- und Pair Freestyle zu viele Fehler gemacht, was letztendlich Platz 17 im Gesamtklassement bedeutete.

    Im gemischten Wettkampf ging das zweite Oberstein Team mit Max Polenske, Kimberly Conradt, Lena Dutkiewicz und Vicky Risch an den Start. Für sie bedeutete alleine die Teilnahme schon einen sehr großen Erfolg. 328 Sprünge beim viermal 30 Sekunden Speed und 409 Sprünge im Double Dutch Speed stellten für sie sogar Bestwerte dar. Mit Platz sieben und einem fehlerfreien Double Dutch Single von Vicky Risch, Lena Dutkiewicz und Max Polenske konnten das Team zwei gegnerische Mannschaften hinter sich lassen. Das Pair von Max Polenske und Lena Dutkiewicz ließ ein österreichisches Paar hinter sich, so dass das angestrebte Ziel, in der einen oder anderen Einzeldisziplin nicht Letzter zu werden, erreicht wurde. Insgesamt blieb im Overall-Ranking aber dann doch Platz neun von neun angetretenen Teams. Aber dennoch konnte dieses TVO-Team wertvolle Erfahrungen sammeln und einen für sie guten Wettkampf absolvieren.

    Als eines von vier deutschen Teams in der Schülerinnen-Klasse ging das Mackenrodter-Team „Opal“, bestehend aus Alicia Brocker, Lea Sophie Kessler, Noelle Müller und Sophia Backhaus, an der Start. Im Single Rope Speed erreichte es mit 317 Sprüngen Platz acht. Der Double Dutch Speed mit 390 Sprüngen bedeutete Platz fünf. Dabei fehlten lediglich fünf Sprünge, um einen Treppchenplatz zu ergattern. Mit einem gut vorgetragenen Double Dutch Single Freestyle erreichten das Team den achten Platz und im sehr sehenswert gesprungenen Pair Freestyle Rang sieben. In den beiden missglückten Vierer Team-Freestyle Disziplinen merkte man, dass es dem jungen Team noch an Erfahrung fehlt. Wären diese nur etwas besser gelaufen, wäre ein Platz in den Top Zehn möglich gewesen. Doch auch so können die vier Mädchen als bestes deutsches Team mit dem elften Platz unter 18 Teams im Endklassement ihrem ersten internationalen Einsatz zufrieden sein.

    Erwähnenswert ist auch der Einsatz von Julia Kannengießer, Rebecca Schwarz und erstmals auch Peri Ann Houk als Kampfrichter bei dieser Europameisteschaft. Steffi Ackermann gehörte zur Delegationsleitung der Deutschen Mannschaft. Insgesamt konnte die deutsche Delegation mit drei Europameistertiteln und acht Einzelmedaillen bei den Einzelspringern sowie sechs Medaillen im Teamwettkampf zufrieden sein. sta/thl

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