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Nach dem Sieg gegen Hamm sagen alle zu – Wissener SV macht weiteres Jahr in der 1. Bundesliga perfekt


René Weiss

Die zweite Erstliga-Saison für den SV Wissen war am frühen Sonntagnachmittag gerade Geschichte, als Burkhard Müller zur Mannschaft in die Kabine ging. Weil die Zeit nach einer Saison auch die vor der nächsten ist, bat der WSV-Schießmeister „bis in zwei oder drei Wochen“ um eine Entscheidung, mit dem die Siegstädter auch in Zukunft planen können. Als Müller ein paar Minuten später die Kabine verließ, hatte er ein Strahlen auf dem Gesicht. Zwei oder drei Wochen? So lange brauchten seine Schützlinge nicht. Ihnen reichten wenige Augenblicke, und sie überbrachten unmittelbar die frohe Kunde, dass der komplette Erstliga-Stamm den gemeinsamen Weg weitergeht.

Sanja Vukasinovic führt auch in der nächsten Saison das Wissener Erstliga-Team an, das komplett seine Zusage für ein weiteres Jahr an der Sieg gab. „Sanja gibt der Mannschaft große Sicherheit“, betont WSV-Schießmeister Burkhard Müller.  Foto: Regina Brühl
Sanja Vukasinovic führt auch in der nächsten Saison das Wissener Erstliga-Team an, das komplett seine Zusage für ein weiteres Jahr an der Sieg gab. „Sanja gibt der Mannschaft große Sicherheit“, betont WSV-Schießmeister Burkhard Müller.
Foto: Regina Brühl

Das Ergebnis am Tag zuvor hatte sicherlich auch seinen Teil dazu beigetragen. Mit einen nach Einzelpunkten zwar knappen (3:2), nach Ringen aber deutlichen (1964:1949) Sieg über Absteiger SG Hamm hatte der Gastgeber des letzten Wettkampfwochenendes seinen fünften Erfolg im zehnten Wettkampf in trockene Tücher gewickelt. „Auch wenn ich nicht erwartet habe, dass die Punktabstände in der Tabelle so eng sein würden, hatte ich schon vor dem Wettkampf ein gutes Gefühl, dass uns nichts mehr passieren wird“, sagte Nicole Juchem, die im Stechen zwar knapp gegen Inken Kolloch verlor, das aber durch die gewonnenen Duelle von Sarah Roth, Tamara Zimmer und Kevin Zimmermann schnell abhaken konnte. Sanja Vukasinovic unterlag im Spitzenduell dem französischen Meister Etienne Germond knapp.

Für den WSV war es in der Summe ein historisches Ergebnis: Addierte 1964 Ringe von Vukasinovic, Zimmer, Zimmermann, Juchem und Roth bedeuteten Vereinsrekord. „So ein Mannschaftsergebnis hatten wir noch nie“, freute sich Müller.

Die Vorbereitung war goldrichtig. Nach dem Wettkampf in Elsen im Dezember hatten Andreas Send und Co-Trainer Bernd Schneider ihren Leuten etwas mehr Ruhe verordnet. „Die mentale Belastung im Laufe eines Jahres ist immens. Weil wir in Elsen gemerkt haben, dass unsere Schützen richtig ausgelaugt waren, sollten sie das Gewehr drei Wochen lang in die Ecke stellen“, machte Schneider klar, dass er in eigener Halle auf einen frischen Kopf setzte. Und wie frisch die Köpfe vor der Saisonrekordkulisse (rund 800 Zuschauer fanden an den beiden Tagen den Weg in die Sporthalle der Realschule plus) waren. Müller beobachtete: „Alle waren relaxed, und das beim schwersten Wettkampf des Jahres. Denn vor eigenem Publikum will man es besonders gut machen.“ 1964 Ringe zeigten, dass das perfekt gelang.

Nach dem endgültig sichergestellten Klassenverbleib konnten die Wissener den Sonntagwettkampf gegen den SV Wieckenberg entspannt angehen, auch wenn Vukasinovic, Zimmer, Zimmermann, Juchem und der für Sarah Roth ins Team gerückte Florian Seelbach natürlich gerne nachlegen wollten. Der „Doppelpack“ blieb ihnen verwehrt. Sanja Vukasinovic verlor gegen die dänische Olympiateilnehmer Stine Holtze Nielsen, Tamara Zimmer musste Melissa Ruschel den Vortritt lassen, Kevin Zimmermann erreichte gegen Tina Lehrich nicht ganz das Niveau, das er das ganze Jahr über abgerufen hatte, und Florian Seelbach unterlag Claire-Luise Ruschel im Stechen. Den einzigen Punkt holte Nicole Juchem gegen Isabell Ruschel. Eine 1:4-Niederlage, die die positive Gesamtbilanz und das Fazit der zweiten Erstliga-Saison des WSV nicht trübte. „Wir hatten eigentlich nur einmal, beim 0:5 gegen Elsen, keine Chance. Ansonsten konnten wir überall mithalten – auch gegen die deutschen Spitzenteams“, resümierten Burkhard Müller und Bernd Schneider.

Von unserem Mitarbeiter René Weiss

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