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Koblenz

Trainer ist stolz auf die einmalige Heim-Bilanz

Ralf Schall war stolz. „Noch nie haben wir in dieser Liga alle Heimkämpfe gewonnen“, stellte der Trainer der KTV Koblenz zufrieden fest. Nach dem 34:22 gegen Aufsteiger KTV Ries winkt den Koblenzer Kunstturnern sogar ein Platz in der oberen Tabellenhälfte zum Abschluss der 2. Bundesliga Nord nächsten Samstag.

Boudewijn de Vries war der Top-Scorer für die KTV Koblenz beim 34:22-Heimsieg in der 2. Kunstturn-Bundesliga gegen die KTV Ries. Foto: Wolfgang Heil
Boudewijn de Vries war der Top-Scorer für die KTV Koblenz beim 34:22-Heimsieg in der 2. Kunstturn-Bundesliga gegen die KTV Ries.
Foto: Wolfgang Heil

Eine Vorentscheidung in dieser Begegnung der sechsten und vorletzten Zweitliga-Runde war, da herrschte Einigkeit bei beiden Trainern, nach der verpatzten Barrenübung des russischen Nationalturners Ilya Kibartas gefallen. „Er ist sonst immer ein sicherer Punktesammler, aber heute hat er einfach keinen Griff gefunden“, wunderte sich Ries-Coach Roland Grimm. „Schon bei der Vorbereitung war er unsicher, hat für die beiden Holme fast den ganzen Magnesiumvorrat verbraucht.“ Vier Scorepunkte für Koblenz nach Vladimir Klimenkos fehlerfreiem Vortrag, bei den Gästen aus Bayern machte sich Ernüchterung breit. Als dann der Niederländer Boudewijn de Vries, Score-König an diesem Tag, mit der letzten Barrenübung weitere fünf Zähler für die KTV Koblenz zur 27:20-Führung einsammelte, lief alles auf einen souveränen Sieg der Gastgeber hinaus.

„Topleistung der Koblenzer, die Mannschaft hat einen Super-Job gemacht und sich nicht einmal verturnt“, zeigte sich Gäste-Coach Grimm voll des Lobes. Ganz so glatt war es für die heimische Riege allerdings nicht gelaufen. Tom Kunz bei einem Sturz-ähnlichen Abgang von den Ringen, dem schwächsten Koblenzer Gerät in dieser Saison, und Klimenko mit ungewohntem Fehler am Reck (Schall: Das kostete einen halben Punkt) zeigten Schwächen – allerdings die einzigen an diesem Tag. „So etwas muss man einplanen bei unseren hochwertigen Übungen“, meinte Ralf Schall.

Für Diskussionsstoff auf beiden Seiten sorgte die eine oder andere Wertung. Zwar zeigte sich der Kölner Kampfrichter Kurt Welter zu Beginn des Wettkampfes am 11.11. kurz mit roter Pappnase, aber diese entspannte Haltung war von kurzer Dauer. „Das Kampfgericht ist gegen uns“, schimpfte Stefan Salzmann, der an diesem Tag nicht zum Einsatz kam; „zu geringe Abzüge beim Turner von Ries am Pauschenpferd“ bemängelte Angelo Schall. Vater Ralf sah während der Pause seine Aufgabe darin, „die Turner zu beruhigen, denn Aufregung ist nicht gut für den Wettkampf“.

Immerhin war KTV Ries durch die Tageshöchstnote (14,45) von Kibartas an den Ringen kurzzeitig mit 13:12 in Führung gegangen. Mit cleverer Taktik holte die Koblenzer Riege dann jedoch an den beiden letzten Geräten 15:5 Zähler, das reichte. „Beim Absitzer von Ries am Pferd und dem Missgriff des Russen am Barren haben wir eiskalt zugeschlagen“, jubelte de Vries, der in einem abschließenden atemberaubenden Reck-Duell dem kleinen russischen Kraftpaket Kibartas sogar einen Punkt abnahm: „Das habe ich sehr genossen.“

Auch für Trainer Schall „ist die richtige Taktik beim Scoresystem immer wichtiger“, von Genuss will er aber nicht sprechen: „Das ist ein Nervenkitzel, auf den ich verzichten kann.“ Am Liga-Abschluss geht es für die KTV Koblenz zu Schlusslicht Bochum. Dort winkt, wenn wieder ähnlich sauber geturnt und die 300er-Marke angekratzt wird, der Sprung auf den vierten Rang. Ob diese gute Platzierung in 2018 Bestand hat, erscheint ungewiss. KTV-Vize und Sportbund-Präsidentin Monika Sauer stellte zwar eine Fertigstellung der neuen Halle auf dem Asterstein „bei Einhaltung des Zeitrahmens“ für Oktober in Aussicht, „aber die Saisonvorbereitung muss wieder im Messezelt stattfinden.“ Und dort ist intensives Training „sehr schwierig“, so Coach Ralf Schall. „Vor allem bei den Älteren schafft der Körper das nicht mehr.“ Und das, da „in der Liga immer mehr verlangt wird“, so Schall. „Wir könnten viel weiter sein.“

KTV Koblenz – KTV Ries 34:22: (9:3 Gerätepunkte/299,85:295,25 Wettkampfpunkte); Boden 4:2, Pferd 8:4, Ringe 3:7, Sprung 4:4, Barren 8:3, Reck 7:2. Topscorer: 1. Boudewijn de Vries (Koblenz) 13 Punkte, 2. Ilya Kibartas (Ries) 12, 3. Vladimir Klimenko (Koblenz) 9.

Von unserem Mitarbeiter

Thomas Wächtler

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