40.000
  • Startseite
  • » Sport
  • » Regionalsport
  • » Eishockey
  • » Nach frühem Tor war bei Bären des EHC Neuwied viel Geduld gefragt
  • Aus unserem Archiv
    Neuwied

    Nach frühem Tor war bei Bären des EHC Neuwied viel Geduld gefragt

    Als Kiian Aaltonen am Sonntagabend vor der Tür der Gästekabine im Neuwieder Ice House gefragt wurde, ob er jetzt "kaputt" sei, antwortete der Torhüter der Roten Teufel des EC Bad Nauheim 1 b: "Ein bisschen". Ob der 22-Jährige damit untertrieb, bleibt sein Geheimnis. Auszuschließen war es jedenfalls nicht, dass der Erschöpfungsgrad doch über "ein bisschen" hinausging.

    Lange Zeit wehrte sich der EC Bad Nauheim 1 b, hier Daniel Schindler (rechts) im Zweikampf mit Neuwieds Stürmer Willi Hamann, erfolgreich gegen eine klare Niederlage. Am Ende hieß es doch 4:0 für die Bären.  Foto: Jörg Niebergall
    Lange Zeit wehrte sich der EC Bad Nauheim 1 b, hier Daniel Schindler (rechts) im Zweikampf mit Neuwieds Stürmer Willi Hamann, erfolgreich gegen eine klare Niederlage. Am Ende hieß es doch 4:0 für die Bären.
    Foto: Jörg Niebergall

    An alter Wirkungsstätte stand Aaltonen, der sich wie einst zu Oberligazeiten per Tanzeinlage von den Neuwieder Fans vom Eis verabschiedete, unter Dauerbeschuss und sorgte mit einer Reihe erstklassiger Paraden dafür, dass der EHC "Die Bären" 2016 sein Heimspiel in der Eishockey-Regionalliga West gegen die DEL 2-Reserve aus der Wetterau "nur" mit 4:0 für sich entschied.

    Aaltonen einerseits, eine sehr großzügige, mitunter fahrlässige Chancenverwertung der Bären andererseits - Neuwied hätte diese Partie gegen die mit nur zwölf Feldspielern angetretenen Mittelhessen wesentlich höher gewinnen müssen. "Wir waren vor dem Tor nicht konsequent genug und haben zu umständlich gespielt", merkte EHC-Trainer Jens Hergt kritisch an.

    Dabei hatten die Gastgeber den perfekten Einstand erlebt. 39 Sekunden waren gespielt, da erzielte Stephan Fröhlich bereits das 1:0. Der Neuwieder Kapitän durchkreuzte Bad Nauheims Plan, so lange wie möglich die Null zu halten.

    War das der Startschuss für ein Schützenfest? Nein. Die Deichstädter, bei denen Dennis Schlicht aufgrund seines im Spiel gegen die EG Diez-Limburg zugezogenen Nasenbeinbruchs fehlte, trafen danach alles, aber lange Zeit nicht mehr ins Schwarze: diverse Bestandteile Aaltonens Ausrüstung, den Pfosten (Robin Schütz in der sechsten Minute), das Außennetz oder aus bester Einschussposition nur die Bande. "Wir sind nach dem frühen Tor nicht mehr mit dem hundertprozentigen Einsatzwillen aufgetreten und haben es verpasst, den Deckel draufzumachen", kommentierte Hergt und bezog sich mit dem zweiten Teil seiner Analyse vor allem auf den Mittelabschnitt, in dem sich das Geschehen beinahe ausnahmslos im Verteidigungsdrittel der Teufel abspielte. Kiian Aaltonen schien aber eine Plexiglaswand vor sein Tor geschoben zu haben.

    Im Sport heißt es häufig, dass sich das Vergeben erstklassiger Gelegenheiten gerne mal rächt. Das hätten beinahe auch die Neuwieder zu spüren bekommen. Bad Nauheim 1 b agierte zu Beginn des letzten Abschnitts längere Zeit in Überzahl und hätte durch Christophe Vermeersch beinahe das Kräfteverhältnis auf den Kopf gestellt. Der Franzose drosch die Hartgummischeibe an den Pfosten (44.). Zuvor hatte für die Gäste bereits Routinier Martin Prada die rote Torumrandung getroffen (17.).

    "Wenn dann noch der Ausgleich gefallen wäre …", weiter wollte Jens Hergt gar nicht denken. Die Bären waren spätestens jetzt gewarnt und atmeten in der 48. Minute auf. René Sting brachte den Puck per Alleingang in Richtung Tor, und Marc Blumenhofen brach mit dem überfälligen 2:0 den Bann.

    Die kampfstarken Kurstädter wussten nun, dass die Überraschung, an der sie geschnuppert hatten, ausbleiben würde und handelten sich binnen 17 Sekunden noch die Gegentore zum 3:0 und 4:0 ein. Sie glichen wie ein Ei dem anderen: Stephan Fröhlich und Felix Köbele liefen im Zwei-gegen-eins auf Aaltonen zu, Fröhlich legte zwei Mal quer und Köbele zeigte jeweils die Konsequenz, die den Bären an diesem Abend so lange abgegangen war.

    Dass die drei Punkte gegen das Kellerkind Bad Nauheim verdient auf das EHC-Konto wanderten, darüber herrschte Einigkeit. Aber auch in Bezug auf die Art und Weise, wie dieser Sieg zustande gekommen war. Jens Hergt sprach es aus: "Gegen Ratingen müssen wir am Freitag wieder den Schalter umlegen." red

    EHC Neuwied: Köllejan (Güßbacher) - Schütz, Trimboli, Halfmann, Elzner, Neumann, Kopetzky - Fröhlich, Sting, Orr, Blumenhofen, Köbele, Felföldy, Reiner, Leuschner, Sven Schlicht, Hamann.

    EC Bad Nauheim 1 b: Kiian Aaltonen - Apel, Vermeersch, Södler, Kreiling, Berk - Becker, Rost, Kail, Schindler, Prada, Magnar Aaltonen, Etzel.

    Schiedsrichter: Marcus Trottmann.

    Zuschauer: 561.

    Strafminuten: Neuwied: 8 - Bad Nauheim: 12.

    Tore: 1:0 Stephan Fröhlich (1.), 2:0 Marc Blumenhofen (48.), 3:0, 4:0 Felix Köbele (58., 59.).

    Die nächsten Spiele des EHC Neuwied: Ratinger Ice Aliens - Bären Neuwied (Fr., 20 Uhr), Bären Neuwied - Herforder EV (So., 19 Uhr).

    Eishockey - EHC 2016 Neuwied
    Meistgelesene Artikel
    Regionalsport Mix
    Fußball Männer
    Fußball Frauen
    Neuzugang Yuko Aizawa (links; rechts kommt Mitspielerin Angelika Weber einen Schritt zu spät) steuerte zwei Treffer für den SC 13 zum 4:0-Sieg gegen den MSV Duisburg II bei. Foto: Vollrath

    im Rheinland

    - Westerwald

    - Mittelrhein/Mosel

    - Rhein-Lahn

    im Südwesten

     späten Heiligabend? In welcher Kneipe feiert es sich nach der Bescherung besonders gut?Wohin am späten Heiligabend? In welcher Kneipe feiert es sich nach der Bescherung besonders gut?

    Fußball Mix
    Kapitän Tim Schulz (links) bemühte sich mit seinen Betzdorfer Mitspielern zwar, doch auch gegen Elversberg reichte es am Ende nicht.

    Jugendfußball

    - im Rheinland

    - im Südwesten

    Fußballpokale

    Hallenfußball

     späten Heiligabend? In welcher Kneipe feiert es sich nach der Bescherung besonders gut?Wohin am späten Heiligabend? In welcher Kneipe feiert es sich nach der Bescherung besonders gut?

    Sport-Lokalteile
    wissenlinz,neuwiedremagenmontabaurandernach,mayenkoblenzdiezbademszellsimmernbirkenfeldkirn,badsobernheim,meisenheimbadkreuznach