40.000
Aus unserem Archiv
Frankfurt

Frankfurt-Marathon: Sören Kah muss nach der halben Distanz passen

Als es in Frankfurt stürmisch wurde, stand Sören Kah längst in der windstillen Zone. Das knappe Marathondress hatte der Top-Läufer der LG Lahn-Aar-Esterau vorzeitig gegen den wärmenden Trainingsanzug getauscht. Feierabend nach halb getaner Arbeit: Wie im Vorfeld eingeplant, verzichtete der Fachinger bei seinem Heimrennen auf die zweiten 21,1 Kilometer.

Dunkle Wolken über Frankfurt: In seiner Wahlheimat musste der Fachinger Sören Kah bei seinem vierten Start auf der Marathon-Distanz zum ersten Mal aussteigen. Sein Begleiter Markus Weiß-Latzko (rechts) löste ihn in 2:21:26 Stunden als schnellsten Deutschen ab.
Dunkle Wolken über Frankfurt: In seiner Wahlheimat musste der Fachinger Sören Kah bei seinem vierten Start auf der Marathon-Distanz zum ersten Mal aussteigen. Sein Begleiter Markus Weiß-Latzko (rechts) löste ihn in 2:21:26 Stunden als schnellsten Deutschen ab.
Foto: Thomas Wenning

Dort, wo vor zwei Jahren der Stern des 31-Jährigen aufgegangen war und wo er vor zwölf Monaten seine Bestzeit auf im nationalen Vergleich starke 2:13:57 Stunden gedrückt hatte, musste Kah bei seinem vierten Angriff auf die 42,195 Kilometer zum ersten Mal aufgeben. Es war der fast schon logische Abschluss nach Monaten der Rückschläge.

"So weit die Füße tragen." So hatte Sören Kah sein Motto auf den Punkt gebracht. Zweimal musste sich der Fachinger am Knie operieren lassen, ein blaues Tapeband am linken Bein zeugte auch am Morgen des Frankfurt-Marathons noch von den beiden Eingriffen. "Ich mache bis zur Hälfte das Tempo für Markus Weiß-Latzko, dann sehen wir weiter", lautete der Plan.

Zunächst schien alles zu laufen, wie Kah und der zweite schnelle Deutsche es sich beim Schmieden ihrer gemeinsamen Taktik ausgedacht hatten. Seite an Seite kamen sie auf den ersten fünf Kilometern ins Rollen, fast zeitgleich überquerten sie die erste Matte der Zeitmessung (15:56 und 15:57 Minuten). Während Kah seinen Schnitt von 3:12 Minuten pro Kilometer auch auf dem nächsten Fünfer-Abschnitt hielt, musste sein Laufpartner vom ST Rechberghausen erst mal das Tempo drosseln. 16 Sekunden lagen zwischen jenen Athleten, die eigentlich gemeinsame Sache machen wollten.

"Ich habe mich ungedreht und gesehen, dass Markus 200 Meter hinter uns ist", sagte Kah nach dem Lauf. "Das ging gar nicht. Da ich mich ohnehin nicht so gefühlt habe, als könnte ich den Marathon komplett laufen, habe ich beschlossen, aus unserer Gruppe auszusteigen." Weiß-Latzko kam wieder heran, weil Kah sich fallen ließ. Mit vereinten Kräften schritten sie Richtung 15-Kilometer-Marke. Das große Problem der beiden Deutschen: Sie waren fortan auf sich allein gestellt, keine Spur mehr von Tempomachern. Dafür gesellten sich die immer stärker aufkommenden Windböen als hartnäckige Begleiter hinzu.

Das zeigte Wirkung. Ihr Ziel, sich der B-Norm für die Europameisterschaft (2:15:30 Stunden) zu nähern, hatten beide Athleten längst aus den Augen verloren. Als Sören Kah nach 1:09:13 Stunden die Halbmarathon-Marke überlief, ergab die Hochrechnung eine Endzeit von 2:18:26. "Etwas zu riskieren, im Rennen zu bleiben und sich zu zerfetzen, um dann bei diesen schwierigen Bedingungen vielleicht bei Kilometer 30 raus zu müssen, hätte keinen Zweck gehabt", sagte der Fachinger hinterher.

Kah, dem am Sonntag auch noch der Gesäßmuskel Probleme bereitete, musste den beiden Knie-Operationen, der langen Reha und der daraus resultierenden, kaum eines Marathons würdigen Vorbereitung Tribut zollen – und stieg aus. Markus Weiß-Latzko biss sich durch und löste Kah als schnellsten Deutschen in Frankfurt ab. Nach 2:21:26 Stunden lief er in der Festhalle über die Ziellinie. Jubelnd zwar, aber weit entfernt von den Zielen, die er und Kah sich im Vorfeld des stürmischen Sonntags von Frankfurt ausgemalt hatten.

Von unserem Redakteur Marco Rosbach

Sport Bad Ems Lahnstein Diez
Meistgelesene Artikel
Sport-Lokalteile
wissenlinz,neuwiedremagenmontabaurandernach,mayenkoblenzdiezbademszellsimmernbirkenfeldkirn,badsobernheim,meisenheimbadkreuznach
Fußball Männer
Fußballverband Rheinland

Rheinlandliga

Bezirksliga Ost

Bezirksliga Mitte

Bezirksliga West

 späten Heiligabend? In welcher Kneipe feiert es sich nach der Bescherung besonders gut?Wohin am späten Heiligabend? In welcher Kneipe feiert es sich nach der Bescherung besonders gut?

Fußballverband Rheinland - Kreisligen
Unter der Woche feierte der Unzenberger Marcel Klein (links) seinen 27. Geburtstag. Feiert er am Wochenende die Punkte 27 bis 29 seiner Elf?  Foto: Walz

 späten Heiligabend? In welcher Kneipe feiert es sich nach der Bescherung besonders gut?Wohin am späten Heiligabend? In welcher Kneipe feiert es sich nach der Bescherung besonders gut?

Fußball Frauen
Neuzugang Yuko Aizawa (links; rechts kommt Mitspielerin Angelika Weber einen Schritt zu spät) steuerte zwei Treffer für den SC 13 zum 4:0-Sieg gegen den MSV Duisburg II bei. Foto: Vollrath

im Rheinland

- Westerwald

- Mittelrhein/Mosel

- Rhein-Lahn

im Südwesten

 späten Heiligabend? In welcher Kneipe feiert es sich nach der Bescherung besonders gut?Wohin am späten Heiligabend? In welcher Kneipe feiert es sich nach der Bescherung besonders gut?

Fußball Mix
Kapitän Tim Schulz (links) bemühte sich mit seinen Betzdorfer Mitspielern zwar, doch auch gegen Elversberg reichte es am Ende nicht.

Jugendfußball

- im Rheinland

- im Südwesten

Fußballpokale

Hallenfußball

 späten Heiligabend? In welcher Kneipe feiert es sich nach der Bescherung besonders gut?Wohin am späten Heiligabend? In welcher Kneipe feiert es sich nach der Bescherung besonders gut?

Regionalsport Mix
  • Regionalsport
  • Newsticker
  • Lokalticker
Anzeige