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    Mainz/Bremen

    Rein in den Zweikampf ohne Rücksicht auf Verluste

    Werder Bremen kommt zu Mainz 05 an den Bruchweg - allerdings ohne Tim Wiese. Sebastian Mielitz ersetzt den rotgesperrten Torhüter.

    Mainz/Bremen - Die Torwartschule von Fachtrainer Gerry Ehrmann beim 1. FC Kaiserslautern ist berühmt-berüchtigt. Der FSV Mainz 05 steht nun zweimal hintereinander in Beziehung zu dieser in Teilbereichen eigenwilligen Interpretation des Torwartspiels.

    Beim 1:0-Derbysieg der Mainzer auf dem Betzenberg am vergangenen Samstagabend zog sich Mittelstürmer Adam Szalai nach einem heftigen Zusammenprall mit dem Ehrmann-Schüler Tobias Sippel einen Kreuzbandriss und Außenbandriss im rechten Knie zu. Für den am Mittwoch in München operierten ungarischen Nationalspieler ist diese Saison beendet.

    An selbigem Samstag hatte sich in der Nachmittagspartie des SV Werder gegen den FC Bayern (1:2) der Bremer Torhüter Tim Wiese mit einem ebenso so rüden wie reichlich überflüssigen Foul außerhalb des Strafraums am Münchner Nationalspieler Thomas Müller die Rote Karte eingehandelt. Der ehemalige Ehrmann-Schüler Wiese wurde vom DFB-Schiedsgericht für drei Spiele gesperrt, weshalb die Bremer am Samstag (15.30 Uhr) ihre bedeutsame Abstiegskampfpartie am Mainzer Bruchweg mit dem 21 Jahre alten Sebastian Mielitz im Kasten bestreiten müssen.

    Bei Schnittbällen, bei denen die Wahrscheinlichkeit, rechtzeitig an die Kugel zu kommen, bei 50:50 liegt, das lehrt Torwarttrainer Ehrmann seit vielen Jahren in Kaiserslautern, soll ein Torhüter durchziehen, ohne Rücksicht auf den eigenen Körper und den des Gegenspielers. Diese Philosophie hat nun wieder zweimal an einem Tag zu relativ absurden Situationen geführt.

    Niemand will Sippel unterstellen, er habe vor der rabiaten Aktion gegen Szalai den Abseitspfiff von Schiri Wolfgang Stark gehört. Aber der FCK-Keeper hat derart rücksichtslos durchgezogen, dass es ohne Abseitsentscheidung in jedem Fall Elfmeter hätte geben müssen. Von daher war dieses Einsteigen unsinnig.

    Wiese, der in jungen Jahren in Lautern bei Ehrmann gelernt hat, hat Müller bei einem Schnittball unmittelbar vor seinem Strafraum mit einem Kung-Fu-Sprung umgelegt - beim für die Bremer aussichtslosen Spielstand von 1:3 zwei Minuten vor dem Schlusspfiff. Da bleibt nur die Einstufung: ohne Rücksicht auf Verluste - eine unsinnige Aktion.

    "Im Tor entscheiden manchmal Kleinigkeiten. Ich komme einfach eine hundertstel Sekunde zu spät. (...) Ich habe der Schwung eher herausgenommen, verdrehe mich dabei. Dadurch sieht das so heftig aus", ist Wiese gestern im "kicker" zitiert worden. Weder Frust noch Absicht habe dabei eine Rolle gespielt. "Ich bin kein unfairer Sportler, sagt Wiese. Lassen wir das mal so stehen. Wobei anzumerken wäre: Tim Wiese ist durchaus ein Wiederholungstäter.

    Nun steht am Samstag am Bruchweg also der noch eher unerfahrene Sebastian Mielitz zwischen den Pfosten. Das muss keine riesengroße Schwächung sein. In der Vorsaison haben die Bremer mit diesem Nachwuchskeeper in Köln 0:0 gespielt und gegen den 1. FC Nürnberg mit 4:2 gewonnen. In der aktuellen Spielzeit gewann Werder mit Mielitz im Kasten mit 4:1 in Mönchengladbach, zu Hause setzte es eine 2:3-Niederlage gegen den 1. FC Nürnberg. Beim jüngsten 1:3 gegen den FC Bayern konnte der junge Mann, der für Werder II immerhin auch schon 40 Drittligaspiele absolviert hat, in den letzten paar Minuten nicht mehr viel falsch machen.

    Reinhard Rehberg

    Mainz 05
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