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    Strongmanrun: Extremläufer stürmen den Nürburgring

    Schlamm, Matsch, Wasser, zahlreiche Höhenmeter, riesige Hindernisse: Darauf freuen sich am Samstag 11 000 Sportler, die sich für den dritten Strongmanrun auf dem Nürburgring angemeldet haben (Start: 12 Uhr).

    Ein bisschen verrückt ist die ganze Veranstaltung ja schon: Der Extremlauf Strongmanrun findet am Samstag zum dritten Mal auf dem Nürburgring statt.
    Ein bisschen verrückt ist die ganze Veranstaltung ja schon: Der Extremlauf Strongmanrun findet am Samstag zum dritten Mal auf dem Nürburgring statt.
    Von unserem Redakteur Jan Lindner

    Der Veranstalter kündigt den Extremlauf als "größten Hindernislauf der Welt" an: Zwei Runden à elf Kilometer warten auf die zumindest leicht wahnsinnigen Läufer. Gestartet wird im Start-Ziel-Bereich, dann geht es über die Grand-Prix-Strecke an der Mercedes-Benz-Arena vorbei und hinaus über Wiesen und Felder Richtung Müllenbach. Nach diesem leichten Schlenker kommen die Extremläufer zurück auf die Grand-Prix-Strecke und laufen schließlich zweimal durchs Ziel. Namensgeber ist der Pastillenhersteller Fisherman's Friend. Laut Veranstalter sahen das Spektakel vergangenes Jahr 35 000 Menschen. Sieger Knut Höhler war nach 1:38 Stunden im Ziel.

    Pro Runde müssen die Läufer 15 Hindernisse bewältigen, die in der Ausschreibung ein wenig romantisiert werden. Da ist die Rede von "erfrischend kaltem Wasser und Poren reinigendem Schlamm, schwindelerregenden Stroh- und kniffligen Reifenhürden, romantischer bis furchterregender Dunkelheit und motivierenden Stromstößen". Die Fotos von 2012 und 2011 (nächste Seite) illustrieren das eindrucksvoll.

    Viele Teilnehmer können aber offenbar auch darüber nur lachen. Der Extremlauf allein fordert sie nicht ausreichend heraus. Die 22 Kilometer als Cowboy zu bewältigen, als Römer mit Schwert und Schild, als Braut, Polizist oder Batman tut's da schon eher. Dass sich die umständliche Kleidung im Gestrüpp verheddern könnte, sich in der Schlammgrube voll Matsch saugen wird oder dass Schwerter beim Klettern über meterhohe Hindernisse eher stören? Geschenkt.

    Auf Zeit laufen sowieso die wenigsten. Die meisten wollen nur irgendwann mal an diesem Tag das Ziel sehen - (fast) egal wann. Zu gewinnen gibt's sowieso nichts außer Ruhm und Ehre. Um das zu spüren, nehmen die Extremsportler - besonders auf den ersten elf Kilometern - längere Wartezeiten vor den Hindernissen in Kauf. So dauerte es bei den Strongman-Rennen 2011 und 2012 auf dem Nürburgring schon mal 45 Minuten, bis sich Batman, Spartacus und Winnetou endlich ins kalte Wasser stürzen konnten oder durch den knietiefen Schlamm robben durften.

    Davor war Warten angesagt vor drei Meter hohen Türmen aus Heuballen, Reifenstapeln und Schwimmbecken. Die lange Wartezeit ist denn auch vielleicht das einzige Manko dieses Extremlaufs. Da kommt es schon mal vor, dass die weniger Ambitionierten bereits auf ihrer ersten Runde am zweiten Hindernis überrundet werden, weil es einige Sportler doch ein wenig stärker ins Ziel zieht.

    Knut Höhler, der vier der bislang sechs Strongman-Rennen gewann, war 2012 nach 1:38 Stunden als Erster im Ziel. 12 027 Läufer waren angemeldet, 9962 gingen an den Start. Davon schafften es 9294 über den Zielstrich. Aufgrund der langen Wartezeiten hoben die Veranstalter im Nachhinein die Karenzzeit von dreieinhalb Stunden auf.

    Der erste Strongmanrun fand 2007 in Münster statt - mit damals nur 1900 Anmeldungen. Die nächsten drei Rennen starteten auf dem Gelände des Flughafens Weeze - mit zunächst 5300 Anmeldungen (2008) und dort letztmalig 8900 Anmeldungen. Für die erste Auflage auf dem Nürburgring 2011 meldeten sich 10 000 Läufer an.

    Strongmanrun: Extremläufer stürmen den NürburgringStrongmanrun auf dem Nürburgring: 10.000 Läufer gehen beim Extremlauf an den StartFisherman’s Friend Strongman-Run am Nürburgring (Archiv)
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