Asbach

Frauengemeinschaft feiert ihren 120-jährigen Geburtstag

Im Jahre 1969 wurde aus dem Mütterverein die Katholische Frauengemeinschaft Deutschland KfD.

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Jahresausflug der Frauengemeinschaft an den Rhein 2019.
Jahresausflug der Frauengemeinschaft an den Rhein 2019.
Foto: Frauengemeinschaft Asbach

Der Verein „Christlicher Mütter“ wurde im Jahre 1900 unter Pfarrer Vogel gegründet. Ziel des Vereins war, eine Intensivierung des religiösen Lebens der Mütter, die Impulse, die sie durch den Verein erhielten, an ihre Familien weiterzugeben und Hilfe bei der christlichen Gestaltung des Lebens in ihrer Familie zu erhalten. Im Jahre 1969 wurde aus dem Mütterverein die Katholische Frauengemeinschaft Deutschland KfD.

Das Foto zeigt Elisabeth Eulenberg, Ulla Grendel und Andrea Balensiefen.
Das Foto zeigt Elisabeth Eulenberg, Ulla Grendel und Andrea Balensiefen.
Foto: Frauengemeinschaft Asbach

Die Gemeinschaft bereicherte das religiöse Leben ihrer Mitglieder durch Besinnungstage und Wallfahrten. Sie regt ihre Mitglieder zu caritativer Tätigkeit an. Bietet aber auch ganz praktische Hilfen und Anregungen zur besseren Bewältigung der Aufgaben des Alltags und zur sinnvollen Gestaltung der Freizeit.

Einige Aktivitäten sind hier erwähnt: Der jährliche Weltgebetstag der Frauen mit der evangelischen Frauenhilfe. Besinnungstage und Seminare in Asbach, Hennef und Rhöndorf. Der Bittgang nach Niedermühlen und die Wallfahrt im Mai nach Bödingen. Die Mitarbeiterrinnen pflegen den Kontakt beim monatlichen Austragen der Zeitschrift „Frau und Mutter“, – suchen Gespräche in Kranken- und Altenbesuchen, – überbringen die Glückwünsche des Vereins bei Silber- und Goldhochzeiten und Altengeburtstagen von Mitgliedern. Es finden Kochkurse für Frauen und Männer statt, ebenso Nähkurse, auch für junge Mütter, deren Kleinkinder beaufsichtigt werden. Jahresausflüge für alle Frauen.

Vorsitzende des Vereins waren, Maria Jüngling, von 1979 bis 1990 Helene Klein, 1990 wurde ein Vorstandsteam gewählt. 2002 ist die Gemeinschaft aus dem Verband KfD ausgeschieden. Seit dieser Zeit sind wir eine Gruppierung mit ähnlichen Aufgaben. Inge Faßbender war von 2002 bis 2015 Teamleiterin. Seit 2015 leitet Ulla Grendel das Team, Elisabeth Eulenberg ist Schatzmeisterin und seit Dezember 2019 Andrea Balensiefen Schriftführerin. In vielen Monaten Arbeit hat Ulla Grendel die Chronik der Frauengemeinschaft zusammengetragen. 120 Jahre sollten in Schrift und Bild für alle Mitglieder zur Verfügung stehen. Die Mitarbeiterinnen haben diese Chronik, nach ihrer Fertigstellung an alle Mitglieder weitergereicht.

In den letzten Jahrzehnten hat sich die Katholische Kirche sehr verändert. Die Menschen in der Gemeinschaft der Kirche natürlich auch. Die Frauen sind heute zum Teil durch Beruf und Familie so eingespannt, dass sie nur wenig Zeit haben, sich dem religiösen Leben zu widmen. Auch sind die Kirchen im Seelsorgebereich Rheinischer Westerwald nicht mehr so gut besucht. Wir haben zurzeit über 220 Mitglieder, die zum Teil 30 beziehungsweise über 40 Jahre der Frauengemeinschaft angehören. Solange wir noch interessierte Frauen in unserer Gemeinschaft haben, werden wir gemeinsam versuchen dem Wandel der Zeit mitzugestalten. Ohne die Frauen, wäre ein lebendiges Leben in der Kirche nicht möglich. Durch die Corona Pandemie wurden acht Wochen lang keine heiligen Messen angeboten. Gerade diese Zeit hat die Menschen sehr verändert. Wir Frauen haben in unterschiedliche Möglichkeiten die Kontakte zur Kirche aufrechterhalten. Durch Gottesdienste im TV oder Internet, durch Gebete und kleine Andachten. Nach und nach werden wieder Gottesdienste und andere Feiern in der Kirche durchgeführt.

Die Pandemie ist leider noch nicht überstanden, wir werden lernen müssen damit noch eine zeitlang zu leben. Es ist uns nicht möglich dieses große Fest zum Gedenken an die 120 Jahre zu feiern. Wir hoffen sehr, dass wir dieses Jubiläum im nächsten Jahr mit unseren Mitglieder und Ehrengästen feiern können. So wünschen wir allen eine gute Zeit und Gottes Segen für alle Tage unseres Lebens.

Bericht von der Teamleitung Ulla Grendel, Elisabeth Eulenberg und Andrea Balensiefen