Archivierter Artikel vom 31.01.2019, 11:00 Uhr
Waldbreitbach

Ein Innenarchitekt übernimmt Verantwortung für die Ausrichtung des Chorgebildes

Michael Rams wurde zum neuen Ersten Vorsitzenden des Kirchenchors „Cäcilia“ 1777 Waldbreitbach gewählt.

Das Bild zeigt gemeinsam mit dem Chorleiter, Dekanatskantor Peter Uhl (im Bild links), den Vorstand um den neuen Ersten Vorsitzenden Michael Rams (im Bild 4. von rechts).
Das Bild zeigt gemeinsam mit dem Chorleiter, Dekanatskantor Peter Uhl (im Bild links), den Vorstand um den neuen Ersten Vorsitzenden Michael Rams (im Bild 4. von rechts).
Foto: Kirchenchor „Cäcilia“ 1777 Waldbreitbach

Auf der Jahreshauptversammlung eines der ältesten Laienchöre in Rheinland-Pfalz wählten die Mitglieder den bisherigen Stellvertreter bei einer Enthaltung zum Nachfolger von Robert Schmidt, der ebenso wie Ehefrau Maria nicht mehr für den Vorstand kandidiert hatte.

„Robert Schmidt bleibt nicht nur mit Leib und Seele Sänger, sondern ist immer ein einsatzfreudiger und verlässlicher 1. Mann gewesen, der sich in jeder Hinsicht mit dem Kirchenchor identifiziert und sich somit stets zum Wohl des Vereins eingebracht hat“, hob Michael Rams das Engagement seines Vorgängers in seiner ersten Amtshandlung hervor.

An der Seite des neuen Chorchefs steht nunmehr Gerhard Rams, der ebenfalls bei einer Enthaltung zum Zweiten Vorsitzenden bestimmt wurde. Mit identischem Ergebnis votierten die Mitglieder wieder für Willi Schmitz als Kassierer und dessen Tochter Hanna als Schriftführerin; Sigrid Reuschenbach bleibt ebenso Notenwartin wie dies bei Liesel Buhr für die Position der Chronistin der Fall ist. Beisitzerinnen sind Andrea Ehlen, Birgit Goldbach, Beate Hohn und Regina Homberger. In diesem Zusammenhang folgten die Mitglieder dem Vorschlag von Michael Rams, der vor den Wahlen angeregt hatte, die Hälfte des Vorstands für zwei Jahre und die übrigen 50 Prozent für ein Jahr in ihren Ämtern belassen zu wollen. Damit soll der Fall der Fälle, dass alle Vorstandsmitglieder einmal gleichzeitig zurücktreten könnten, vermieden werden.

Die ebenfalls beschlossene Beitragserhöhung auf jetzt 15 Euro hatte noch der alte Vorstand auf den Weg gebracht – seit der EURO-Umstellung waren die Beiträge stabil geblieben. Damit dürfte die finanzielle Situation des Vereins noch mehr gesichert sein, schließlich konnte Kassierer Willi Schmitz in seinem Lagebericht nicht nur ein Plus vermelden, sondern ebenfalls verkünden, dass die Unkosten des Lichterkonzertes dank großzügiger Türkollekte vollständig gedeckt werden konnten.

Die Entlastung des alten Vorstandes passt dazu ebenso ins Bild wie die schlussendlich harmonische Lösung von Themen, die durchaus Konfliktpotential hätte bergen können wie die Verlegung des Termins des Chorgeloochs. „Wir möchten alle Interessen berücksichtigen und so oft es geht einen größtmöglichen gemeinsamen Nenner erreichen“, betont Michael Rams. Dabei hat der gelernte Innenarchitekt nicht allein das Innenklima, sondern durchaus auch die Planungen der gesanglichen Glanzlichter in den Jahren 2019 und 2020 im Blick.

Dass für dieses Unterfangen noch mehr Sängerinnen und vor allem Sänger gewonnen werden sollten, wird sich im Ergebnis schon am Tag nach Aschermittwoch zeigen. Dann beginnen nämlich die Proben für das nächste Musikprojekt. Generell hatten zuvor bereits Pfarrer Andreas Burg und Dekanatskantor Peter Uhl auf die Notwendigkeit hingewiesen, viele Sachverhalte und Interessenlagen in der Entscheidungsabwägung berücksichtigen zu müssen. Aber wie stellte Pfarrer Burg doch fest: “Vielen strukturellen Veränderungen zum Trotz habe es in den vergangenen 240 Jahren immer einen Kirchenchor in Waldbreitbach gegeben." Er sei durchaus zuversichtlich, dass diese Tradition fortgeführt werden könne. Es wird also noch viel Wasser die Wied hinunterfließen. Hauptsache, es fließt.