Archivierter Artikel vom 28.01.2019, 10:51 Uhr
Wissen

Alpine Skipiste statt Sporthalle

Wissener Realschüler lernten in Österreich im schuleigenen „Snow-Camp“ Ski fahren.

„Lernen am Computer“, „Bläserklasse“ und besondere Angebote für die Sportklassen: Das sind besondere Lernschwerpunkte der Marion-Dönhoff-Realschule plus in Wissen neben dem regulären schulischen Angebot. Was die sportliche Ausrichtung der Realschule konkret bedeutet, konnten 33 Schüler zusammen mit ihren Lehrern eine Woche im österreichischen Seeboden (Kärnten) bei traumhaften Wetter auf 2100 Metern Höhe praktisch erfahren.

Unter dem Motto „Alpine Skipiste statt Sporthalle“ absolvierten die Kinder viereinhalb Tage Skikurse auf verschiedenen Leistungsebenen: 18 Anfänger erlernten in einem Grundkurs die Basistechniken. Die 15 Schüler, die bereits Vorkenntnisse hatten, konnten in unterschiedlichen Skikursen ihre Fähigkeiten verfeinern. Also mehr als nur ein Freizeitprogramm, welches mit Schwimmen, Nachtwanderung, Gesellschaftsspielen und Filmabenden natürlich auch nicht zu kurz kam.

Im Bereich der Sportklassen geht es der Wissener Realschule vor allem darum, Neues auszuprobieren, Teamerfahrung und besondere Kompetenzen zu sammeln. Das hat sich die Schule in ihrem Profil ab Klassenstufe 5 auf die Fahnen geschrieben und bot zum zweiten Mal diese einwöchige Ski-Freizeit ab der Orientierungsstufe (Klassenstufe 6) bis zur Klassenstufe 10 an.

Natürlich legt die Schule primär Wert darauf, das nötige Wissen einer Realschule zu vermitteln. Das kann zum Beispiel bis zum Abitur an der Berufsbildenden Schule in Wissen führen. Daneben möchte man aber mehr bieten und zusätzliche attraktive Angebote für Schüler der Orientierungs- und Mittelstufe schaffen. Für Schüler der Klassenstufe vier und deren Eltern, die ab Sommer die Weichen in Richtung Realschule stellen, vielleicht ein zusätzliches Argument für die Wissener Realschule. Ein Teil der Lehrer des Kollegiums verfügen über das nötige Fachwissen im Sportbereich und bieten daher einmal im Jahr neben dem regulären Unterricht an, auch das Skifahren zu erlernen oder eben zu verbessern. Ein beliebtes Angebot für die Klassenstufen 6 bis 10.

Eine Woche in den Schnee und lernen wie man Ski fährt ist in Zeiten des Klimawandels im Westerwald nur schwierig zu vermitteln. Wie einfach es sein kann und welche „Nebeneffekte“ wie Ausdauer, Freude an Bewegung und Disziplin das hat, lernten Jung-Skifahrer in dieser Woche des Snow-Camps.

Wichtig ist der Realschule Wissen außerdem, dass nicht nur Schüler mit dem „nötigen Kleingeld“ daran teilnehmen können, sondern alle Kinder, unabhängig ihrer sozialen Herkunft oder Nationalität die Möglichkeiten dazu haben. Die Schulleiterin der Realschule Wissen, Nadine Mattusch, die das Team der Lehrer begleitete: „Unser besonderes Anliegen als Realschule Wissen ist es, dass die Kinder auch außerhalb der Realschule besondere Kompetenzen und Stärken erlernen, die ihnen Selbstbewusstsein, Motivation und Freude vermitteln. Diese können sie in Schule und Beruf beflügeln, Neues zu wagen, sich auch altersübergreifend gegenseitig zu helfen und in der Gemeinschaft Erfolge zu erleben“. Auch ebnet die Schule dazu den Weg in Vereine zu finden, wie zum Beispiel den Ski-Club in Wissen, wo die Schüler das Erlernte dann praktisch anwenden und vertiefen können.

Besonders bedanken möchte sich die Realschule Wissen bei den Firmen Kleusberg, Brucherseifer, Westerwaldbank, Büro Hoffmann und der Adler-Apotheke für ihre großzügige Unterstützung durch Spenden wie zum Beispiel Kapuzenpullover, Warnwesten, Geldspenden und Erste-Hilfe-Packs.

Fazit: Für die Schüler war es ein unvergessliches Erlebnis, was sie so niemals erfahren hätten, wenn es das engagierten Lehrerteam nicht zusätzlich im Programm für die Marion-Dönhoff-Realschule plus verankert hätte. Leider ging die Woche viel zu schnell vorbei, doch die Planungen für die nächste Skifreizeit laufen bereits auf Hochtouren.