Archivierter Artikel vom 11.04.2022, 15:34 Uhr
Koblenz

Treffen der MdBs mit der IHK Koblenz

Die MdBs Rudolph und Machalet informieren sich über die Probleme der Unternehmen – Sanktionen gegen Russland machen sich schon bemerkbar.

Die MdBs Tanja Machalet (links) und Thorsten Rudolph (2. von links) tauschten sich in Koblenz mit IHK-Hauptgeschäftsführer Arne Rössel (rechts) und dem Koblenzer Regionalgeschäftsführer Fabian Göttlich (2. von rechts) aus. Per Video zugeschaltet waren die Vizepräsidenten Wolfgang Küster (hinten links) und Jens Geimer.
Die MdBs Tanja Machalet (links) und Thorsten Rudolph (2. von links) tauschten sich in Koblenz mit IHK-Hauptgeschäftsführer Arne Rössel (rechts) und dem Koblenzer Regionalgeschäftsführer Fabian Göttlich (2. von rechts) aus. Per Video zugeschaltet waren die Vizepräsidenten Wolfgang Küster (hinten links) und Jens Geimer.
Foto: Wahlkreisbüro Thorsten Rudolph/Volker Schmidt

Die Industrie- und Handelskammer Koblenz (IHK) vertritt die Interessen der Wirtschaft im nördlichen Rheinland-Pfalz und zählt rund 100.000 Unternehmen zu ihren Mitgliedern. Für die SPD-Bundestagsabgeordneten Dr. Thorsten Rudolph und Dr. Tanja Machalet ist es daher wichtig, im Austausch mit der IHK zu bleiben, um zu erfahren, wie es den Unternehmen der Region geht. Bei einem Gespräch mit Hauptgeschäftsführer Arne Rössel, den Vizepräsidenten Wolfgang Küster und Jens Geimer sowie dem Regionalgeschäftsführer für die Stadt Koblenz, Fabian Göttlich, spielten die Auswirkungen der Sanktionen gegen Russland auf die hiesige Wirtschaft eine zentrale Rolle.

„Die steigenden Rohstoff- und Energiepreise werden auch die Unternehmen in unserer Region vor große Herausforderungen stellen. Überbrückungshilfen können keine dauerhafte Lösung sein. Die Frage wird sein, wie wir uns in den nächsten Monaten und Jahren auf die veränderte Situation einstellen. Denn wir dürfen uns nichts vormachen: Es spricht derzeit viel dafür, dass uns diese Probleme länger beschäftigen werden“, sagt Thorsten Rudolph. Dass die hiesigen Unternehmen die Auswirkungen der Sanktionen schon jetzt gewaltig spüren, bestätigten die IHK-Vertreter. Sie seien sich bewusst, dass staatliche Hilfen nicht die langfristige Lösung sein könnten. Umso wichtiger sei es allerdings, Planungssicherheit zu bekommen – etwa was die Energie angeht. Sie forderten daher, dass die Energiewende technologieoffen und mit Augenmaß umgesetzt wird. „Die Energiekosten waren bereits ein Wettbewerbsnachteil, der sich in Folge des Krieges nochmals verschärft hat“, so Arne Rössel.

Rössel begrüßte das von Wirtschaftsminister Robert Habeck angekündigte Planungsbeschleunigungsgesetz, das einen Beitrag zum schnelleren Planungsrecht für Infrastrukturen wie Strom- und Verkehrsnetze leisten kann. „Der Druck ist in vielen Bereichen deutlich erhöht, sodass wir noch schneller handeln müssen, als wir das im Koalitionsvertrag vorgesehen haben“, sagt Tanja Machalet. Die Gesprächsteilnehmer waren sich einig, dass die aktuellen Probleme und der daraus resultierende Handlungsbedarf in vielen Bereichen den ohnehin schon bestehenden Fachkräftemangel noch verschärfen werden. „Es sind nicht nur die Bauunternehmen, die fehlen, sondern auch die Planer und Gutachter“, berichtete Jens Geimer etwa. Eine Chance sieht Arne Rössel in der Digitalisierung. „Das könnte ein Zusatzschub sein“, hofft er.

Rudolph und Machalet versicherten, dass die Regierung mit Hochdruck daran arbeiten würde, die dreifache Herausforderung aus Fachkräftemangel, Digitalisierung und der Umstellung auf erneuerbare Energien zu meistern. Dies könne aber nur in Zusammenarbeit mit der Wirtschaft gelingen. „Daher brauchen wir stetig eine Rückmeldung aus der Wirtschaft – gerade auch hier vor Ort“, sagen Rudolph und Machalet, die sich weiter regelmäßig mit der IHK und den Unternehmen der Region austauschen wollen. Die im Gespräch vorgebrachten Probleme der Unternehmen wollen sie mit nach Berlin nehmen und dort zur Sprache bringen.

Pressemitteilung der SPD-Bundestagsabgeordneten Dr. Thorsten Rudolph und Dr. Tanja Machalet