Archivierter Artikel vom 24.04.2019, 14:29 Uhr
Trier/Mertesdorf

Realschule plus an der Römervilla stellt zweitbeste Handballmannschaft in RLP

Kürzlich fand der finale Landesentscheid im Wettbewerb „Jugend trainiert für Olympia – Handball“ statt.

In Mertesdorf trafen sich dort die letzten drei im Turnier verbliebenen Mannschaften im seit Januar andauernden Wettbewerb um die beste Handballschulmannschaft in Rheinland-Pfalz in der Wettkampfklasse IV (Jahrgang 2006 und jünger). Die Realschüler aus Mülheim hatten sich diesen Platz im Finale durch insgesamt acht Siege in Vorrunden und im Regionalentscheid erkämpft. Dass die Realschule dort überhaupt antreten konnte, ist dem sportlichen Verhalten der anderen beteiligten Gymnasien zu verdanken, denn ursprünglich sollte das Landesfinale eine Woche zuvor stattfinden. Dort wäre aber praktisch die halbe Mannschaft der Realschule auf Ski-Exkursion und damit chancenlos gewesen. Nur in Ausnahmefällen und wenn alle beteiligten Mannschaften einverstanden sind, kann dieses Landesfinale vom Ministerium verschoben werden. Das waren die Schulen aus Trier, Schifferstadt und Mayen aber alle (auch alle Mädchenmannschaften, die am gleichen Termin ihr Finale austragen) und so konnten die Mülheimer vollzählig anreisen.

Im ersten Spiel musste die Realschule gegen das Humboldt-Gymnasium aus Trier auf die Platte. Wie in vielen Spielen zuvor starteten sie verhalten und lagen schnell 1:4 zurück. Und das kann sich bei der verkürzten Spielzeit von zwei mal zehn Minuten leicht rächen. Aber die Jungs und das eine Mädchen um Stefan Lakotta und Peter Reif kämpften sich zurück und gewannen ihr Auftaktmatch mit 12:9. Damit war man bereits zweitbeste Schule in ganz Rheinland-Pfalz, und beste Realschule war man ja schon seit dem Regionalentscheid zuvor.

Letzte Instruktionen vor dem ersten Spiel

Nun folgte das entscheidende Spiel des Tages: Paul-von-Denis-Gymnasium Schifferstadt gegen Realschule plus an der Römervilla. Die Schifferstädter hatten D-Jugendliche aus den Bundesligaclubs Rhein-Neckar-Löwen Mannheim und den Eulen Ludwigshafen in der Aufstellung. Wieder lag man schnell zurück, aber dieses Mal ohne Chance auf eine Aufholjagd. Das Endergebnis von 17:11 war völlig verdient und deshalb kam auch überhaupt keine schlechte Stimmung bei den Mülheimern auf. Man musste neidlos anerkennen, dass die Schifferstädter einfach besser waren. Im Gegenteil, zweitbeste Schule insgesamt und beste Realschule von Rheinland-Pfalz zu sein, machte alle Beteiligten sehr stolz.

Konzentration vor dem Endspiel gegen Schifferstadt

Ein großer Dank gilt an dieser Stelle den Vereinstrainern aus Bassenheim Udo Chandoni und Mülheim-Urmitz Achim Mohr, Sebastian Weber, Jochen Britz, Dirk Kohl und Alexander Hoffend, die den Junghandballern eine ausgezeichnete Handballausbildung vermittelt haben. Auf dem Weg zum Landesfinale durften die Realschüler zudem Testspiele gegen das Mittelrhein-Gymnasium und die D-Jugend des TV Bassenheim bestreiten. Der größte Dank gilt ohne Zweifel den bis an die Haarspitzen motivierten Realschülern, die seit Januar jeden Freitag zum Training erschienen waren, obwohl sie im Verein selbst zwei- bis dreimal Training haben und fast jedes Wochenende ein Ligaspiel bestreiten.

Und ohne Eltern läuft ja sowie nicht viel, deshalb auch ein Dank an alle Eltern, die ihre Kinder zum Training fuhren oder mit nach Mertesdorf gereist sind. Für die schicken Aufwärmshirts sorgten dann auch noch die Firmen Dommermuth und Klöschinski aus Mülheim-Kärlich, die schon oft die Realschule unterstützt haben.

Nach dieser langen Handballreise freuen sich alle auf nächstes Jahr bei der Neuauflage des Turniers um die beste Handballschulmannschaft in Rheinland-Pfalz.