Archivierter Artikel vom 11.04.2022, 15:55 Uhr
Koblenz

Inner Wheel – 100 Jahre Kinder und Jugendhilfe

Inner Wheel Deutschland hilft traumatisierten Kindern in Koblenz.

Gemeinsam mit Mark Peine vom Verein KINDERLACHEN haben sie durch ihre Spende den weiteren Ausbau des Kletter- und Bewegungspark auf dem Gelände der KJH Arenberg im Wert von 10.000€ ermöglicht. Der Park wird zum internen Sommerfest am 10. Juli durch die Bürgermeisterin Frau Ulrike Mohrs eingeweiht.
Gemeinsam mit Mark Peine vom Verein KINDERLACHEN haben sie durch ihre Spende den weiteren Ausbau des Kletter- und Bewegungspark auf dem Gelände der KJH Arenberg im Wert von 10.000€ ermöglicht. Der Park wird zum internen Sommerfest am 10. Juli durch die Bürgermeisterin Frau Ulrike Mohrs eingeweiht.
Foto: Inner Wheel

„70 Prozent der Kinder und Jugendlichen, die aus Familien herausgenommen werden, haben extreme traumatische Lebenserfahrungen gemacht. Ein großer Vorteil unserer Einrichtung ist es, dass wir hier eine eigene Traumaambulanz haben und wir sogleich beginnen können, die Kinder und Jugendlichen aufzufangen“, berichtete die Sozialpädagogin Margit Seinsche bei der Vorstellung der Kinder- und Jugendhilfe Arenberg in Koblenz. Zum Start des Leuchttumprojekts des Distrikts 81 im Rahmen des Deutschlandprojekts „Hilfe für traumatisierte und vernachlässigte Kinder und Jugendliche“ waren Deputy Manuela Hiller von Gaertringen-Krapf, Distriktpräsidentin Heidi Oetken und mehrere Freundinnen ihres Distriktvorstandes, die Projektbeauftragte des Deutschlandprojekts Renate Thost-Stetzler, Marc Peine von Kinderlachen sowie Freundinnen des IWC Koblenz mit einer finanziellen Spende für den Bewegungspark in die Einrichtung gekommen. Inner Wheel International, die größte Frauenserviceorganisation der Welt, wird 100 Jahre alt im Jahre 2024. Aus diesem Grund wurde in 2021 gemeinsam mit dem Verein „Kinderlachen“ das Deutschlandprojekt initiiert, im Zuge dessen in jedem der sieben Inner Wheel-Distrikte ein Leuchtturmprojekt kontinuierlich finanziell unterstützt wird.

„Wir sind sehr dankbar, dass wir eines der Leuchtturmprojekte des Deutschlandprojekts von Inner Wheel sind. Denn Spenden wie die Ihrige sind für die individuelle Förderung der Kinder notwendig“, erklärte Manfred Vogt, Geschäftsführer des Seraphischen Liebeswerk Koblenz. „Das Jugendamt trägt die für das operative Geschäft erforderlichen Sach- und Personalkosten dieser Einrichtung. 84 Prozent der Gesamtkosten sind dabei Personalkosten. Für die individuelle Förderung notwendigen Hilfen gibt es häufig aber keine finanzielle Unterstützung. Diese sind unserer Überzeugung nach aber wichtig, um die Kinder und Jugendlichen in ihrer individuellen Entwicklung unterstützen zu können.“ Schließlich müssten gerade vernachlässigte Kinder und Jugendliche grundlegende Dinge (wieder)lernen, wie morgens aufstehen, mittags Hausaufgaben machen, abends schlafen gehen sowie allgemein entwicklungs- und alterstypische Anforderungen bewältigen. Auch gelte es, eine innere Festigkeit aufzubauen. Auf verschiedene Weise tragen hierzu die Traumaambulanz, ein Lernstudio, eine Fahrradwerkstatt, Musik- und Kulturprojekte sowie der Bewegungspark bei. Aktuell gibt es in diesem Park bereits unter anderem einen Wasserplantschplatz, ein Klettergerüst und eine Fahrrad-Skaterbahn. Mit Unterstützung von Inner Wheel wird in den kommenden Monaten nun noch eine überdachte Schaukelanlage gebaut.