Archivierter Artikel vom 14.07.2020, 12:59 Uhr
Kobern-Gondorf

Fahne an der Koberner Niederburg wurde erneuert

Für die Kobern-Gondorfer hat die Kreuzfahne an der Niederburg eine hohe Symbolkraft und ist über die Ortsgrenzen hinaus bekannt.

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Junge Union

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Im Jahre 2005 hörten Karl-Heinz „Dimmes“ Görgen und Christian Comes auf dem Koberner Marktplatz die Anregung, dass eine Koberner Kreuzfahne auf die Niederburg gehöre. Dem nahm man sich an und „Dimmes“ trommelte seine Männer vom Handwerkerstammtisch zusammen, während Christian Comes, der damalige Vorsitzende der Jungen Union, mit Bürgermeister Werner Wolff sprach und um Zustimmung bat. Dieser organisierte spontan eine umgenähte Fahne bei Gretel Feuerpeil. Der alte Mast – eine ehemalige Straßenlaterne vom Koberner Fahrkopf – war festgeschweißt. Die technischen Fertigkeiten der Handwerker ermöglichten jedoch, dass der Fahnenmast verwendbar wurde und eine Koberner Kreuzfahne erstmalig befestigt werden konnte. So wurde der Mast umgelegt und zum Tag der deutschen Einheit 2005 wieder mit neuer Fahne aufgestellt. Aufgrund des heftigen Windes wurde die Fahne seitdem regelmäßig gewechselt. Da jedes Mal der zehn Meter hohe Mast umgelegt und wieder aufgestellt werden musste, entstand eine Tradition für die Mitglieder der Jungen Union Kobern-Gondorf.

2017 gab Christian Comes nach vielen Jahren als JU Vorsitzender das Zepter des Ortsverbandes an Maternus Dötsch und Sebastian Schunn ab. Diese kümmerten sich erstmalig im Sommer 2019 mit Hilfe von Karlheinz Görgen und weiteren Freunden und Förderer um die Erneuerung der Kreuzfahne. Dabei sollte der Mast wie in den Jahren zuvor mit einem Seil abgelassen werden, um die neue Fahne zu befestigen. Doch dann geschah, was man all die Jahre zuvor bei dieser waghalsigen Aktion befürchtet hatte: Das Seil riss und der Mast fiel zu Boden. Keiner kam zu Schaden, aber der massive Stahlmast brach entzwei. Somit hatte dieser ausgedient.

Die mittlerweile in den Gemeinderat gewählten Organisatoren der Jungen Union Kobern-Gondorf, Maternus Dötsch und Sebastian Schwunn, setzten sich nun bei Ortsbürgermeister Michael Dötsch für die Anschaffung eines neuen Fahnenmastes ein. Bürgermeister und Rat stimmten dem zu und beschlossen bei der Gelegenheit die Anschaffung diverser neuer Fahnenmaste an verschiedenen Stellen im Ort. Der Ausführung dieser Aufgabe als Vertreter der Gemeinde nahm sich nun der Beigeordnete Hartmund Hofer an. Im Juni diesen Jahres war es dann soweit: Der neue Fahnenmast für die Niederburg war da und konnte von Mitgliedern der Jungen Union hoch zur Niederburg gebracht werden. Auch Hartmund Hofer ließ es sich, trotz Operation bedingten körperlichen Beeinträchtigungen, nicht nehmen, den Kreuzweg hoch zur Niederburg zu Bestreiten um mit dabei zu sein.

Nachdem der Mast von der beauftragten Firma in die alte Halterung eingelassen wurde, endete eine Serie oft waghalsiger Aktionen: Für die Hissung der Fahne am neuen Mast muss nicht mehr der ganze Mast umgelegt werden. Denn dieser hat einen innenliegenden, verschließbaren Seilzug, der das Hoch- und Runterziehen ohne Umlegungen ermöglicht. Somit wird das Hissen neuer Fahnen in Zukunft ohne Risiko ablaufen können.

Die Junge Union ist allen Unterstützern der Aktionen der letzten Jahre dankbar und freut sich mit der Bevölkerung, dass die Zukunft der Kreuzfahne auf der Niederburg gesichert ist.