Archivierter Artikel vom 24.09.2018, 14:04 Uhr
Koblenz

Ältere Menschen wollen rechtzeitig für ihr Ableben vorsorgen

CDU Senioren Union informiert sich über Vorsorgevollmacht, Betreuungs- und Patientenverfügung sowie das Erbrecht.

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Foto: CDU-Kreisverband Koblenz

Mit Dr. Markus Artz hat die Vorsitzende der Senioren Union, Monika Artz, den mit vielen kniffligen Fragen erschienen Mitgliedern und Gästen den richtigen Gesprächspartner eingeladen. Der Fachanwalt für Familien- und Erbrecht versteht es, komplizierte Sachverhalte in einer verständlichen Weise zu vermitteln. Er beantwortete aufkommende Fragen sofort und gründlich. Die rote Linie seiner Ausführungen: Das wichtigste ist, einer vertrauten Person aus Familie oder Freundeskreis eine Vorsorgevollmacht zu erteilen, solange die eigene Geschäftsfähigkeit erhalten ist. So erspart man sich einen möglicherweise vom Gericht eingesetzten Betreuer. Wer noch hierzu mit fachlicher Beratung ein handschriftliches Testament hinterlegt, kann mit geringen Kosten Erbstreitigkeiten vermeiden, die sehr teuer werden können. Er erklärte die Gestaltungsmöglichkeiten der gesetzlichen Erbfolge. So können z.B. Eheleute ein sogenanntes Berliner Testament verfassen. Auch wies er darauf hin, das ein gemeinsames Konto von Eheleuten Auswirkungen auf die Verteilung des Erbes hat. Bei einem zu vererbenden Wohngrundstück an eine Erbengemeinschaft sei in jedem Fall ein Testament empfehlenswert. Freibeträge, Schenkungen und Vermächtnisse im Steuerrecht waren ebenso ein Thema wie Pflichtteilregelungen und die gute Möglichkeit einen Testamentsvollstrecker zu benennen.

Keine Frage blieb unbeantwortet. Die diskussionsfreudigen Zuhörer dankten dem Referenten mit langanhaltendem Applaus. Dr. Artz verteilte gut verständliche Broschüren zu seinen Themen. Die Vorsitzende dankte allen für den hochspannenden Nachmittag. Sie wies auf die Oktoberveranstaltung der Senioren Union mit dem Sicherheitsberater Karl Heinz Jost hin. Sie bat um Unterstützung ihrer erneuten Kandidatur für den Stadtrat 2019. Sie wolle dort weiterhin die Stimme der Senioren sein.

Bei dem schönen Wetter hatte man sich im Innenhof des Weinguts Antoniushof in Moselweiß zusammengesetzt. Aus dem Keller hörte man leise Geräusche der Traubenverarbeitung.