Archivierter Artikel vom 27.09.2018, 13:31 Uhr
Bubenheim

Abenteuerlich durch die Drachenschlucht und schweißgebadet auf die Wartburg

Die Montagsgruppe des SV Bubenheim wanderte rund um Eisenach.

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Foto: Sportverein Bubenheim

Wie heißt der Thüringer Rennsteiggruß? – „Gut Runst!“ Um 7 Uhr, am 20. September, war es für die Montagsgruppe des Sportvereins Bubenheim wieder so weit: Wir starteten zu unserer diesjährigen Wandertour. Der Weg führte uns nach Eisenach. Heinz Werner Heßling hatte die Tour wieder einmal akribisch vorbereitet und geplant, konnte allerdings aus familiären Gründen nicht persönlich mitfahren. Unser neuer „Leitwolf“ war Michael Cohnen.

Foto: Sportverein Bubenheim

Um kurz vor 11 Uhr waren wir bereits in Eisenach angekommen, machten Quartier im „Gasthaus & Herberge St. Peter“ und dann ging es auch schon bei herrlichem Sonnenschein und fast 30° zur ersten Wandertour, nämlich zur Wartburg. Anfangs spazierten wir fröhlich und locker durch die Straßen der Innenstadt, und nach dem großen Marktplatz sahen wir sie – hoch über unseren Köpfen ragte die Wartburg majestätisch in den Himmel. Das hieß für uns natürlich: „Do müsse mir roff, un zwar ze Foß!“ Nach gut eineinhalb Stunden waren wir tatsächlich oben angekommen. Die meisten schweißgebadet, aber wir waren stolz auf diese stramme Leistung. Herrliche Ausblicke auf die Stadt und das Umland belohnten unsere Strapazen. Nach einer geführten Besichtigung ging es dann wieder bergab. Die Dusche im Hotel war obligatorisch und notwendig.

Foto: Sportverein Bubenheim

Zum Abendessen gingen wir ins „Kartoffelhaus“, dem verrückten Speiselokal in Eisenach, Decke und Wände nostalgisch und informativ dekoriert. Nach dem Motto „heute bleibt der Ofen aus, wir essen im Kartoffelhaus“ gab es tolle Gerichte – sozusagen “alles Tolle aus der Knolle“, wie zum Beispiel „eine Karre Mist“ oder auch „Teufelswerk“- und alles schmeckte wunderbar.

Am 2. Tag teilte sich unsere Gruppe: Drei Mann hatten ihre Fahrräder dabei, sieben Mann wanderten. Der Weg führte uns durch die „Drachenschlucht“ (eine Klamm südlich von Eisenach, circa 3 Kilometer lang, 172 Höhenmeter). Es ging gefühlte 200 Treppenstufen hoch. An der schmalsten Stelle ist die Schlucht nur 68 Zentimeter breit – Abenteuer pur. Der Abend war diesmal nach dem Essen unserem beliebten Kartenspiel („Schwimmens“) gewidmet.

Tag 3 führte uns durch die Wälder hoch über der Stadt zum „Burschenschaftsdenkmal auf der Göpelskuppe“, einem Kriegerdenkmal für die im Deutsch-Französischen Krieg 1870/71 gefallenen Burschenschaftler. Dieses Denkmal ist von großer Bedeutung für die „studentischen Verbände“ und wird bis heute für deren Gedenkveranstaltungen genutzt.

Am 4. Tag (Sonntag) erwischte uns dann der große Regen und besichtigten das Museum der ehemaligen „Automobilwerke Eisenach“, AWE. Das war für uns dann schon eine Konfrontation mit der Wendezeit um die 90er-Jahre einschließlich der Abwicklung großer industrieller Bereiche in der ehemaligen DDR. An dieser Stelle bedeutete das beispielsweise von heute auf morgen die Entlassung von 9.100 Beschäftigten allein in diesem Automobilwerk. Nach einer langen Fahrt im Dauerregen und endlosen Staus auf den Autobahnen waren wir um 17 Uhr wieder wohlbehalten in unserem schönen „Boom“ angekommen.

Fazit: Es waren – wie immer – begeisternde Tage mit informativen Besichtigungen, schönen und stellenweise auch abenteuerlichen Wanderungen und gemütlichem Klönen an den Abenden. So kann es die nächsten Jahre weitergehen!