Archivierter Artikel vom 29.05.2020, 20:21 Uhr
Rheinland-Pfalz

Der Fall Kalbitz: Gibt es einen „Verräter“ aus Rheinland-Pfalz?

Das Aus für Andreas Kalbitz stellt die AfD vor eine Zerreißprobe. Als der Parteivorstand die Mitgliedschaft des brandenburgischen Fraktionschefs für nichtig erklärte, entbrannte der Konflikt zwischen dem vermeintlich aufgelösten, als rechtsextrem eingestuften „Flügel“ und den weiteren Strömungen innerhalb der jungen Partei so deutlich und öffentlich wie nie zuvor. Mit Kalbitz, der seine Mitgliedschaft bei der „Heimattreuen Deutschen Jugend“ und bei den Republikanern beim Parteieintritt verschwiegen haben soll, verlor der „Flügel“ seinen wichtigsten Kopf neben Björn Höcke. Im großen medialen Echo ging fast unter, dass mit Joachim Paul auch ein Rheinland-Pfälzer für den faktischen Ausschluss von Kalbitz gestimmt hat. Jener Paul, den viele als Rechtsaußen innerhalb der AfD Rheinland-Pfalz betrachten. Was sie übersehen: Pauls Ja zum Kalbitz-Aus ist Ausdruck eines spannungsgeladenen Verhältnisses zwischen rheinland-pfälzischen Realpolitikern und dem machthungrigen „Flügel“. Eine Geschichte aus Berlin, Mainz, Koblenz, Kandel und Schnellroda.

Carsten Zillmann Lesezeit: 3 Minuten
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