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Höhr-Grenzhausen

Weil es dringend ist: Höhr-Grenzhausen investiert trotz klammer Kassen in die Straßen

Der Zustand des öffentlichen Straßennetzes in Höhr-Grenzhausen leidet unter der klammen finanziellen Lage der Stadt. Schlaglöcher, bröckelnder Asphalt und ausgewaschener Schotter sind längst keine Seltenheit mehr. „Wir haben einige Straßen, die dringend gemacht werden müssen“, sagt auch Stadtbürgermeister Michael Thiesen. Bislang ist man das Problem durch die Erhebung eines wiederkehrenden Beitrages angegangen, mit dem der Ausbau mindestens einer Straße pro Jahr gegenfinanziert wurde. Aktuell ist es zum Beispiel die Beethovenstraße, deren Sanierung sich dem Ende nähert.

Die Zufahrt zur Pension Oelschlegel in Grenzau ist stark sanierungsbedürftig. Anfang 2018 soll sie zusammen mit zwei weiteren Nebenstrecken wieder Instand gesetzt werden.
Die Zufahrt zur Pension Oelschlegel in Grenzau ist stark sanierungsbedürftig. Anfang 2018 soll sie zusammen mit zwei weiteren Nebenstrecken wieder Instand gesetzt werden.
Foto: Martin Boldt

Weitere Projekte dieser Art wird es aber zunächst nicht mehr geben. Grund ist eine Klage gegen die Stadt und die Zusatzabgabe, die inzwischen vor dem Oberverwaltungsgericht verhandelt wird. Der Vorwurf richtet sich vor allem gegen das Prozedere, dass es keine Feinabstufungen gibt und alle Bereiche der Stadt gleich hoch abgerechnet werden. „Womöglich werden wir dazu aufgefordert, zwei oder mehr Abrechnungseinheiten zu bilden. Das wäre natürlich nicht gut“, so Thiesen. Bis in der Sache eine Entscheidung gefallen sei, ruhe der Beitrag deshalb. Für 2018 habe es erstmals keine neuen Bescheide mehr für die Einwohner gegeben.

Drei kleinere Maßnahmen im Wert von rund 80.000 Euro, die sich wirklich nicht mehr länger aufschieben lassen, hat die Verwaltung jetzt in einer gemeinsamen Ausschreibung gebündelt. Der Haupt- und Finanzausschuss hat seine Zustimmung bereits mit sechs zu drei Stimmen erteilt, der Stadtrat wird sich der Sache am 18. Dezember annehmen.

Konkret geht es um die Bereiche der Zufahrten zur Pension Oelschlegel in Grenzau und den King-Werken in Grenzhausen. Letzteres Unternehmen, erklärt Thiesen, wird mittlerweile regelmäßig von großen Lastzügen angefahren. Durch die neue Einbahnstraßenregelung in der Hermann-Geisen-Straße können die Werke jedoch nicht mehr wie früher von Süden, sondern nur noch über einen schmalen Wirtschaftsweg abgehend von der Lindenstraße angefahren werden. „Dieser ist im Prinzip zu schmal für die Lkw“, beschreibt Thiesen, „mit der Ertüchtigung werden wir ihn verbreitern und auch eine richtige Asphaltdecke einziehen. Das sind wir dem Unternehmen schuldig.“

Auch der Wirtschaftsweg zur Pension Oelschlegel wird eine neue Asphaltdecke erhalten. Die entstehenden Kosten von etwas mehr als 36.000 Euro werden Stadt und Anlieger sich im Verhältnis 1:1 teilen. Für Sandra Oelschlegel-Puschmann, die die Grenzauer Pension leitet, sind die nahenden Ausbesserungsarbeiten ein Segen. Seit gut einem Jahrzehnt bemüht sie sich nach eigener Aussage schon um eine Sanierung, weil neben Hunderten Urlaubern und Montagearbeitern jedes Jahr auch vier Langzeitmieter die Zufahrt benutzen müssen. „Der Zustand der Wege ist schon seit Jahren katastrophal“, berichtet die 44-Jährige. Ohne Geländewagen sei manchmal kein Durchkommen mehr möglich, so tief haben sich die Fahrspuren in den Untergrund gefressen. Haltern von tiefer liegenden Autos drohen Schäden am Unterboden. „Denen empfehle ich inzwischen, dass Auto besser oben an der Hauptstraße stehen zu lassen, oder aber bei schwierigen Abschnitten über das angrenzende Feld zu fahren“, so Oelschlegel-Puschmann.

Auch in der Verlängerung der Schützenstraße Richtung Vallendar sind massive Straßenschäden vorhanden, die bereits zum Sturz eines Radfahrers geführt haben. Auch hier plant die Stadt eine zusätzliche Asphaltierung von rund zwölf Metern Länge. „Starkregen spült hier regelmäßig den Schotter weg, den die Stadt dort aufbringt“, sagt Thiesen. Start für die Bauarbeiten wird bei positivem Votum des Rates voraussichtlich im Januar sein.

Von unserem Reporter Martin Boldt

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