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    Weihnachtsmarkt lässt Montabaur erstrahlen

    Das neue Konzept des Montabaurer Weihnachtsmarktes lockte viele Besucher in die Kreisstadt.

    In den Straßen der Kreisstadt weihnachtete es sehr, als eine Stampede von Zipfelmützenträgern am Sonntagnachmittag durch die nach Waffeln und Glühwein duftende Innenstadt lief. Besucher hätten die zahllosen Sportbegeisterten für eine Fata Morgana in der winterlichen Kreisstadt halten können. Doch schnell wurde klar: Es handelte sich bei den Hobby- und Profiathleten um insgesamt 2000 laufwütige Wohltäter, die am Münz-Spendenlauf teilnahmen. Das Winterwunderdorf in der Montabaurer Innenstadt stand in diesem Jahr zum ersten Mal unter der Leitung der Eventmanagerin Alexandra Marx von der Agentur Smiling Events, die bereits im Sommer 2013 mit der Heimatausgabe von Mission Olympics überregionale Bekanntheit erlangt hatte. Marx sollte, nach den eher bescheidenen Vorjahresbilanzen, die Rentiere sprichwörtlich ins Trockene holen, um den Weihnachtsmarkt der Kreisstadt erneut für die Liebhaber der besinnlichen Jahreszeit attraktiv zu machen. Zu diesem Zweck wurden die wettergegerbten Buden aus vergangenen Zeiten durch neue, robustere Holzstände ausgetauscht. Auch das Konzept sollte sich grundlegend ändern, weg von der Gastronomie, hin zu einem abwechslungsreichen Erlebnismarkt mit möglichst vielen Ausstellern verschiedenster Zünfte. Zu diesem Zweck wurde eine vollkommen neue Plattform auf dem Plateau der Kirche St. Peter in Ketten geschaffen. „Diese Kulisse gibt dem Weihnachtsmarkt ein ganz besonderes Ambiente", freute sich Birgit Zehrfaß (58) aus Neuhäusel. „Vor allem jetzt, wenn es langsam dunkel wird und nur noch die Kirche und die kleinen Buden erleuchtet sind, hat der Markt etwas Magisches", sagte sie. Und tatsächlich kamen sämtliche Zipfelmützenträger und solche, die es werden wollen, auf ihre Kosten. So hatte man vor allem auf dem Kirchplateau Wert auf eine besondere Standvielfalt gelegt. Die italienischen Spezialitäten der Feinkost „Via del gusto" sowie der Weihnachtspunsch des Hotels Schlemmer, die zahlreichen Kunsthandwerker, das Kinderschminken im Pfarrhaus sowie die lebendige Krippe, welche Spenden für das Tierheim Montabaur sammelte, ließen allesamt große und kleine Herzen höherschlagen. Besonders begeistern konnten die Aquarelle und handgedrehten Kerzen der Künstlerin Ulla Tomala (66). „Ich bin in diesem Jahr zum ersten Mal dabei", erklärte sie, „normalerweise verkaufe ich meine Werke eher auf Kunst- und Handwerkermärkten." In diesem Jahr habe sie sich, aufgrund des neuen Konzepts, dazu entschlossen, die Engelsbranche zu erobern: „Ich stelle jetzt seit Donnerstag aus und muss sagen, dass ich sowohl von Besuchern als auch von Standkollegen eine sehr positive Resonanz erhalten habe." Einvernehmlich habe man festgestellt, dass der Montabaurer Weihnachtsmarkt in diesem Jahr ein heißer Treffpunkt sei. Die Jüngsten und jung Gebliebenen schienen beim Eisstockschießen um eine Kandidatur für die olympische Winterspiele zu ringen. „Ich habe noch nie einen Eisstock geworfen", gestand Sophie Neumann (9) aus Arenberg. „Ich denke, das ist wie Bowling, nur eben im Winter", sagte sie. Zur großen Freude aller Besucher ist der beleuchtete Adventskalender in den Fenstern des alten Rathauses auch in diesem Jahr erhalten geblieben. „Es wäre sehr schade gewesen, wenn die 24 Türchen verloren gegangen wären", äußerte Gertrud Möllermann (72) aus Neuhäusel. Und ihr Enkel, der eine Montabaurer Schule besucht, stimmte eifrig zu: „Schließlich muss ich abzählen, wann die Weihnachtsferien endlich beginnen." Auch Reinhild Weyrich, die den Stand der Selbsthilfegruppe Hirnaneurysma Wirges leitete, konnte eine positive Bilanz ziehen. „Wir sind an zwei Tagen hier, und nachdem wir im vorherigen Jahr ausgesetzt haben, ist dies nun das vierte Mal auf dem Montabaurer Weihnachtsmarkt", erzählte sie. Neben ihrer Aufklärungsarbeit über das seltene Krankheitsbild boten die Aktivisten auch selbst gebackene Plätzchen und Handarbeiten an. Sie seien über das große Interesse und die Spendenbereitschaft der Besucher positiv überrascht. „Ich muss allerdings sagen, dass die Resonanz ähnlich positiv ist wie in den vorherigen Jahren", fügt sie hinzu. Sie plane bereits gemeinsam mit ihrer Gruppe ein weihnachtliches „Revival" im kommenden Jahr. Bis in den späten Abend hinein wirbelte noch die ein oder andere Zipfelmütze durch die Innenstadt, während der Andrang an den Gastronomieständen so groß wurde, dass einige Budenbesitzer schmunzelnd resignierten und die Marke „ausverkauft" auf ihren Theken platzieren konnten. Die großen und kleinen Weihnachtsmänner, ganz egal ob vom DLRG, dem Roten Kreuz, als Standbetreiber oder in zivil, huschten auch bei Anbruch der Dunkelheit noch durch die Altstadt, um, wer könnte es schon genau sagen, womöglich hier und da noch einige Geschenke zu verteilen.

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