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    VG Montabaur: Investitionen an Feuerwehrgerätehäusern

    Was hinter dem sperrigen Wort Feuerwehrbedarfsplan steckt, darüber diskutierte der Rat der Verbandsgemeinde Montabaur in seiner jüngsten Sitzung. „Es ist ein Plan, bei dem es nicht um wirtschaftliche Einsparung geht“, betont der erste Beigeordnete Andree Stein. Und: „Es ist nur eine Anregung“, ergänzt Bürgermeister Edmund Schaaf. Welche der Maßnahmen, die in dem 256 Seiten starken Werk erarbeitet wurden, tatsächlich umgesetzt werden, darüber muss im Einzelnen entschieden werden. So stimmte der Rat der Verbandsgemeinde Montabaur dem Bedarfsplan mit großer Mehrheit zu.

    Leistet die Verbandsgemeinde Montabaur dem Bedarfsplan Folge, so müsste in den kommenden fünf Jahren mindestens an 9 von 22 Feuerwehrstandorten in die Feuerwehrgerätehäuser investiert werden. Demzufolge hätte die VG unter anderem in Hübingen und Niederelbert neue Feuerwehrgerätehäuser zu bauen. In Eitelborn, Montabaur, Nentershausen, Neuhäusel und Welschneudorf müsste an- oder umgebaut werden.

    Auch in den Montabaurer Stadtteilen Elgendorf und Horressen sowie in Niedererbach wären Baumaßnahmen nötig, dort hängt das weitere Vorgehen jedoch davon ab, ob und wie eventuell Feuerwehreinheiten zusammengelegt werden. Dagegen regt sich vor allem unter den aktiven Feuerwehrleuten Widerstand, weshalb insbesondere dieser Punkt im Rat diskutiert wurde. Christof Frensch (FWG) gab zu bedenken, dass bei einer Zusammenlegung auch die verbliebenen Aktiven eventuell noch ihren Dienst quittieren würden. Bernd Labonte (CDU) stellte klar, dass das Ehrenamt auf jeden Fall gestärkt werden und deshalb eine einvernehmliche Lösung gefunden werden müsse. Letztlich, so ergänzte Udo Schöfer (SPD), dürften aber auch die Kosten nicht aus den Augen verloren gehen.

    Bürgermeister Edmund Schaaf brachte es am Ende noch einmal auf den Punkt: Die Verbandsgemeinde habe noch nie von sich aus eine Zusammenlegung angeregt. Wenn aber keine geeignete Mannschaft zusammenkomme und zur Brandbekämpfung im eigenen Ort die Nachbarwehr anrücken müsste, dann könne eben dort nicht investiert werden. Damit hätten im Umkehrschluss aber beispielsweise die Freiwilligen Feuerwehren Niedererbach und Eschelbach immer noch die Chance zu beweisen, dass sie wichtig sind, so Schaaf. Er stellte damit noch einmal klar, dass die reale Mannstärke einer Wehr im Brandfall Dreh- und Angelpunkt des Bedarfsplanes und damit zukünftiger Investitionen ist.

    Die Leistungsfähigkeit einer Feuerwehr hängt vor allem von einer ausreichenden Personalstärke ab. Auch hierzu trifft der Bedarfsplan Aussagen. Demzufolge stehen 69 Prozent der freiwilligen Feuerwehrleute tagsüber von montags bis freitags nicht zum Einsatz bereit, weil sie beruflich gebunden sind. Für die gesamte Verbandsgemeinde kämen in diesem Zeitraum 160 Feuerwehrleute infrage. So ist ein Großteil der Feuerwehreinheiten nur abends und am Wochenende in der Lage, eine selbstständige Einheit sicherzustellen. Deshalb wird im Bedarfsplan unter anderem empfohlen, personalfördernde Maßnahmen, wie zum Beispiel die intensive Betreuung von Jugendfeuerwehren, wie auch Doppelmitgliedschaften oder Tagesalarmstandorte einzurichten.

    Von unserer Redakteurin
    Susanne Willke

    Montabaur Hachenburg
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