40.000
  • Startseite
  • » Region
  • » Aus den Lokalredaktionen
  • » Westerwälder Zeitung
  • » Projekt an der A48: Baurecht für Fachmärkte soll 2018 vorliegen
  • Aus unserem Archiv
    Höhr-Grenzhausen

    Projekt an der A48: Baurecht für Fachmärkte soll 2018 vorliegen

    Vor genau einem Jahr wurden dem Stadt- und Verbandsgemeinderat Höhr-Grenzhausen in einer gemeinsamen Sitzung die Pläne für das neue Fachmarktzentrum an der A 48 präsentiert. Mehrere Supermärkte, Einzelhandelsgeschäfte, Arztpraxen und auch eine Bäckerei sollen auf dem 25.000 Quadratmeter großen Areal der Firma Rastal entstehen. Bis auf ein großes Banner, das an Ort und Stelle seitdem für die Vision wirbt, ist es – zumindest in der Öffentlichkeit – still um das Projekt geworden. Den aktuellen Planungsstand erfuhr unsere Zeitung jetzt von Bürgermeister Thilo Becker.

    Ein großes Plakat weist in Höhr-Grenzhausen bereits seit einem Jahr auf das geplante Fachmarktzentrum hin. Foto: Martin Boldt
    Ein großes Plakat weist in Höhr-Grenzhausen bereits seit einem Jahr auf das geplante Fachmarktzentrum hin.
    Foto: Martin Boldt

    Der gibt zunächst Entwarnung: „Alle Investoren sind noch an Bord.“ Es habe aber in der Tat kleinere Verzögerungen gegeben. Auch die vereinfachte raumordnerische Prüfung gemäß Raumordnungsgesetz ist noch nicht abgeschlossen. Verbände und Nachbarkommunen hatten hier bis zum 8. September die Gelegenheit, eine Stellungnahme zum Projekt der Kannenbäckerstadt abzugeben. „Uns wurde durch die Struktur- und Dienstleistungsdirektion (SGD) mitgeteilt, dass eine Kommune um Fristverlängerung gebeten hat“, so Becker. Hierbei handelt es sich um die Nachbarstadt Ransbach-Baumbach, deren Stellungnahme der Behörde inzwischen allerdings vorliegt.

    Dort plagen die Verantwortlichen gewisse Bauchschmerzen bezüglich des Bauvorhabens. Prinzipiell wird zwar anerkannt, dass Höhr-Grenzhausen seinem Versorgungsauftrag in seiner Funktion als Mittelzentrum aktuell nicht angemessen nachkommt und eine Anpassung daher nachvollziehbar ist. Nichtsdestotrotz rechnet Ransbach-Baumbachs Bürgermeister Michael Merz damit, dass eine Realisierung des Einkaufszentrums nicht ohne Folgen für seine eigene Stadt und die dazu gehörige Verbandsgemeinde bleiben wird. Künftig könnte weniger Geld in den Kassen des eigenen Einzelhandels verbleiben.

    Gegenüber der WZ macht Merz daher keinen Hehl daraus, dass er die Schaffung eines neuen dezentralen Versorgungsbereiches in der Nähe der Autobahnabfahrt durchaus kritisch sieht. Sowohl aus städtebaulicher Sicht als auch in Bezug auf die Landesentwicklungsplanung. „Wir begrüßen aber auch, dass der Schwerpunkt der Planung in der Verlagerung bereits bestehender Versorger (Aldi, Lidl, NKD) besteht und nur ein ergänzender Teil als klassische Neuansiedlung zu sehen ist“, so Merz. Sichergestellt werden müsse aus seiner Sicht allerdings, dass sich an den frei werdenden Alt-Standorten keine zentrenrelevanten Betriebe ansiedeln.

    Auch in der Kreisstadt ist man seitens der Politik noch nicht vollends überzeugt: Der Bau-, Haupt- und Finanzausschuss erachtet eine Nachbesserung des zur Beurteilung beigefügten Gutachtens als dringend notwendig, da die Stadt Montabaur in die Untersuchung über die Auswirkungen und den möglichen Abzug von Kaufkraft aus anderen Orten nicht berücksichtigt wurde. Im Rahmen der weiteren interkommunalen Beteiligung wird daher eine Neuvorlage gefordert.

    Seitens der Investoren bleibt man optimistisch: „Unser Ziel ist eine Baugenehmigung noch 2018“, sagt Lutz Lakomski, der das Fachmarktzentrum mit der Familie Sahm (Rastal) und seinen Partnern Stefan Buschner und Arndt Ulrich entwickeln will. Jede Verzögerung koste sie, bedingt durch die jährlichen Kostensteigerungen im Bausektor, Geld. 20 Millionen Euro waren anfangs als Gesamtinvestitionskosten kalkuliert worden. Um keine weitere Zeit zu verlieren, habe man die benötigten Verkehrs- und Schallschutzgutachten bereits in Auftrag gegeben. Das schon jetzt starke Verkehrsaufkommen am Kreisel soll durch das neue Zentrum nicht wesentlich beeinflusst werden, verspricht der Investor. Das beauftragte Ingenieurbüro Manns aus Wirges ist in seinem Gutachten immerhin zu dem Schluss gekommen, dass sich 70 bis 80 Prozent der künftigen Kunden aus dem bereits existierenden Verkehr speisen würden, also von Menschen, die schon heute auf dem Heimweg über den Kreisel fahren und in Zukunft eben dann noch kurz zum Einkaufen stoppen würden.

    Die weiteren Hausaufgaben für die Verwaltung skizziert Thilo Becker: Stimmt die SGD dem Fachmarktzentrum zu, wird die Verbandsgemeinde den Flächennutzungsplan anpassen und die Stadt einen entsprechenden Bebauungsplan aufstellen. Bei den Verbandsgemeindewerken müsste im Rahmen der Erschließung zudem ein Übergabepunkt für die Wasserversorgung definiert werden.

    Darüber hinaus wird die VG neue Abwasserleitungen durch das Gelände ziehen müssen. „Auch wenn alle Beteiligten sich auf schnellstmögliche Bearbeitung verständigen, wird Baurecht vermutlich erst im ersten oder zweiten Quartal 2018 vorliegen“, schätzt Becker.

    Von unserem Reporter Martin Boldt

    Montabaur Hachenburg
    Meistgelesene Artikel
    Anzeige
    Anzeige
    Online regional
    Markus Eschenauer

    Regio-CvD Online

    Markus Eschenauer

    Mail | 02602/160 474

    epaper-startseite
    Regionalwetter Westerwald
    Sonntag

    1°C - 3°C
    Montag

    2°C - 4°C
    Dienstag

    2°C - 5°C
    Mittwoch

    4°C - 5°C
    News aus Ihrer Region - Lokalteil wählen
    wissenlinz,neuwiedremagenmontabaurandernach,mayenkoblenzdiezbademszellsimmernbirkenfeldkirn,badsobernheim,meisenheimbadkreuznach
    Bildergalerien: Fotos unserer Leser
    &bdquo;Pfui Spinne&ldquo; mag der ein oder andere beim Anblick dieses Fotos von Volker Horz denken. Und doch hat die Detailaufnahme dieses Festmahls ihren ganz eigenen Reiz. Jedenfalls ist dem Achtbeiner hier ein dicker Fang ins Netz gegangen.&nbsp;Wenn auch Sie ein sch&ouml;nes Bild f&uuml;r unsere Leserfoto-Rubrik haben, dann schicken Sie es an die Adresse <a href="mailto:montabaur@rhein-zeitung.net">montabaur@rhein-zeitung.net</a>. Beachten Sie dabei bitte die erforderliche Mindestaufl&ouml;sung von 2500 mal 1500 Pixel.

    Mit der Kamera im Westerwald unterwegs: Hier zeigen wir die schönsten Fotos unserer Leser. Zusenden per E-Mail.