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    Streithausen

    Poly-Nister-Plastik aus Streithausen: Seit 50 Jahren Spezialist für Kunststoff

    Die Firma Poly-Nister-Plastik aus Streithausen feiert in diesem Jahr 50. Geburtstag. Auch wenn das Unternehmen nicht unmittelbar für den Endverbraucher, sondern für Geschäftskunden aus der Industrie in ganz Deutschland produziert, tauchen viele Teile, die in Streithausen hergestellt werden, immer wieder im alltäglichen, vor allem häuslichen Umfeld zahlreicher Bürger auf. Verantwortlich dafür ist die enge Zusammenarbeit der Westerwälder mit namhaften Herstellern von Haushalts- und Gartengeräten.

    Katja Rattay hat 2012 von ihren Eltern die Geschäftsführung von Poly-Nister-Plastik übernommen. Hier präsentiert sie mit Fertigungsleiter Joachim Orsowa Spulen, die in Staubsaugern zum Einsatz kommen.
    Katja Rattay hat 2012 von ihren Eltern die Geschäftsführung von Poly-Nister-Plastik übernommen. Hier präsentiert sie mit Fertigungsleiter Joachim Orsowa Spulen, die in Staubsaugern zum Einsatz kommen.
    Foto: Röder-Moldenhauer

    Gegründet wurde das Familienunternehmen, das heute rund 80 Mitarbeiter und fünf Auszubildende zählt, 1967 von Hans-Wilhelm und Agnes-Eva Damm – den Eltern der heutigen Geschäftsführerin Katja Rattay. Die Gründer, die sich nach dem Ingenieurstudium von Hans-Wilhelm Damm im Westerwald niederließen, starteten seinerzeit mit einer einzigen Maschine. Die Wurzeln der Tätigkeit lagen zunächst im Formenbau. Daraus gewachsen ist ein auf die Konstruktion und Herstellung technisch komplexer Kunststoffteile spezialisierter Fachbetrieb, der inzwischen im Drei-Schicht-Betrieb arbeitet. Als Gewinn für Poly-Nister-Plastik entpuppte sich schon frühzeitig die gute Geschäftsbeziehung zum großen Haushaltsgerätehersteller Miele, der bis heute der Hauptkunde der Streithausener ist. An Miele-Staubsaugern gibt es eine Funktion, die den meisten Hausfrauen und Hausmännern bekannt sein dürfte: eine Spule, die per Knopfdruck das Stromkabel im Innern des Gerätes aufrollt. Die Teile aus Kunststoff, die für diesen Mechanismus benötigt werden, stammen von Poly-Nister-Plastik. Zwei- bis dreimal pro Woche kommt ein großer Miele-Lkw nach Streithausen, um fertige Produkte abzuholen. Hochwertige Kunststoff-Spritzgussartikel der Westerwälder findet man jedoch nicht nur in Staubsaugern, sondern beispielsweise auch in Waschmaschinen des namhaften Markenherstellers wieder.

    Aber auch viele Gartenfreunde dürften bereits Produkte von Poly-Nister-Plastik in der Hand gehalten haben. Zu den Kunden der Westerwälder auf diesem Gebiet gehört beispielsweise die Firma Wolf-Garten, die unter anderem eine spezielle Schere für Buchsbäume im Sortiment führt. Die Kunststoffgriffe dieser Scheren werden in Streithausen hergestellt.

    Wer einen Traktor der Marke Deutz Fahr besitzt, hat sicher schon einmal die Schutzabdeckung über dem Motor geöffnet – und somit ebenfalls indirekt Kontakt mit Poly-Nister-Plastik gehabt, die genau solche Abdeckungen produziert. Weitere namhafte Großkunden tauchen in den Listen des Streithausenser Jubiläumsbetriebes auf, der im engen Austausch mit seinen Partnern vielfach auch das für die Herstellung bestimmter Waren benötigte Werkzeug entwickelt und baut. Neue Kunden gewinnen Katja Rattay und ihre Mitarbeiter zum Beispiel durch regelmäßige Besuche auf Fachmessen.

    Die Verwaltung des Unternehmens ist in einem geschichtsträchtigen Gebäude Streithausens, nämlich in der alten Schule, untergebracht, in dem sich früher auch die Wohnung der Firmengründer befand. Durch das starke Wachstum des Betriebes musste dieser Bereich jedoch irgendwann ebenfalls in Büros umgewandelt werden.

    Katja Rattay hat 2012 die Geschäftsführung von ihren Eltern übernommen. Mit der jungen Generation gab es ein paar strukturelle Veränderungen. Manche Maschinen wurden ausgetauscht, weitere Investitionen sollen folgen. Dem Motto „Verbindung zwischen Tradition und Technik“ fühlt sich Poly-Nister-Plastik aber bis heute verpflichtet. Ihr gesamtes Spektrum an Leistungen (Produktentwicklung; werkzeuggerechte Überarbeitung von Artikelkonstruktionen; Konstruktion und Bau von Vorserien-Werkzeugen aus Aluminium; Prototypen-Herstellung; Konstruktion und Bau von Serien-Werkzeugen; Projektcontrolling; Baugruppenmontage; Drehen, Erodieren und Fünf-Achs-Fräsen von Serien-Werkzeugteilen) stellt die Firma am Samstag, 10. Juni, bei einem Tag der offenen Tür vor.

    Von unserer Redakteurin Nadja Hoffmann-Heidrich

    Viele Mitarbeiter sind Poly-Nister-Plastik seit Jahrzehnten treu

    Die meisten Mitarbeiter der Firma Poly-Nister-Plastik kommen aus der näheren Umgebung. Viele von ihnen sind bereits seit Jahrzehnten für das Streithausener Unternehmen tätig. Um auch künftig genügend qualifizierte Kollegen für anspruchsvolle Tätigkeiten zu haben, setzt der Betrieb stark auf Ausbildung.

    Ausgebildet wird in den Bereichen Werkzeugbau: Werkzeugmechaniker, Spritzerei: Verfahrensmechaniker, Versand: Fachlagerist sowie Bürokauffrau/-mann und Industriekauffrau/-mann. Die derzeitigen fünf Azubis haben gute Chancen, nach ihrer Lehre übernommen zu werden, denn der viel zitierte Fachkräftemangel beschäftigt auch Poly-Nister-Plastik bereits, berichtet Geschäftsführerin Katja Rattay. Zunehmend ein Thema ist auch die Konkurrenz aus Asien im Bereich Werkzeugbau. „Bei den Endprodukten aber vertrauen die Kunden ganz klar lieber unserer heimischen Fertigung“, so Rattay. Weitere Infos über Poly-Nister-Plastik im Internet unter: www.polynisterplastik.de

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