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Maschine dominiert im Westerwaldkreis

In den Forstämtern des Westerwaldkreises in Neuhäusel, Rennerod und Hachenburg sind Rücke-pferde bisher nur bedingt ein Thema. Eingesetzt werden sie hin und wieder im Bereich der Forstämter Neuhäusel und Hachenburg. Bereits seit mehreren Jahren werden in den Revieren des Forstamtes Hachenburg Rückepferde zum Vorliefern von gefällten Bäumen eingesetzt.

Foto: Röder-Moldenhau

Der Einsatz beschränkt sich dabei regelmäßig auf Bereiche, in denen es nicht sinnvoll ist, Maschinen zu nutzen, weil der Boden leiden würde. Der nächste planmäßige Einsatz wird dort voraussichtlich im Januar 2018 im Forstrevier Kroppacher Schweiz erfolgen. Dann sollen Laubhölzer schwacher Dimension aus dem Wald an Rückegassen oder direkt an den Waldweg gezogen werden, teilt Hans-Günter Mohr vom Forstamt Hachenburg mit. Von einer Renaissance des Rückepferdes spricht Johannes Pinn, stellvertretender Leiter des Forstamtes Neuhäusel. In dem Amtsbereich wird derzeit ein Pferd im Forstrevier Montabaur eingesetzt. Aber Pinn wünscht sich durchaus, dass Rückepferde positiv auch von Unternehmen unterstützt werden, die geeignete Pferdeführer mit einer Affinität zu Pferden zur Verfügung stellen. Das Rückpferd sei in den 70er/80er-Jahren verdrängt worden. Doch seit Beginn der Zertifizierungen sei der Bedarf insbesondere in jungen Waldbeständen, in denen die Bäume eng stehen, wieder gestiegen. Pinn würde den Einsatz von Pferden, soweit in der Fläche vorhanden, begrüßen.

Kritischer betrachtet Michael Weber vom Forstamt Rennerod den Einsatz von Rückepferden. Diese seien nur für einen sehr kleinen Teil einsetzbar und im Allgemeinen auch teurer, sodass für ihn am Ende eher das Gesamtergebnis zähle. Es müssten eine Vielzahl von Aspekten berücksichtigt und abgewogen werden, nach denen zumindest für das Forstamt Rennerod der Einsatz von Rückepferden bisher nicht infrage kam. Aus seiner Sicht gibt es viele Punkte unter einen Hut zu bringen. Dazu gehörten eben nicht nur augenscheinliche Punkte wie Holzstärke, Geländebedingungen und Bodenschutz, sondern auch Aspekte wie Arbeitssicherheit, geschultes Personal, Unternehmerkapazität und Komplexität der Organisationskette. „Technisch gibt es in nahezu allen Fällen Alternativen, die in der Gesamtschau zu einem besseren Gesamtergebnis führen“, so Weber. Er schließt jedoch nicht aus, dass das Rücken mit Pferden hier und da ein gutes Mittel ist, wo zum Beispiel aus Gründen des Naturschutzes oder des Wasserschutzes ein Maschineneinsatz ausscheidet.

Susanne Willke

Montabaur Hachenburg
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