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    Luckenbach

    Luckenbachs Mitte lädt zum Verweilen ein: Seifenbach fließt offen über den Dorfplatz

    „Bald flanieren die Preußen durch Luckenbach“, mutmaßt der aus Hachenburg stammende rheinland-pfälzische Landtagspräsident Hendrik Hering. Denn die neu gestaltete Ortsmitte, zu deren Einweihung er ein Grußwort sprach, lädt wahrlich zu einem entspannten Bummel ein – und das nicht nur die „Preußen“, wie die Nachbarn aus den umliegenden Gemeinden des AK-Landes scherzhaft genannt werden.

    Nach Jahren der Planung und der Bauarbeiten war es am Samstag so weit: Luckenbachs Ortsbürgermeister Karl-Heinz Kaiser (3. von rechts) durchschnitt gemeinsam mit einigen Ehrengästen das rote Band am neu gestalteten Dorfplatz. Ein Hingucker: der renaturierte Seifenbach. 
    Nach Jahren der Planung und der Bauarbeiten war es am Samstag so weit: Luckenbachs Ortsbürgermeister Karl-Heinz Kaiser (3. von rechts) durchschnitt gemeinsam mit einigen Ehrengästen das rote Band am neu gestalteten Dorfplatz. Ein Hingucker: der renaturierte Seifenbach. 
    Foto: Röder-Moldenhauer

    Man dürfe nicht nur den demografischen Wandel beklagen, sondern müsse die ländlichen Räume unter Einbeziehung der Bürger attraktiv und lebenswert gestalten, fuhr der Landtagspräsident fort. Genau das hat in Luckenbach funktioniert. Ein reges Vereinsleben und die Dorfgemeinschaft, die zur Einweihung gekommen war, zeugten davon. Der Männergesangverein unter der Leitung von Bruno Müller gab ein Ständchen. „Wenn alle Brünnlein fließen“, ein kleines Augenzwinkern, denn der Dorfbrunnen, der hier stand, hat nie richtig funktioniert. Jetzt plätschert der renaturierte Seifenbach lustig und gelungen durch sein offenes Bett. Wasser führte er an diesem Nachmittag genug, denn es regnete. „Damit niemand hineinfällt, ist er nachts beleuchtet wie eine Landebahn“, erklärte eine Luckenbacherin.

    Die ökologische Bedeutung des Gewässers hob die Vizepräsidentin der Struktur- und Genehmigungsdirektion (SGD) Nord und neue FDP-Bundestagsabgeordnete Sandra Weser in ihrem Grußwort hervor. Von einem mutigen, ambitionierten Projekt sprach auch der Bürgermeister der Verbandsgemeinde Hachenburg, Peter Klöckner. Der neu gestaltete Platz mit dem gläsernen Pavillon möge den Menschen zur Kommunikation dienen, führte er aus. Auch das Gespräch über politische Themen sei wichtig, meinte Klöckner, und bezog sich dabei auf das Abschneiden der AfD bei der Bundestagswahl.

    Dann durchschnitt Ortsbürgermeister Karl-Heinz Kaiser symbolisch ein rotes Band und erklärte die neue Ortsmitte für eröffnet. Sichtlich stolz ist er auf das Ergebnis, denn Jahre der Planung, des Sammelns von Bürgervorschlägen, der Debatten und Abstimmungen im Gemeinderat und der komplizierten Genehmigungsverfahren sind zu einem guten Abschluss gekommen. An der Planung waren die Ingenieurbüros „Stadt-Land-Plus“ und „Planeo“ beteiligt, federführender Architekt war Andreas Pohle. Auch die Finanzierung des Projektes, das ja nicht nur das „Facelifting“ des Ortskerns beinhaltet, sondern auch eine grundlegende Erneuerung der Abwasserkanalisation, den Ausbau der Ortsdurchfahrt und der Gehwege sowie die Bachrenaturierung umfasst, war nicht einfach, erklärte Kaiser. Verbandsgemeindewerke, Kreisverwaltung und gleich drei Landesministerien – das für Umwelt, das für Verkehr und das Innenministerium – waren daran beteiligt. Wie die Bürger den neuen Platz annehmen und mit Leben füllen, das wird sich in Zukunft erweisen. Am Eröffnungstag feierten sie jedenfalls in geselliger Runde bei Freibier und Blasmusik des Luckenbacher Musikvereins unter der Leitung von Stefan Hees. „O Westerwald, wie bist du schön“, in Luckenbach jetzt sogar noch ein bisschen schöner.

    Von unserem Mitarbeiter Matthias Budde

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