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    Kongresszentrum auf Schloss Montabaur feierlich eröffnet

    Mit einem Festakt ist gestern das neue Konferenzzentrum der Akademie Deutscher Genossenschaften (ADG) auf Schloss Montabaur eingeweiht worden. Mit der feierlichen Eröffnung nimmt das rund 5,7 Millionen teure Veranstaltungszentrum nach 18 Monaten Bauzeit nun offiziell seinen Betrieb auf. „Ich freue mich, das erste energetisch autarke Konferenzzentrum der Welt eröffnen zu können“, sagte ADG-Vorstandsvorsitzender Axel Kehl vor rund 200 Gästen aus der Genossenschaftsorganisation, aus Wirtschaft, Politik und Gesellschaft.

    Montabaur - Mit einem Festakt ist gestern das neue Konferenzzentrum der Akademie Deutscher Genossenschaften (ADG) auf Schloss Montabaur eingeweiht worden. Mit der feierlichen Eröffnung nimmt das rund 5,7 Millionen teure Veranstaltungszentrum nach 18 Monaten Bauzeit nun offiziell seinen Betrieb auf. „Ich freue mich, das erste energetisch autarke Konferenzzentrum der Welt eröffnen zu können“, sagte ADG-Vorstandsvorsitzender Axel Kehl vor rund 200 Gästen aus der Genossenschaftsorganisation, aus Wirtschaft, Politik und Gesellschaft.

    Kehl bedankte sich insbesondere bei Landrat Achim Schwickert, bei VG-Bürgermeister Edmund Schaaf und Montabaurs Stadtbürgermeister Klaus Mies für die „stets sehr kooperative Begleitung des nicht alltäglichen Bauprojektes“. Schließlich gab es einige Hürden des Denkmalschutzes zu überwinden. So wurden rund 10 0000 Kubikmeter Erde und Fels aus dem Schlossberg abgetragen, um das 550 Quadratmeter große, zweigeschossige Tagungszentrum im alten Rosengarten zu versenken. Eine große Herausforderung sei dabei die Baugrubensicherung gewesen, sagte der ADG-Chef. Auch habe es manche Überraschungen gegeben, etwa als man bei Erdwärmebohrungen auf Geysire stieß. Stolz zeigte sich Kehl auf das neue Energiekonzept des Tagungszentrums: „Wir haben hier die erste Fotovoltaik-Glaskuppel der Welt errichtet.“ Dem Dernbacher Architekturbüro Michael Graf dankte Kehl für die „Genialität der Ideen“.

    Ganz bewusst setzte der ADG-Chef bei der Einweihungsfeier eigene Akzente: „Wir haben uns dazu entschlossen, auf die üblichen Einweihungsrituale zu verzichten und das Konferenzzentrum vielmehr im Echtbetrieb mit fachlichen Inhalten zu zeigen“, erläuterte der ADG-Chef. Und so kam bei der Einweihungsfeier die hochmoderne Konferenztechnik samt Dolmetscherkabinen zum Einsatz. Die Gäste wurden gleichsam zu Seminaristen und konnten in dem rund 350 Quadratmeter großen Hauptsaal gleich zwei Fachvorträgen lauschen. Erstmals stellte der Münchener Professor Julian Nida-Rümelin, einer der führenden deutschsprachigen Philosophen, Ergebnisse seines noch bis Jahresende laufenden ADG-Forschungsprojektes zur genossenschaftlichen Unternehmens- und Führungsethik vor. Der frühere Kulturstaatsminister betonte, dass die Einhaltung moralischer Grundregeln ebenso wie eine regionale Verankerung und eine kooperative Grundhaltung wesentliche Voraussetzungen ökonomischen Erfolges seien. In diesem Sinne seien die Genossenschaften eine der erfolgversprechendsten Organisationsformen, resümierte Nida-Rümelin.

    Als weiteren Hauptredner konnte die ADG Don Tapscott gewinnen. Live aus Kanada zugeschaltet und simultan von zwei Dolmetschern übersetzt, sprach der Universitätsprofessor aus Toronto über die Auswirkungen von Web 2.0 auf die Wirtschaft. Die neue, die Netz-Generation, schaffe einen Mehrwert, indem sie ihr Wissen teilt und dadurch neues Wissen schafft, sagte Tapscott. Das Internet revolutioniere unsere Gesellschaft wie seinerzeit Buchdruck und Industrialisierung. „Das ist ein dramatischer Wandel“, sagte Tapscott.

    Das Konferenzzentrum bietet der Genossenschaftsorganisation, aber auch Unternehmen und Institutionen aus der Region und darüber hinaus Platz für große Tagungen und Seminare. Bis zu 350 Personen können hier konferieren; bei entsprechender Konzertbestuhlung bietet das Veranstaltungszentrum rund 500 Gästen Platz. Das neue Kongresszentrum trage den sich wandelnden Kundenbedürfnissen Rechnung, sagte Kehl. „Bei der Qualifizierung von Führungskräften ist seit einiger Zeit eine stärkere Nachfrage nach kurz laufenden, intensiven Tagungen im größeren Rahmen spürbar“, sagte der ADG-Chef der WZ. Hierzu hatte die ADG bislang kein passendes Raumangebot. Doch diese Lücke ist nun geschlossen.

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