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Pyeongchang/Westerwald

Im Einsatz für die digitalsten Spiele aller Zeiten: Daniel Schüler ist als Social-Media-Reporter bei Olympia dabei

Die Olympischen Winterspiele sind das Sportereignis des Jahres, und für all diejenigen, die dabei sein dürfen, die Erfüllung eines Traumes. Das gilt nicht nur für die Athleten. Einer, der sich dieser Tage ebenfalls nach Pyeongchang aufgemacht hat, ist der Westerwälder Daniel Schüler. Und seine Aufgabe in Südkorea wird auch deshalb spannend, weil es – wieder einmal – die digitalsten Spiele aller Zeiten werden sollen.

Daniel Schüler ist 27 Jahre alt. Social Media und Sport sind seine Leidenschaften. Als Reporter über Team Deutschland bei den Olympischen Spielen kann er diese in ganz besonderer Weise miteinander verbinden.  Foto: Markus Eschenauer
Daniel Schüler ist 27 Jahre alt. Social Media und Sport sind seine Leidenschaften. Als Reporter über Team Deutschland bei den Olympischen Spielen kann er diese in ganz besonderer Weise miteinander verbinden.
Foto: Markus Eschenauer

Daniel Schüler ist Social-Media-Reporter für Team Deutschland, wie die Olympiamannschaft nun schon seit einiger Zeit heißt. Mit Livestreams und Videos möchte er die Nutzer teilhaben lassen am olympischen Alltag und natürlich auch herausragenden, bewegenden Momenten. „Die Arbeit begeistert mich, weil ich die Möglichkeit habe, Athleten auf ihrem Weg zu ihren sportlichen Höhepunkten zu begleiten“, erzählt Schüler, und gerade bei Olympia entstehe eine Art „Magie“. Dieses schwer zu beschreibende Gefühl versucht der 27-Jährige zu transportieren. Mit Social Media habe man die Chance, Eindrücke, Emotionen, aber auch Tatsachen den Menschen zu vermitteln und für den Einzelnen immer nah dran zu sein. Schüler ist optimistisch, dass dies gelingt und das vierköpfige Team auch mit kritischen Situationen und Überraschungen umgehen kann. Denn die werden kommen, ist sich der 27-Jährige sicher – und spricht aus Erfahrung.

Es ist nicht das erste Mal für Schüler, den „olympischen Geist“ zu spüren. Schon in Rio de Janeiro vor zwei Jahren war er als Reporter im Einsatz. Für den 27-Jährigen, der aus Schenkelberg stammt und nun nach Puderbach umzieht, waren gerade die Sommerspiele eine ganz besondere Erfahrung. Seit vielen Jahren schon ist Schüler selbst als Leichtathlet aktiv. Der 100-Meter-Sprint ist seine Paradedisziplin. Einige hohe 10er-Zeiten konnte er auf die Bahn bringen. Doch immer, wenn es gerade noch besser hätte werden können, machten ihm Verletzungen einen Strich durch die Rechnung. Sportlich aus eigener Leistung heraus hätte es für die Olympischen Spiele nicht gereicht, also habe er sich etwas anderes suchen müssen, sagt er nicht ganz ernst gemeint. Das hat geklappt.

„Ich bin sozusagen vom Sport zum Fernsehen und dann zum Sport gekommen“, erzählt Daniel Schüler, der ansonsten bei ntv live vor der Kamera steht. Während einer verletzungsbedingten Auszeit begann er nach einer Moderationsausbildung beim Deutschen Leichtathletikverband verschiedene Sportveranstaltungen zu moderieren. So kam eines zum anderen, und der Kontakt zum Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) entstand. Als Ende 2015 dann das Angebot kam, Team Deutschland im Netz zu präsentieren, habe er dieses „sofort begeistert angenommen“, erinnert sich der 27-Jährige.

  • Daniel Schüler berichtet live via Facebook von der Einkleidung der deutschen Mannschaft.

Nun ist er also bereits zum zweiten Mal bei Olympischen Spielen dabei. Aufgeregt ist er dennoch. Sommerspiele in Brasilien und Winterspiele in Südkorea seien zwei völlig verschiedene Welten. Arbeitsbedingungen, Unterkünfte, Abläufe: Alles ist anders. Bei einem solchen Ereignis wird man wohl nie von Routine sprechen können. Doch trotz der Unterschiede wird es eine Gemeinsamkeit geben, die Daniel Schüler durchaus bedauert: Von den Sehenswürdigkeiten werde er auch dieses Mal sicherlich nichts mitbekommen. „Schließlich gibt's eine Menge Arbeit zu erledigen.“

Doch nicht erst in Südkorea greift Daniel Schüler zu Handy, Kamera und Mikrofon. Der Einsatz hat schon viel früher begonnen. So war der Westerwälder unter anderem live bei der Einkleidung der deutschen Mannschaft in München vor wenigen Tagen unterwegs. Und auch sonst wird viel auf Facebook gepostet, getwittert und auf die Fotoplattform Instagram gestellt – schließlich werden es wieder einmal die digitalsten Spiele aller Zeiten.

Von unserem Redakteur Markus Eschenauer

Über alle sozialen Netzwerke gibt es Infos und Impressionen

Daniel Schüler ist Teil des vierköpfigen Teams, das die deutsche Olympiamannschaft, das Team Deutschland, im Netz präsentiert. Impressionen aus dem Deutschen Haus gibt's beispielsweise auf Instagram, Liveinterviews mit Sportlern können die Nutzer auf Facebook verfolgen, und via Twitter werden die aktuellen Infos getickert.

Daniel Schüler trifft bei seiner Arbeit für den DOSB zahlreiche Promis. Hier ist er mit Lena Gercke bei der Präsentation der Kleidung für Team Deutschland in Düsseldorf zu sehen.  Foto: privat
Daniel Schüler trifft bei seiner Arbeit für den DOSB zahlreiche Promis. Hier ist er mit Lena Gercke bei der Präsentation der Kleidung für Team Deutschland in Düsseldorf zu sehen.
Foto: privat

Was hier manchmal ganz spontan wirkt und locker-leicht rüberkommt, ist mitunter jedoch das Ergebnis harter Arbeit und akribischer Vorbereitung. So werden beispielsweise schon mal verschiedene Szenarien, wie ein Wettbewerb aus deutscher Sicht enden könnte, durchgespielt und medial vorbereitet, um dann im richtigen Moment die Menschen draußen zu informieren und zu überraschen.

Wer wissen möchte, was Daniel Schüler und die anderen Social-Media-Reporter während der Olympischen Spiele so treiben, kann einfach auf die Internetseite   www.teamdeutschland.de gehen. Dort sind alle Accounts verlinkt. 

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