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    Westerburg

    Haydns „Schöpfung" in Westerburg großartig interpretiert

    Mit Beifallsstürmen und stehenden Ovationen hat sich das Publikum für die großartige Aufführung von Joseph Haydns „Die Schöpfung" in der Christkönigskirche Westerburg bedankt.

    Unter der Gesamtleitung von Christoph Rethmeier brillierten das Vox Humana Ensemble, das Orchester L'arpa festante (München) und drei Solisten in Westerburg.
    Unter der Gesamtleitung von Christoph Rethmeier brillierten das Vox Humana Ensemble, das Orchester L'arpa festante (München) und drei Solisten in Westerburg.
    Foto: Röder-Moldenhauer

    Von unserer Reporterin Angela Baumeier

    Unter der musikalischen Gesamtleitung von Dekanatskantor Christoph Rethmeier interpretierten das Vox Humana Ensemble (Chor des Evangelischen Dekanats Bad Marienberg), das Orchester L'arpa festante (München) auf historischen Instrumenten (nebst Hammerflügel) und die drei begnadeten Solisten Julia Borchert (Sopran), Bernhard Schneider (Tenor) und Rolf A. Scheider (Bass) das 1796 bis 1798 entstandene Oratorium überaus schwungvoll.

    Das großartig musizierende Orchester meisterte die Tonmalerei der „Erschaffung der Welt" dynamisch und nuancenreich vom Pizzicato bis zum breiten Legato, vom gehauchtem Piano bis zu den kräftig gespielten rasanten Läufen. Frei und ausdrucksstark sang Vox Humana und zeigte dabei die Früchte einer disziplinierten Probenarbeit. Ein Bravo gilt auch den Solisten, die wunderbar feinfühlig sangen und sich damit als Oratorieninterpreten bestens empfahlen.

    Dass aus diesen künstlerischen Einzelleistungen ein stimmiges Ganzes wurde, ist der enthusiastischen Leitung Rethmeiers zu danken. So wurde dieses Konzert zu einem besonderen musikalischen Erlebnis, das die Freude an und über die Schöpfung der Welt widerspiegelte und in eine jubelnde Lobpreisung des Schöpfers mündete.

    Glückwunsch zu dieser grandiosen Aufführung, Herr Rethmeier. Wie hat sich der Dekanatschor mit Ihnen auf dieses Konzert vorbereitet?

    Wir haben Anfang Februar mit den Proben begonnen und hatten rund 20 Proben, dazu nach einer fünfwöchigen Sommerpause vor zwei Wochen ein Probenwochenende.

    Wie stark sind Sopran, Alt, Tenor, Bass besetzt?

    Wir sind 15 Soprane, 13 Alte, 7 Tenöre und 7 Bässe, leider konnten nicht alle am Konzert mitwirken.

    Wie alt ist das jüngste Mitglied, wie alt das älteste? Wie lange singen sie durchschnittlich mit?

    Das jüngste Chormitglied ist 18 (aber auch schon vier Jahre bei uns!), das älteste 74 Jahre alt. Im Durchschnitt ist das Vox Humana Ensemble bei 42 Mitgliedern 48 Jahre alt. Wir haben ein starkes Mittelfeld im Bereich 40 bis 57 Jahren, aber immerhin auch noch 9 Choristen von 18 bis 39. Das Vox Humana Ensemble besteht nun 26 Jahre. Es sind noch 8 Gründungsmitglieder dabei und sehr viele, die zwischen 10 und 17 Jahren im Chor sind, in den letzten 5 Jahren sind 11 Chormitglieder hinzu gekommen. Ein Großteil des Chores ist also schon recht lange dabei und mir in den 17 Jahren, in denen ich nun den Chor leite, sehr verlässliche und auch musikalisch mitziehende Gegenüber geworden.

    Führen Sie die „Schöpfung" noch an einem anderen Ort auf?

    Wir führen die Schöpfung nur einmal auf, was mit Blick auf das Probenengagement der Chormitglieder schade ist. Um eine solche Aufführung zu ermöglichen, bedarf es sehr vieler Anstrengungen im finanziellen Bereich, da über die Eintrittsgelder nicht einmal ein Drittel der Kosten aufgebracht werden. Umso dankbarer sind wir denen, die uns finanziell unterstützt haben.

    Wie viele Mitglieder hat der Förderverein?

    Der Förderverein besteht hauptsächlich aus den Chormitgliedern. Dazu kommen noch einige wenige Angehörige von Choristen oder vom Chorleiter. Statt eines Mitgliedsbeitrages als Chormitglied bitten wir die Choristen darum, Mitglied im Förderverein zu werden, Bedingung für die Mitgliedschaft im Chor ist dies aber nicht.

    Was war für Sie die größte Herausforderung bei der Einstudierung?

    Die Bandbreite der musikalischen Stilistiken ist gerade in Haydns Schöpfung ziemlich reichhaltig. Von barocken Formen und deren Tonsprache bis hin zu frühromantischen Tendenzen ist alles drin. Dies für unsere Konzertbesucher hörbar werden zu lassen, bedeutet für alle Akteure ein Wissen um die musikalische Tonsprache. „Töne können" allein reicht nicht, damit es Haydn oder Mendelssohn oder Bach wird. So ist viel Detailarbeit vermittelt und geleistet worden, denn auch in scheinbar „leichten" Chören ist viel zu beachten

    Was sind die nächsten Pläne von Vox Humana?

    Am Sonntag, 22. Dezember, (vierter Advent), 18 Uhr, singen wir in der St. Severus Stiftskirche in Gemünden advent- und weihnachtliche Chormusik. Im Jahr 2014 wird es sicher wieder ein chorsinfonisches Konzert geben. Was wir aufführen und wann der Termin ist, wird in den nächsten Wochen mit dem Chor festgelegt. Ideen gibt es viele, mir schweben zwei Konzertprojekte vor, ein klassisches und eines im Bereich Cross over, also der Mischung von klassischer und moderner Kirchenmusik.

    Weitere Infos: www.vox-humana-ensemble.com

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