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Ailertchen

Förderverein gegründet: Die Kirche soll im Dorf bleiben

Einige Bürger haben in Ailertchen den „Förderverein Wendelinus Verein Ailertchen e. V.“ gegründet. Der neue Verein wirbt derzeit um weitere heimatverbundene Mitglieder. Denn ohne zusätzliche Mittel sind Betrieb und Erhalt von Kirche und Pfarrheim nicht mehr zu gewährleisten.

Der Förderverein setzt sich dafür ein, dass die Kirche im Dorf bleibt.
Der Förderverein setzt sich dafür ein, dass die Kirche im Dorf bleibt.
Foto: Röder-Moldenhau

Mit der Neustrukturierung der Pfarreienlandschaft im Bistum Limburg unter dem umstrittenen Bischof Franz-Peter Tebartz van Elst, hat sich auch die Finanzierung der Kirchen, beginnend mit der Aktion „Sparen und Erneuern“ aus dem Jahr 2010, entscheidend verändert. Die finanzielle Hilfe des Bistums für die Kirche in Ailertchen ist auf ein Minimum beschränkt worden.

Einige Bürger haben in Ailertchen einen Förderverein zum Erhalt ihrer Kirche gegründet.
Einige Bürger haben in Ailertchen einen Förderverein zum Erhalt ihrer Kirche gegründet.
Foto: Michael Wenzel

Auch heute noch, mehr als 80 Jahre nach der Einweihung der katholischen Kirche St. Wendelin in Ailertchen, stellt sie, einschließlich des angegliederten Pfarrheimes, einen sozialen und baulichen Mittelpunkt des Ortes dar. Die Bürger Ailertchens haben die Kirche in einer leidvollen Zeit mit wenigen finanziellen Mitteln, viel Eigenleistung und Gottes Hilfe aufgebaut. Die alte Wendelin-Kapelle aus dem 16. Jahrhundert war im Jahr 1928 wegen Baufälligkeit abgebrochen. Der damalige Bürgermeister Schneider war mit die treibende Kraft, um einen Kirchbau in der heutigen Form errichten zu lassen. Die Bauplanung lag seinerzeit in den Händen der Architekten Josef Fein aus Langenhahn und Hans Delscher (Frankfurt). Am 14. Juni 1931 konnte der Grundstein gelegt werden und am Wendelinstag, dem 20. Oktober 1931, wurde der Bau durch Pfarrer Alois Giesendorf eingesegnet. Der Geistliche leitete in den Jahren von 1931 bis 1937 die Pfarrgemeinde St. Josef in Schönberg, zu der Ailertchen gehörte. Die Mitglieder des neuen Fördervereins hoffen jetzt darauf, dass noch viele Menschen dem Verein beitreten werden, um durch ihre Beiträge diesen wichtigen Ort Ailertchens zu erhalten. Als erste Maßnahme wurde jetzt ein Flyer entwickelt, der alle wichtigen Informationen zum Anliegen des Vereins und seinem Vorstand, zur Baugeschichte und zum Patron der Kirche, dem Heiligen Wendelin, enthält. In der Kirche St. Wendelin wurden viele Menschen getauft, viele Paare wurden hier getraut und viele Verstorbene von dort aus zur letzten Ruhe geleitet. Dieser wichtige Ort muss auch für künftige Generationen erhalten bleiben. Die Kirche, die heute zur Großpfarrei „St. Franziskus im Hohen Westerwald“ gehört, muss im Dorf bleiben.

Rudi Grabowski

Montabaur Hachenburg
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