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Hartenfels/Selters

EU-Richtlinie bedeutet Aus für Klärteichanlage Hartenfels: Klärwerk Selters muss erweitert werden

Martin Boldt

Die Verbandsgemeinde Selters will in den kommenden Jahren mehr als 3 Millionen Euro in die Hand nehmen, um die Teichkläranlage Hartenfels an die modernere Aufbereitungsanlage der Stadt Selters anzuschließen.

Bis 2021 soll die alte Teichkläranlage Hartenfels an die moderne Anlage in Selters (hier im Bild) angeschlossen werden. Für den Bau einer Trasse und eines benötigten Pumpwerks will die Verbandsgemeinde mehr als drei Millionen Euro investieren.  Foto: VG Selters
Bis 2021 soll die alte Teichkläranlage Hartenfels an die moderne Anlage in Selters (hier im Bild) angeschlossen werden. Für den Bau einer Trasse und eines benötigten Pumpwerks will die Verbandsgemeinde mehr als drei Millionen Euro investieren.
Foto: VG Selters

Der Hintergrund: Aufgrund der in den letzten Jahren deutlich gestiegenen Wasserrahmenrichtlinien der EU entspricht die 1987/1988 gebaute Anlage nicht mehr dem heutigen Standard. Seitens der SGD Nord wurde daher die Auflage erteilt, bis zum Jahr 2021 eine Optimierung der Abwasserreinigung vor Ort vorzunehmen oder aber die Zentralisierung der Abwasserreinigung voranzutreiben. Die mit einer Machbarkeitsstudie beauftragte Ingenieurgesellschaft Dr. Siekmann + Partner empfahl dem Verbandsgemeinderat jetzt in seiner jüngsten Sitzung die zweite Variante, da sowohl der bauliche Aufwand als auch die zu erwartenden Gesamtkosten hier am niedrigsten ausfallen würden. Hinzu kommt, dass die Selterser Anlage, die aktuell Abwässer von 11.500 Menschen verarbeitet, noch Kapazitäten besitzt und die zusätzliche Belastung aus der Hartenfelser Anlage von rund 2500 Einwohnern und Campingplatzbesuchern ohne nennenswerte Probleme bewältigen könnte.

Benötigt werden hierfür eine neue Pumpstation in Hartenfels sowie eine neu zu verlegende Pumpleitung, mit der die Abwässer in Richtung Selters transportiert werden. Nach ersten Berechnungen würde die hierfür benötigte Trasse rund 3500 Meter durch unbebautes Gebiet verlaufen und könnte dann im Bereich der Gemeinde Rückeroth an einen bereits existierenden Kanal angeschlossen werden. Dabei müssen insgesamt 54 Höhenmeter überwunden werden, so die Experten des Ingenieurbüros. Sie rechnen mit einer Lebensdauer des Baus von 40 Jahren und der Maschinentechnik von mindestens 20 Jahren. Der Rat votierte im Anschluss an die Präsentation einstimmig für die Zentralisierung der Abwässer in Selters, sodass von einem Planungsstart für die Umsetzung noch in der zweiten Jahreshälfte und mit einer Fertigstellung in 2021 zu rechnen sei. Bürgermeister Klaus Müller zeigte sich froh über die Entwicklung: „Wir wissen jetzt, wo die Reise hinführt.“

Von unserem Reporter Martin Boldt

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