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Westerburg

Ehemann prellte seine reiche Frau um 100.000 Euro

Er wollte, wie er sagte, aus seinem goldenen Käfig ausbrechen. Also nahm er das Geld seiner beruflich sehr erfolgreichen Frau und bereitete sich damit unter anderem auf Geschäftsreisen in Hotels angenehme Stunden mit netten, freundlichen Damen, die ihm jeden Wunsch von den Augen ablasen. Um mehr als 100.000 Euro schröpfte der 51-Jährige die Konten seiner Ehefrau, stopfte mit dem Geld Schuldenlöcher, die in seinen Internetfirmen entstanden waren. Das ging mehr als zwei Jahre so. Die Gattin ahnte nichts.

Westerburg – Er wollte, wie er sagte, aus seinem goldenen Käfig ausbrechen. Also nahm er das Geld seiner beruflich sehr erfolgreichen Frau und bereitete sich damit unter anderem auf Geschäftsreisen in Hotels angenehme Stunden mit netten, freundlichen Damen, die ihm jeden Wunsch von den Augen ablasen. Um mehr als 100.000 Euro schröpfte der 51-Jährige die Konten seiner Ehefrau, stopfte mit dem Geld Schuldenlöcher, die in seinen Internetfirmen entstanden waren. Das ging mehr als zwei Jahre so. Die Gattin ahnte nichts.

Erst als der Gaslieferant vor der Haustür stand und ihr ein unbezahlte Rechnung präsentierte, nahm sie ihre Konten etwas genauer unter die Lupe – und fiel fast aus allen Wolken. Mittlerweile sind die beiden geschieden, und ihr Ex-Mann ist rechtskräftig verurteilt. Ein Gericht in Westerburg verurteilte ihn zu einer Bewährungsstrafe von zwei Jahren. Zusätzlich muss er 200 Sozialstunden ableisten. Strafrichter Hans Helmut Strüder machte deutlich, dass der entstandene wirtschaftliche Schaden noch weitaus höher ist, als die angeklagten 100.000 Euro.

Augenblicklich lebt der Angeklagte von Hartz IV, vor Gericht einräumte. Angeblich brauchte er den größten teil des Geldes für seine Internetfirmen, weil er eine falsche Einkaufspolitik betrieben hätte und die roten Zahlen geraten sei. „Ich dachte, in vier Wochen kannst Du das Geld, wenn die Geschäfte wieder etwas besser liefen, wieder auf das Konto zurück überwiesen", rechtfertigte sich der Angeklagte. Doch dem war offenbar nicht so, denn er buchte weiterhin munter ab. Und er ging sogar noch einen Schritt weiter. Ohne Wissen und Einverständnis seiner Frau unterschrieb er in ihrem Namen einen Verpfändungsvertrag. Damit marschierte er zu einem Bankinstitut in Weilburg, wo vorspiegeln wollte, dass seine Frau diese Erklärung ausgestellt habe. Auch eine Mastercard Gold beschaffte sich der 51-Jährige ohne Wissen und Wollen seiner Frau. Er versah sie mit ihrem Namen und beglich damit eine Tankrechnung. (wez)

Mehr lesen Sie in der Mittwochausgabe der Westerwälder Zeitung.

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