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    Montabaur

    Chinesen wollen von Wäller Firma lernen

    Eine Delegation qualifizierter Geschäftsführer mittelständischer Unternehmen aus China hat die Firma Modul Technik in Montabaur besucht. Anlass war die Teilnahme der Manager an einem vierwöchigen Kooperationsprogramm, das vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) finanziert wird.

    Foto: Lisa Wolf

    Von unserer Mitarbeiterin Lisa-Marie Wolf

    Die bis zu 20-köpfige Fachdelegation besichtigt dabei insgesamt 60 überwiegend mittelständische Firmen in Deutschland. Ziel der Teilnehmer ist es unter anderem, die hiesige Unternehmenskultur besser kennen zu lernen. Die Durchführung des Programms übernehmen die Kölner Carl Duisberg Centren. Vor allem für die deutsche Außenpolitik ist der Austausch mit den Chinesen von Bedeutung.

    Die Montabaurer Firma Modul Technik wurde gleich aus mehreren Gründen für das Programm ausgewählt. Zum einen ist das Unternehmen aufgrund seines guten Standorts und der zentralen Lage im Wirtschaftsraum Koblenz attraktiv. Weiterhin spielten die Expertise im Bereich Qualitätssicherung sowie weltweite Vertriebsstrukturen eine Rolle. Nicht zuletzt verfügt der Hersteller medizinischer Versorgungssysteme bereits über Erfahrungen im Exportgeschäft mit China.

    So zeigte sich bereits zu Beginn des Besuchs ein sehr herzliches Bild. Die beiden Geschäftsführer von Modul Technik, die Geschwister Anna und Philip Balagny, begrüßten zusammen mit ihrer Mutter Christa die chinesischen Besucher mit freundlichem Händeschütteln. Als Einstieg stellte Anna Balagny, die für die kaufmännische Geschäftsleitung der Firma zuständig ist, das Unternehmen vor. Sie lobte dabei besonders das große Engagement und den Ehrgeiz ihres Vaters Heinz Georg Balagny, der das Unternehmen gegründet hat. Nach seinem Tod Anfang des Jahres haben die Geschwister die Geschäftsleitung übernommen. Sie seien sehr stolz auf ihren Vater und würden sich der Aufgabe dank einer guten Vorbereitung in den vergangenen fünf Jahren gewachsen fühlen, erklärte Anna Balagny.

    Im weiteren Verlauf wurden noch die Themen der Vertriebsstruktur und der Zahlungswege angesprochen, um den Besuchern einen weiteren Einblick in die Funktionsweise des Unternehmens zu gewähren. Die chinesischen Besucher zeigten sich dabei besonders aufmerksam, einige schrieben mit oder fotografierten die Powerpoint-Präsentation. Anna Balagny betonte die Verbundenheit des Unternehmens zum Standort Deutschland. Durch Entwicklung und Produktion sei eine bessere Überwachung der Produktionsabläufe möglich. Zudem könne schneller auf Kundenwünsche eingegangen werden, wodurch eine große Flexibilität entstünde. Spätestens als Balagny schließlich noch erwähnte, sie sei schon einige Male in China gewesen und "China-Fan", war ihr die ungeteilte Aufmerksamkeit der Zuhörer sicher.

    Philip Balagny trug darüber hinaus die technischen Aspekte des Unternehmens vor. Dabei erklärte er, wie die Qualität der medizinischen Versorgungseinheiten gesichert wird. Zum Abschluss führten die Geschäftsleiter die Besucher noch durch die Ausstellungs- und Produktionshalle. So gewannen die Chinesen eine noch genauere Vorstellung vom Produktionsprozess sowie von den fertigen Produkten. Ihre Erkenntnisse wollen die Gäste künftig für die Geschäftsanbahnung und Wirtschaftskooperationen nutzen.

    • Modul Technik ist ein seit 1984 bestehendes Unternehmen mit Sitz in Montabaur (Industriegebiet Alter Galgen), das medizinische Versorgungssysteme und Geräte herstellt. Die Geschäftsführer der Firma sind die beiden Geschwister Anna und Philip Balagny. Sie haben die Leitung von ihrem vor einigen Monaten verstorbenen Vater Heinz Georg Balagny übernommen. Die Anwendungsbereiche der Produkte von Modul Technik sind die Normal-, Alten- und Intensivpflege. Außerdem werden Ausstattungen für Aufwach- und Eingriffsräume produziert sowie sogenannte Komplettlösungen, beispielsweise für OP-Räume. Somit können mit den Produkten alle Bereiche eines Krankenhauses ausgestattet werden. Ein besonderes Merkmal der Produktion zur Qualitäts- und Flexibilitätssicherung ist die Wertschätzung und Erhaltung des Produktionsstandorts Deutschland. Es werden deshalb nur regionale Zulieferer ausgewählt. Zudem findet die Entwicklung und die Produktion der Produkte ausschließlich in Montabaur statt. Begonnen hatte Heinz Georg Balagny die Arbeit seinerzeit im Buchfinkenland.

    Montabaur Hachenburg
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