40.000
Aus unserem Archiv
Hachenburg

Brauer-Power: Megaspektakel setzt Kultstatus fort

Große Momente der Musikgeschichte hallten mit sattem Sound über das Gelände der Westerwald-Brauerei. Wo die Zapfhähne der Hachenburger Bierspezialitäten geöffnet blieben, spielte die Musikgruppe Cover Up extatisch einige der größten Hits der vergangenen 25 Jahre und animierte das Publikum zum Mitfeiern (laut Polizei waren es rund 5000 Besucher; Veranstalter und Gäste gehen von einer höheren Zahl aus). Die Hachenburger Brauer-Power erneuerte am Wochenende ihren Titel als eines der größten Open-Air-Festivals der Region.

Wochenlang fokussierte sich die inzwischen 150-jährige Westerwald-Brauerei auf diesen Tag. Eine Veranstaltung, die vor 17 Jahren ihre Geburtsstunde hatte, als 1994 die Auszubildenden des Unternehmens die Idee zu einer Party mit Kollegen und Kunden erstmals in Eigenregie umsetzten. Damals schon war Jens Geimer, der heutige geschäftsführende Gesellschafter, entscheidend mitverantwortlich für den Erfolg der Brauer-Power. Heute sei die Brauer-Power ein Erlebnis, für das sich die ganze Belegschaft mit Begeisterung und vor allem mit dem richtigen Gespür engagiere, so Geimer. Dem Freiraum der Azubis verdanke die Party auch 2011 ihren erfrischenden Erlebnischarakter. Viele Fans fiebern deshalb seit Jahren mit, nicht wenige ziehen die Stimmung auf der Brauer Power dem Angebot in der Großstadt vor, reisen extra aus dem Rhein-Main- oder Ruhrgebiet an. Der 30-jährige Gunnar aus Köln beispielsweise kommt mit seinen Freunden seit Jahren. Die Vier campieren ein Wochenende lang am Dreifelder Weiher, um das Spektakel voll auszukosten. Für den Auftritt von Big Dig & The Sidechicks haben sich die Kölner extra ihre Cowboyhüte aufgesetzt.

Zurecht, denn Big Dig zog erwartungsgemäß alle Register ganz im Sinne des wilden Westens. Zwischen den zum Teil waghalsigen Bewegungen und dem fetzigen Rhythmus, der vom provokativen Gesang und einem unglaublichen Stil am Kontrabass angetörnt wurde, wirkte das bewährte „Yeehaa“ wie ein Aufputschmittel in der Menge.

Allgemein lobten die Stammbesucher die wachsende Professionalität des Events. Die Stimmung sei mehr auf die Bühne ausgerichtet, als früher. Insgesamt also ein Feedback, auf das die Projektleiter Simone Kerschbaum und Klaus Strüder stolz sein dürften. Alle Abteilungen hätten wieder vorbildlich Hand in Hand zusammengearbeitet, um den Brauereihof in ein Festivalgelände zu verwandeln, äußerte sich Kerschbaum begeistert. Rund 100 Mitarbeiter wirkten bei der Brauer-Power, so Strüder, ebenso viele seien für die Sicherheit im Einsatz, ob Security, Feuerwehr, DRK oder Polizei.Wie die Westerwald-Brauerei legt auch Achim Grahn, Dienststellenleiter der Polizei Hachenburg, bei derartigen Festivals Wert auf den Jugendschutz. So ging der für die Jugend zuständige Frank Eulberg gemeinsam mit Andreas Griebeling von der Hachenburger Verwaltung im Getümmel auf Streife.

Die Stimmung blieb bis zuletzt so ungetrübt wie das Wetter. Eine Leistung, die bei der nächsten Brauer-Power in zwei Jahren nur schwer zu überbieten sein wird. (son)

Montabaur Hachenburg
Meistgelesene Artikel
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Online regional
Markus Eschenauer Markus Eschenauer (me)
Online regional
Tel. 02602/160474
E-Mail
epaper-startseite
Regionalwetter Westerwald
Freitag

-1°C - 11°C
Samstag

-4°C - 9°C
Sonntag

-1°C - 8°C
Montag

0°C - 5°C
News aus Ihrer Region - Lokalteil wählen
wissenlinz,neuwiedremagenmontabaurandernach,mayenkoblenzdiezbademszellsimmernbirkenfeldkirn,badsobernheim,meisenheimbadkreuznach
Bildergalerien: Fotos unserer Leser
&bdquo;Pfui Spinne&ldquo; mag der ein oder andere beim Anblick dieses Fotos von Volker Horz denken. Und doch hat die Detailaufnahme dieses Festmahls ihren ganz eigenen Reiz. Jedenfalls ist dem Achtbeiner hier ein dicker Fang ins Netz gegangen.&nbsp;Wenn auch Sie ein sch&ouml;nes Bild f&uuml;r unsere Leserfoto-Rubrik haben, dann schicken Sie es an die Adresse <a href="mailto:montabaur@rhein-zeitung.net">montabaur@rhein-zeitung.net</a>. Beachten Sie dabei bitte die erforderliche Mindestaufl&ouml;sung von 2500 mal 1500 Pixel.

Mit der Kamera im Westerwald unterwegs: Hier zeigen wir die schönsten Fotos unserer Leser. Zusenden per E-Mail.